Privacy Policy Die Retter der Wirtschaft lassen auf sich warten – AG News

Die Retter der Wirtschaft lassen auf sich warten

Advertisements

Donald Trump will die US-Wirtschaft mit einer Lohnsteuerkürzung von 300 Milliarden Dollar beleben. Das hörte sich gestern auf den ersten Blick ganz toll an und ließ den Dow um über 1.100 Punkte ansteigen.

Das nennt man im Börsenjargon einen „Dead-Cat-Bounce“, weil es sich nur um eine Idee ohne reale wirtschaftliche Auswirkungen handelt. Denn die Wirtschaft atmet nur noch ganz schwach. Mit solchen Tricks kann man nur die dummen Algorithmen (von wegen künstliche Intelligenz) und die unbedarften Zuschauer an den Bildschirmen beeindrucken.

Doch schon nach Börsenschluss hat sich das wohl der eine oder andere noch einmal bei einem Glas Bier in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und dann seine Meinung online rasch wieder revidiert. Deshalb sanken geraume Zeit nach Börsenschluss die Dow-Futures gleich wieder um 500 Punkte ab. Dumm gelaufen!

Dieser neueste Wirtschaftsplan von Donald Trump ist nicht nur eine reine Wunschvorstellung, sondern auch noch wirkungslos.  Er könnte höchstens langfristig ein kaum wahrzunehmende wirtschaftliche Auswirkung entfalten.

Wir benötigen jedoch weltweit sofortige wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen und nicht erst in ein paar Monaten oder gar Jahren. Dieses inzwischen schon seit drei Wochen andauernde Hinauszögern ist mittlerweile als ein kategorisches Nein für Konjunkturmaßnahmen zu werten. Damit geht es mit der Weltwirtschaft schnellen Schrittes in Richtung Abgrund.

Der unbedarfte Zuschauer durchschaut diesen billigen Trick natürlich nicht und deshalb können die Leitmedien im nächsten Monat behaupten, dass die Politik alles möglich getan hätte, um die große Krise zu vermeiden. Doch reden ist etwas anderes als tun.

Falls Sie zum Beispiel eine Lohnsteuerkürzung in Deutschland in Aussicht gestellt bekämen, dann würden Sie vermutlich auch erst einmal abwarten, wie sich das auf dem nächsten Lohnsteuerbescheid vom Finanzamt ganz konkret niederschlägt. Bis dahin vergeht aber noch einige Zeit und die haben wir einfach nicht mehr.

Nur ganz wenige würden nach einer Nachricht über Lohnsteuersenkungen sofort aus dem Haus gehen und beim Media-Markt einen neuen Fernseher kaufen, weil sie dann im nächsten Jahr garantiert in die Röhre schauen würden. Ihr nächster Lohnsteuerbescheid im kommenden Jahr wird Ihnen nämlich die Tränen in die Augen treiben, falls Sie das überhaupt noch erleben werden.

Was alle Länder in der jetzigen Situation unternehmen müssten, das wäre die Auflösung der gesamten Goldreserven. Man müsste wirkliches Geld in die Hand nehmen und nicht nur Versprechungen abgeben. Darauf können wir noch sehr lange warten!

Die gestrigen Versprechungen mit verlockenden Kursgewinnen führen heute schon wieder zu Kursverlusten und ist niemand geholfen. Mit reinen Versprechungen ist kein einziger Blumentopf mehr zu gewinnen, denn diese Zeiten sind vorbei.

Das Problem mit den Goldreserven ist einfach das, dass sie bei uns in den westlichen Staaten nicht einmal mehr zum Volltanken für alle ausreichen würden, selbst bei den gesunkenen Ölpreisen. Der Staat ist pleite und hat keine Ersparnisse für schlechte Zeiten auf die Seite gelegt.

Nur China und Russland verfügen noch über die notwendigen Goldreserven, um deren Volkswirtschaften noch einen kleinen Schub verleihen zu können.

In der aktuellen Flut der weltweiten Absagen und Verschiebungen durch das Corona-Virus kann man dem Abschmieren der Weltwirtschaft täglich direkt zuschauen. Egal ob das in Italien, Deutschland, der Schweiz oder den USA ist.

Viel Zeit zum Überlegen verbleibt da wirklich nicht mehr, insbesondere wenn man wie Trump nur noch blufft. Irgendwann muss man seine Karten bei jedem Spiel auf den Tisch legen und dieser Tag rückt unaufhörlich näher.   

In Italien wurden landesweit zum Beispiel die Hypothekenzahlungen ausgesetzt. Das ist eine Entlastung für Immobilienbesitzer, aber eine ordentliche Belastung für das bereits angezählte italienische Bankensystem. Diese Auswirkungen bekommen wir noch in diesem Monat unter die Nase gerieben, egal mit welcher Bank wir zusammenarbeiten.

Die Bundeskanzlerin sagte im Bundestag, dass sie damit rechnet und wir kennen inzwischen ihre Rechenkünste, dass 60 bis 70 % der Deutschen vom Corona-Virus infiziert wird. Das bedeutet konkret das Todesurteil für eigentlich jeden und für den Rest eine enorme Steuerbelastung im nächsten Jahr! Darüber berichten unsere Leitmedien heute nur vereinzelt.

Der seit dem Wochenende laufende heiße Ölkrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland könnte mittelfristig auch zum Abgesang des herrschenden Königshauses in Saudi-Arabien führen. Deshalb metzeln sie sich jetzt schon vorsorglich untereinander selbst ab.

In den USA können seit dem Ölcrash vom Montag nur noch 4 Schieferölproduzenten weitermachen, weil sie bei einem Ölpreis von 31 Dollar pro Fass noch profitabel sind. Der WTI-Ölpreis gerät aber nach seiner leichten Erholung vom gestrigen Tag auch weiterhin unter Druck, weil sich auf der Nachfrageseite nichts veränderte und die Saudis ihre Ölförderung gerade bis zum Anschlag hochfahren.

Wladimir Putin sagte kürzlich, dass er selbst mit 25 Dollar pro Fass über einen längeren Zeitraum hinweg weitermachen kann. Diesen Spielraum nach unten besitzen die Saudis mit ihrem Luxusleben bei weitem nicht. Sie haben es sich in letzter Zeit bei 55 Dollar pro Fass sehr bequem gemacht.

Falls Putin diese von ihm angekündigte Nummer mit dem Ölpreis durchzieht, wird er absehbar auch noch ein anderes Problem in der Türkei los. Der Nahe Osten würde sich damit komplett verändern und damit nach vielen Jahrzehnten wieder etwas friedlicher werden.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shares
Cresta Help Chat
Senden via WhatsApp

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

de_DEGerman