Privacy Policy Die seltsamen Bewegungen des magnetischen Nordpols – AG News

Die seltsamen Bewegungen des magnetischen Nordpols

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Das Magnetfeld der Erde entspringt dem eisenhaltigen flüssigen Erdkern und reicht bis in die nähere Umgebung der Erdatmosphäre, in welcher es die für uns schädliche Sonnenstrahlung hinaus in das Weltall reflektiert. Weil sich die Ströme des flüssigen Eisens im Erdinneren ständig bewegen, verlagerte sich auch schon in früheren Zeiten der magnetische Nordpol kontinuierlich. Doch in letzter Zeit marschiert er jährlich immer schneller von Kanada in Richtung Sibirien voran. Weil wir ihn in unseren Navigationssystemen täglich verwenden, hat dies immer dann erhebliche Konsequenzen, wenn diese Verschiebung des magnetischen Nordpols nicht in diesen Orientierungsmodellen korrigiert wird. Am 30. Januar wird zum Beispiel die nächste Anpassung des WMM (World Magnetic Model) an die neuesten Verschiebungen des magnetischen Nordpols durchgeführt.

Auf der Basis dieser Daten arbeitet zum Beispiel das US-Verteidigungsministerium, das britische Verteidigungsministerium, die NATO und das World Hydrographic Office. Und weil sich die flüssigen Lavaströme aus Eisen im Erdinneren ungleichförmig bewegen, haben wir es auch mit einem unberechenbar verändernden magnetischen Nordpol zu tun. Dieser wird bereits seit 1831 beobachtet und ursprünglich bewegte er sich mit 9,3 Meilen (14,97 km) pro Jahr in Richtung antarktischer Ozean. Aber seit der Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts nahm diese Geschwindigkeit merklich zu. Der magnetische Nordpol bewegt sich deshalb heute mit einer Geschwindigkeit von 34,17 Meilen (54,99 km) pro Jahr. Die Gründe für diese Beschleunigung sind aber noch immer nicht bekannt. Man kann nur vermuten, dass die Lavaströme aus Eisen im Inneren der Erde sich unterschiedlich schnell bewegen. Der magnetische Nordpol wird dabei von zwei großen Eisenvorkommen unterhalb von Kanada und Sibirien gesteuert. Das flüssige Eisen unterhalb Sibiriens im Erdkern macht dabei allem Anschein nach gerade das Rennen und zieht den magnetischen Nordpol von Kanada nach Sibirien.

Weil man die neuesten Daten wegen der Schließung der amerikanischen Behörden nicht in das zentrale Navigationssystem einspeisen kann, könnte es zu erheblichen Störungen in den unterschiedlichen Navigationsanlagen kommen. Außerdem sollte man noch hinzufügen, dass es vor ungefähr 781.000 Jahren zu einem kompletten Wechsel der Pole kam. Was wir gerade beim magnetischen Nordpol beobachten, könnte also auch der Auftakt zu einem kompletten Wechsel der Pole sein, doch dann müsste sich auch der Fluss des geschmolzenen Eisens im Erdinnern in eine andere Richtung bewegen. Die Auswirkungen eines Wechsels des magnetischen Nordpols zum Südpol werden jedenfalls deutlich zu spüren sein, aber nicht in diesem Jahr. Das wird noch etwas dauern.  

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