Privacy Policy Die vermeintlichen Gründe für die große Krise von 2019 | AG News

Die vermeintlichen Gründe für die große Krise von 2019

Nachdem die Krise endlich in den Leitmedien angekommen ist, geht es um die Ermittlung der Schuldigen. Auch Sascha Lobo befindet sich heute in seinem Blog bei Spiegel-Online auf der Suche nach den Schuldigen. Er sieht in der Digitalisierung einen Grund für die derzeitige Rezession und das ist falsch. Die Digitalisierung wütet nun schon seit 25 Jahren und sie hat mehr Arbeit gebracht (u.a. auch für Sascha Lobo) als vernichtet. Außerdem hat sie bereits einige verkrustete Branchen aufgebrochen und damit ihren Zweck erfüllt. Die Digitalisierung ist ein Teil der jüngeren Wirtschaftsgeschichte und damit erledigt. Auch der heutige verstärkte Kampagnen-Journalismus gegen den ungeordneten Austritt der Briten aus der EU ist wirtschaftlich gesehen falsch. Die Briten werden auch nach ihrem Ausscheiden alle erdenklichen Waren aus dem Ausland erhalten, weil jeder Käufer in einer Krise überall auf der Welt willkommen ist. Es ist deshalb vollkommener Schwachsinn zu behaupten, dass die Briten künftig keine Pasta mehr aus Italien erhalten würden. Falls sie das notwendige Geld dafür haben, bekommen die Briten weiterhin einfach alles und auch noch günstig. Denn die globale Nachfrage nach allen Produkten und Dienstleistungen ist eingebrochen. Mit solchen widersprüchlichen Begründungen ist in den nächsten Wochen in den Leitmedien vermehrt zu rechnen, weil sie die wahren Gründe nicht nennen dürfen. In Wahrheit handelt es sich um eine Krise des Finanzsystems, welche sich an diesem Punkt ihrer Entwicklung nicht mehr beheben lässt. Ich bin deshalb einmal sehr gespannt, wie lange man zu dieser Erkenntnis noch benötigt.

Am 18. August 2019: Die Automobilproduktion ist hauptsächlich in China, Indien und Deutschland massiv eingebrochen. In den USA ist sie nur leicht gesunken und in Japan hat sie sogar leicht zugelegt. Es rächte sich damit jetzt die Schwäche des deutschen Binnenmarktes, welcher durch die Hartz IV Gesetze zu Beginn des Jahrtausends trocken gelegt wurde. Die Kuka Robert in den deutschen Automobilwerken kaufen keine Autos und auch die Fließbandarbeiter ebenfalls nicht mehr, weil zu wenig Autos nach China exportiert werden. Man hat sich speziell in dieser Branche von China abhängig gemacht und weil die Chinesen auch lieber Porsche und Mercedes fahren, trifft es heute die amerikanischen Automobilhersteller nicht im gleichen Umfang. In Deutschland gab es den von den deutschen Leitmedien propagierten Wirtschaftsaufschwung überhaupt nicht, weil von nichts einfach nichts kommen kann. Man kann die Statistiken nur solange fälschen, bis sie von der brutalen Wirklichkeit eingeholt werden. Arbeitslose kaufen keine neuen Autos und Einwanderer auch nicht. Nur äußerst kindliche Gemüter konnten allen Ernstes daran glauben, dass man sich ewig in die eigene Tasche lügen konnte. Auch das mit den sprudelnden Steuereinnahmen in den letzten 10 Jahren traf nicht zu. Sie sprudelten nur deshalb, weil man die Inflation nicht herausrechnete und immer mehr Leute durch besondere Beziehungen einen Job in staatlichen Unternehmen oder Organisationen ergatterten. Doch die Gemeinden erwirtschaften nichts und das wäre sogar noch als eine Leistung zu verbuchen, sondern sie verursachen nur Defizite. Sie verbrennen sinnlos die in Wahrheit immer geringeren Steuereinnahmen aus echten wirtschaftlichen Leistungen. Und weil man dies über einen längeren Zeitraum hinweg veranstaltete, blickt man vielerorts jetzt in den finanziellen Abgrund.

Am 19. August 2019: Die australische Zentralbank RBA denkt bei einem Leitzins von 1 % anscheinend über neue Lockerungsmaßnahmen im nächsten Jahr. Das ist in etwa so, wie wenn man mit einem Euro in der Tasche zum Shopping in die Großstadt fahren möchte. In einer solchen Situation sollte man sich eher auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz machen, damit man wieder mehr Geld in der Tasche hat. Die Zentralbanken haben in den letzten hundert Jahren aus dem Vollen geschöpft und ob ich jetzt 1 % für meinen Kredit an Zinsen bezahlen muss oder nichts, wird keinen mehr hinter dem Ofen fortlocken. Zinsunterschiede zwischen 10 oder 5 % lösen ganz andere Reaktionen aus. Auch die minus 5 % Angebote von Check 24 im ersten Halbjahr waren der große Renner, aber 0 % Zins ist heute kein zündendes Verkaufsargument mehr. Das ist die harte Realität für das Geschäftsmodell der Zentralbanken und der müssen sie sich demnächst wohl oder übel stellen. Die Australier träumen deshalb ebenfalls von negativen Zinsen, doch wer die bezahlen soll, verraten sie selbstverständlich nicht. Es sind eben Theoretiker, welche mit ihrem Latein komplett am Ende sind und das werden sie uns schon im nächsten Monat verklausuliert erzählen. Denn die Zeche muss wie immer die Bevölkerung bezahlen, deshalb gab es regelmäßige Währungsreformen. Jede Generation machte mindestens eine mit. Und wer mit seinem Geburtstag Pech hatte, den erwischte es mitunter auch mehrfach.

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