Privacy Policy Die Preise der Batterien für Elektroautos müssen sich noch halbieren | AG News

Die Preise der Batterien für Elektroautos müssen sich noch halbieren

Die Preise der Batterien von Elektroautos müssen sich erst noch halbieren, bevor sie im wirtschaftlichen Vergleich mit konventionellen Autos mithalten können. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls die Forscher in den Argonne Laboratories in den USA, welche vom US-Energieministerium finanziert werden. Die wichtigste Kennzahl bei einem Elektroauto ist der Preis pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Mit einer Halbierung der Batteriepreise ist jedoch nach Meinung dieser Forscher erst in der Mitte des nächsten Jahrzehnts zu rechnen. Aber zur weiteren Optimierung der Batteriekapazitäten muss auch über ganz neue Batterien nachgedacht werden. Man arbeitet deshalb bereits an Lithium-Ionen Autobatterien, welche sich nicht mehr wie bei Tesla entflammen würden und die eine doppelte Reichweite mit einer Batterieladung aufweisen würden. Toyota hofft solche Batterien schon in wenigen Jahren auf den Markt bringen zu können.

Dem möglichen Engpass bei der Herstellung dieser Batterien durch fehlende Rohstoffe kann man absehbar nur durch ein konsequentes Recycling vorbeugen. Im Fall der Bleiakkumulatoren mit Säure in den heutigen Autos wurde dies beispielsweise bereits erfolgreich vorexerziert, weil diese angeblich zu 100 % wiederverwendet werden. Bei den Lithium-Batterien werden heute aber erst 5 % wiederverwendet und man hat noch keine aussagekräftigen Erfahrungen über die Wirtschaftlichkeit dieses Prozesses. Unter diesen Voraussetzungen kann das derzeitig noch mit aktuell 6.000 Euro subventionierte Elektroauto erst in ca. 5 Jahren in einen echten Wettbewerb mit konventionellen Autos treten. Das dürfte unseren Verfechtern der raschen Mobilitätswende zumindest in den nächsten Jahren noch komplett den Wind aus den Segeln nehmen und weitere Probleme in der Automobilwirtschaft verursachen.

Damit kommen wir zum nächsten Problem mit überall verfügbaren Ladestationen im gesamten Bundesgebiet, welche nur ansatzweise funktionieren. In der Münchner Innenstadt sind zum Beispiel heute schon alle Stromtankstellen ständig belegt, und zwar von fetten Hybridfahrzeugen. Die nutzen einfach die knappen und kostenfreien Parkplätze und sobald die Batterie voll ist, müssten sie eigentlich fairerweise den Parkplatz räumen. Heute ist es für die wenigen Elektrofahrzeuge insbesondere in ländlichen Regionen kein Problem, die Batterie aufzuladen. Ob es sich dabei aber immer um nicht fossilen Strom handelt, ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Aus Gründen der ökologischen Glaubwürdigkeit sollte es sich jedoch beim verwendeten Strom für solche Zwecke um nicht fossil gewonnene Elektroenergie handeln, sonst kann man dieses Experiment gleich von Anfang an unterlassen. In einem solchen Fall sprechen wir aber von einem Volumen von 30 bis 40 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Das würde in der Tat eine große Reduktion des CO2-Ausstoßes bringen, aber woher diesen Strom nehmen, ohne ihn nicht zu stehlen?

Es ist eigentlich also noch überhaupt nichts vorbereitet und deshalb wird dieses gesamte Wahnsinnsprojekt der Mobilitätswende entweder auf dem Fahrrad oder direkt wieder einmal vor der nächsten verfügbaren Wand landen, gegen welche man freihändig fahren kann. 

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