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Die weltweiten Aktienmärkte kippten in dieser Woche

Um den Kursschwankungen an den Aktienmärkten rechtzeitig vorzubeugen, hatte die kommunistische Partei in China bereits vor Jahren ein nationales Team von staatlich subventionierten Investmentfirmen gegründet, welches gestern gleich zweimal an den chinesischen Aktienmärkten aktiv werden musste, um die Kurse zu stützen. Deshalb konnte die Global Times gestern behaupten, dass die chinesischen Aktienmärkte die Drohung zur Zollerhöhung der Amerikaner schadlos überstanden hätten. Es handelt sich bei diesem inzwischen heißen Handelskrieg um die wirkliche Bedrohung für unseren künftigen Wohlstand. Bei der Ankündigung des Irans, amerikanische Schiffe in der Straße von Hormuz zu versenken, handelt es sich jedoch nur um billiges Säbelrasseln. Gleiches gilt auch für die nicht vorhandenen Langstreckenraketen in Nordkorea. Das sind alles nur Telenovelas. Ebenfalls nur mit Platzpatronen schossen die Uber-Aktie, welche nicht in die Höhe gingen, sondern schon am ersten Tag unter dem Ausgabepreis lagen. Das konnte man erahnen und es war ein ganz schlechtes Zeichen für den weiteren Verlauf dieses Börsengangs. Vor Libyen ertranken in dieser Woche erneut 70 Flüchtlinge, welche vor den kriegerischen Auseinandersetzungen nach Italien flüchten wollten.

Ein paar Tweets reichten in dieser Woche aus, um ein weltweites Aktienvermögen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar in Rauch aufgehen zu lassen. Die Stimmung am US-Aktienmarkt trübte sich in dieser Woche stark ein. Damit das glaubwürdig genug aussah, zogen im Hintergrund die Zentralbanken an den entsprechenden Fäden und reduzierten die weltweite Geldmenge. Die Aktien folgten in dieser Woche der Spur der Global Systemically Important Banks (GSIB) und die führt seit geraumer Zeit geradewegs nach unten. In China gingen die Aktienmärkte trotz der dramatischen Interventionen in dieser Woche in die Knie. Aber auch in Europa lief es an den Börsen schlecht, insbesondere für Italien und Frankreich. In den USA kam es durch die verbalen Kursmanipulationen vornehmlich aus dem Weißen Haus zu insgesamt vier Dead Cat Bounces, d.h. einem nicht nachhaltigen Kursanstieg. Doch trotz der angeblich konstruktiven Handelsgespräche vom gestrigen Tag,  musste vermutlich das Plunge Protection Team oder abgekürzt PPT (im Weißen Haus) das viertgrößte Aktien-Kaufprogramm des Monats starten, um die Kurse zu retten. Interessanterweise drehte der US-Aktienmarkt genau in dem Moment nach oben, als Uber an die Börse ging. Da wollte man also aktiv seinen Freunden helfen, welche sich mit Uber-Aktien eingedeckt hatten und diese zu einem höheren Kurs verkaufen wollten. Es handelt sich dabei um eine der mannigfaltigen Formen zur Bereicherung der oberen Zehntausend, welche alle so schlau und kaufmännisch begabt sind. Sie mussten gestern aber schnell verkaufen, weil die Aktie abends knapp unter dem Ausgabekurs lag. Früher hatte man deutlich mehr Zeit. Außerdem handelte es sich gestern um den mittlerweile siebten Freitag, an welchem kurz vor dem Wochenende die Aktien hektisch aufgekauft wurden, damit man als Leichtgläubiger beruhigt ins Wochenende gehen konnte. Doch der Dow blieb gestern am dritten Tag nacheinander unterhalb seines gleitenden 50-Tagesmittelwertes stehen. Das ist ein schlechtes Zeichen für die nächste Woche. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen schoss schneller, als ich es erwartet hatte auf 202 Milliarden Dollar hinauf. Der Bitcoin kostet heute 6.794 Dollar und diese Wachstumsraten sind jetzt zu groß. Es wird deshalb demnächst zu einer ersten Marktbereinigung mit sinkenden Preisen kommen. Das macht der Bitcoin in seinen stürmischen Phasen traditionell ganz gerne. Der Silberpreis wurde klassisch auf 422 Euro pro Kilo gedrückt und beim Goldpreis biss man sich mit 1.285 Dollar pro Unze erneut die Zähne aus. Der WTI-Ölpreis verblieb friedlich bei 61,66 Dollar pro Fass, aber auch muss sich demnächst entscheiden. Wir befinden uns im ersten Kreis der großen Krise, in welcher man sie durch Fehlentscheidungen nur noch beschleunigen aber nicht mehr anhalten kann.

In Venezuela hält die Jagd auf Abweichlern weiterhin an. Auch Maduro musste nach dem Putschversuch reagieren und die Situation klären. Es kam zu einer ersten Säuberungswelle in welcher er den früheren Geheimdienstchef Christopher Figuera als Verräter bezeichnete. Ebenfalls viel geschossen wurde in den USA, aber nur virtuell im Wachstumsmarkt der Konsolenspiele. Die Erwachsenen in den USA geben nicht mehr lange ihr Geld für Videospiele aus, weil sie vom Sofa auf die Straße befördert werden. Im letzten Jahr machte die Spieleindustrie noch einen Umsatz von 43,4 Milliarden Dollar in den USA. Das war über 164 Millionen spielenden Erwachsene zu verdanken. Ganz oben in der Gunst der Spieler stehen Titel wie: Call of Duty – Black Ops III, Red Dead Redemption II und NBA 2K 19.

Zum Abschluss noch einmal ein paar wichtige Fakten aus China. Die Zollerhöhungen der Amerikaner kamen zum wirtschaftlich ungünstigsten Zeitpunkt der letzten Jahre und werden deshalb rasche wirtschaftliche Konsequenzen auch für uns zur Folge haben. In China ging der Automobilabsatz im April um satte 16,6 % zurück, und zwar schon seit 11 Monaten in Folge. Donald Trump betätigte gestern den Abzug an einer Pistole an der Schläfe der chinesischen Wirtschaft und erhöhte die Zölle auf die noch verbliebenen chinesischen Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar in die USA. Das war ein sehr schicksalhafter Tag.

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