Privacy Policy Die schleichende Entwertung des Geldes – AG News

Die schleichende Entwertung des Geldes

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Am 14. September 2019: In Simbabwe wurden mittlerweile die Zinsen auf horrende 70 % erhöht, um die zweite Hyperinflation in diesem von den Banken geschundenen Land zu bändigen. Nützen wird es nichts. Es verschiebt das Unvermeidliche nur in die nähere Zukunft. Ein ähnliches Schicksal wird auch Recep Erdogan in der Türkei erleiden, wenn er sich nicht an die Naturgesetze des Geldes hält. Das tut im Moment keiner auf der ganzen Welt, deshalb wird auch er wieder schneller von der Bühne verschwinden, als er sich das vorgestellt hat.

Der Preis der hundertjährigen österreichischen Staatsanleihe (sie ist erst im Jahr 2117 fällig) ging nach einem beispiellosen Höhenflug im September um 20 % in die andere Richtung zurück. Gleiches tat die argentinische hundertjährige Staatsanleihe schon etwas früher. Österreich steht zwar noch etwas besser da, als Argentinien, aber dennoch war diese Anleihe eine echte Schnapsidee. Der Markt für Staatsanleihen drehte sich innerhalb kürzester Zeit in die andere Richtung und das ist bei seiner Größe nicht gerade beruhigend. Oder würden Sie es etwa nicht beunruhigen, wenn Ihnen Godzilla in einer Einbahnstraße entgegenkäme? Die sich negativ verzinsenden Schulden erreichten mit 17 Billionen Dollar im August einen Höhepunkt, bevor sie im Gefolge des Quantum-Bebens innerhalb weniger Tage auf 14,5 Billionen Dollar absackten. Das zog auch den Goldpreis etwas nach unten, welcher im Gleichschritt zu ihnen mitmarschiert. Doch egal in welcher Richtung sich diese Welle auch immer bewegen wird, sie wird auf jeden Fall irgendwo an einem Felsen brechen und dann wird der finanzielle Schaden gigantisch sein. Die Halter von Staatsanleihen haben in dieser Woche schon einmal am eigenen Geldbeutel gespürt, wie sich das anfühlt.

Die Firma Wework versucht mit allen Mitteln ihren Börsengang zu retten, doch vielleicht endet dieses Zeitalter der IPO-Raubzüge ebenfalls in diesen Tagen. Jedenfalls ging der Firmenwert von Wework durch diverse Veröffentlichungen von ursprünglich 47 auf 15 Milliarden Dollar herunter. Das war ein ordentlicher Einbruch und ein äußerst schlechtes Vorzeichen für einen Börsengang.

Die Preise der Edelmetalle Silber mit 505 Euro pro Kilo und Gold mit 1.488 Dollar pro Unze wurden kurz vor dem Wochenende noch einmal richtig geplättet. Der WTI-Ölpreis landete bei 54,85 Dollar pro Fass und hat noch einiges vor sich, wenn er noch einmal ganz groß herauskommen möchte.

Die Schauspielerin Felicity Huffman wurde im Zulassungsskandal an den US-Hochschulen inzwischen zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Doch damit ist das Problem noch längst nicht aus der Welt geschafft, dass es an den Universitäten überall auf der Welt nicht um die intellektuelle Leistung der Studenten geht, sondern rein nur um das Geld sowie die Kontakte der Eltern. Julian Assange von Wikileaks wird scheinbar demnächst an die USA ausgeliefert. Sein Gefangenenstatus wurde jedenfalls dementsprechend geändert und von dort kommt er absehbar nicht mehr lebend zurück. Man kann nur hoffen, dass der Crash pünktlich zuschlägt und unter anderem auch das US-Unrechtssystem hinwegfegt.

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