Privacy Policy Die Währungsreform des Euro nimmt Gestalt an | AG News

Die Währungsreform des Euro nimmt Gestalt an

Ein Derivate-Haufen von 1,5 Billiarden Dollar (also 1.500 Billionen), spricht in diesen Zeiten eine ganz klare Sprache. Derivate sind Versicherungen (auf Wetten) ohne Rücklagen, d.h. nur Schall und Rauch. Falls also zu viele ihre Wettschulden ausbezahlt haben möchten, dann gibt es einen großen Finanzkrach, weil sie die Verlierer nicht begleichen können. Und was nützt ein Sechser mit Zusatzzahl im Lotto, wenn man nichts dafür bekommt? Rein gar nichts. Man hat sich viel zu lange darauf verlassen, dass man alles unendlich verlängern könne und dabei sollte wirklich ein jeder wissen, dass es außer einer unendlichen Dummheit der Bevölkerung nichts ohne Ende gibt. Alles ist begrenzt und hat demzufolge ein natürliches Ende. Und exakt davor befinden wir uns jetzt. Es ist deshalb kein Zufall, dass seit Mitte August plötzlich von ganz oben, nämlich dem Bankenviertel oder der City von London und auch von ganz unten mit der Extinction Rebellion das gleiche Thema ins Land hinausposaunt wird. Schuld an allem ist das Klima und das sollen wir jetzt retten. Doch dies verfing nicht ganz so gut bei den Menschen wie erhofft. Greta Thunberg steckt in Amerika fest und das Finanzsystem in seinem Nachlass.

Es begann alles reichlich spät und unüberlegt mit dem hektisch ins Leben gerufenen Plan einer grünen Kryptowährung durch den Chef der britischen Zentralbank Mark Carney. Nach seiner Ankündigung am 22. August 2019 dauerte es nur wenige Wochen, bis sich die kanadische Zentralbank am 15. Oktober 2019 ebenfalls diesem Vorschlag anschloss. Am selben Tag stimmten auch Carneys Kollegen von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in diesen Chor ein und forderten einen globalen grünen New Deal wie in der Zeit nach der ersten Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das würde eine finanzielle Enteignung und eine Massenarbeitslosigkeit für viele Jahre bedeuten. Doch diese Herrschaften würden schon daran scheitern, ihrem eigenen Nachwuchs das iPhone zu entziehen. Mehr als dumme Sprüche sind also nicht mehr zu erwarten, bevor die Bildschirme schwarz werden. Auch der Vorgänger von Mark Carney (Mervyn King) sieht wortwörtlich ein “finanzielles Armageddon” im Anmarsch, wenn die aktuelle Politik des weiteren übermäßigen Druckens von Geld der Zentralbanken (in erster Linie der Federal Reserve und der EZB) nicht bald eingestellt wird. In Wahrheit sieht es aber so aus, dass bei einer Einstellung dieser Aktivitäten der finanzielle Vulkan sofort ausbrechen würde. Man schiebt das Unvermeidliche also nur noch einmal ein paar Monate vor sich her, weil Schwätzer nur schwätzen und nichts machen. Sonst wären es Macher und wir säßen heute nicht in diesem Schlamassel.

Man hat nach der ersten Finanzkrise von 2008 nichts zur Stabilisierung des Finanzsystems unternommen, sondern lediglich mit frischem Geld der Bürger in Form höherer Staatsschulden weitergemacht wie zuvor. Inzwischen haben die Schuldenstände weltweit neue Höhepunkte erreicht und seit dem 17. September 2019 schrillen die Alarmsirenen des Finanzsystems unüberhörbar laut. Die Feuerwehrleute der Zentralbanken pumpen zwar täglich sinnlos immer mehr Geld (d.h. Brandbeschleuniger) in das marode Finanzsystem hinein. Man muss nur die Grundrechenarten beherrschen, um zu verstehen, dass dies nicht mehr weiter funktionieren wird. In der Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und 1971 hatte man zumindest die Grundprinzipien des Wirtschaftens noch einigermaßen beachtet und die Schuldenstände in ziemlich vernünftigen Grenzen gehalten. Aber mit dem Ende des Goldstandards 1971 in den USA zur Finanzierung eines völlig sinnlosen Kriegs in Vietnam geriet alles außer Rand und Band. Nach 1971 wurde in erster Linie nur noch wild spekuliert und kaum noch etwas in der realen Wirtschaft produziert. Um zu verstehen, wie das ausgeht, muss man nicht besonders hell im Kopf sein. In den neunziger Jahren nahmen die Derivate von 2 Billionen Dollar im Jahr 1992 auf 70 Billionen Dollar im Jahr 1999 zu. Schon in der New-Economy-Phase zur Jahrtausendwende hätte eigentlich alles in die Luft fliegen müssen, aber durch die Abschaffung des Glass-Steagall-Gesetzes 1999 und der Deregulierung der Over-The-Counter-Derivatives im Jahr 2000 sowie den Einsatz von Supercomputern konnte man die Derivateblase bis 2007 weiter auf 500 Billionen Dollar aufpumpen, bis dann schließlich die Subprime-Blase (Immobilienblase) platzte. Damit man das im richtigen Verhältnis sieht, sollte man wissen, dass das Bruttosozialprodukt der Erde nur 85 Billionen Dollar beträgt. Privat können Sie sich das bei den gleichen Bankiers nicht einmal ansatzweise erlauben.

Warum hat man nicht schon 1970, 1980, 1990 oder 2000 gegen die zunehmende Verlagerung der Produktion ins Ausland und den Zerfall der Infrastruktur aufbegehrt? Das waren die Arbeitsplätze der späteren Hartz IV-Bezieher. Denn darauf beruhte der höhere Wohlstand in der Nachkriegszeit und er fehlt heute nicht nur den aktuellen, sondern auch den nachwachsenden Generationen. Was noch immer fehlt, ist der gesunde Menschenverstand und nicht die Fachkräfte aus dem Ausland. Die verschlimmern das nur noch. Zugegebenermaßen haben nicht alle weggeschaut. Alfred Herrhausen von der Deutschen Bank wollte 1989 ein Wiederaufbauprogramm für Osteuropa direkt nach dem Fall der Mauer in Berlin auflegen und fiel deshalb einem Attentat zum Opfer. Weshalb denn sonst? Da würde doch keiner mehr eine Banklehre absolvieren, wenn das so gefährlich wäre! In den USA führte der Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche den mutigen Kampf gegen die Windmühlen an, bis dem durch das FBI ein Ende bereitete wurde und er sowie seine Mitstreiter für etliche Jahre hinter schwedischen Gardinen im Hochsicherheitstrakt verschwanden.

Sowohl Carney als auch der französische Finanzminister Bruno LaMaire sehen ihren New Green Deal als Antwort auf die neue Seidenstraße der Chinesen, welche aber bereits seit einigen Jahren mit ihrem Vorhaben aktiv sind und es zumindest ansatzweise bereits sogar umgesetzt haben. Der New Green Deal ist wieder einmal lediglich eine nutzlose und dumme Idee, wie eben alles, was in den letzten 48 Jahren vom Westen abgesondert wurde. Denn so wurde es uns an den Schulen und Hochschulen eingetrichtert. Was will man nach über hundert dekadenten Jahren noch von diesem alten und ausgedienten System erwarten? Wir sollten deshalb in der kommenden Krise die große Chance eines Neuanfangs sehen und unseren eigenen Weg gehen. Eine Kooperation mit der neuen Seidenstraße ist nicht schädlich, aber sie löst kein einziges unserer aktuellen Probleme. Vom New Green Deal spricht in einem Jahr ohnehin kein Mensch mehr und auch die Währungsreform des Euro wird ein echter Rohrkrepierer, wenn sie denn überhaupt kommt. Auf dem Stand des heutigen Tages verschwindet der Euro schneller als, die Machthabenden das Wort Währungsreform aussprechen können. 

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