Privacy Policy Die Weltwirtschaft hängt am seidenen Faden | AG News

Die Weltwirtschaft hängt am seidenen Faden

Auch wenn die deutschen Leitmedien, insbesondere die Fachmedien, noch ein ganz anderes Bild der wirtschaftlichen Situation Deutschlands zeichnen, befinden wir uns trotzdem laut dem Ifo Institut in München nicht nur schon in einer Rezession, sondern sogar immer noch. Und dabei bestreiten dies unsere Leitmedien noch damit, dass man angeblich mit 0,1 % vorbeigeschrammt sind. Sollten Sie bei Ihrem nächsten Unfall mit 0,1 % an einem Betonpfahl vorbeisegeln, dann ist es zu spät, um diesen Unsinn zu entlarven. Der wirtschaftliche Abschwung in Deutschland begann bereits Mitte des Jahres 2018 und hielt seitdem ohne Unterbrechung an, auch wenn er sich zwischendrin ganz kurz verlangsamte. Es zeichnet sich damit eine weitaus schwerwiegendere Wirtschaftskrise ab, als im Jahr 2008. Damals ging es rasch hinunter und dann ebenso schnell wieder nach oben. Aber der damalige künstliche Aufschwung durch die Ausweitung der Geldmenge ebbte bereits 2012 wieder ab. Wir kamen deshalb nie richtig aus der ersten Finanzkrise heraus und befinden uns obendrein seit 2001 in einer sich überlagernden großen Systemkrise. Man hat also seit 18 Jahren nichts unternommen, um diese Probleme nachhaltig zu lösen, sondern sie lediglich durch verlängernde Maßnahmen hinausgezögert und dadurch nur noch verschlimmert. Inzwischen hat sich die reale Wirtschaft von der in den Leitmedien dargestellten Utopie viel zu weit entfernt.

Am besten kann man das aktuell an den US-Börsen erkennen, welche in dieser Woche schon wieder nur durch völlig falsche Fakten über Wasser gehalten wurden. Durch eine absichtlich falsche Berichterstattung über einen angeblich bald unterschriftsreifen Handelsvertrag mit den Chinesen hält man seit Wochen die Aktienkurse in lichten Höhen. Hinzu kamen in dieser Woche noch überschwängliche Beschäftigungszahlen von 54.000 neuen Jobs, doch 41.000 davon resultierten lediglich durch die Rückkehr der Arbeiter von General Motors an ihren alten Arbeitsplatz, welcher nicht etwa neu geschaffen, sondern durch den Streik sogar noch aufs Spiel gesetzt wurde. An der Börse selbst sorgte Apple seit längerer Zeit für eine Verzerrung der Börsenrealität, weil dieses Unternehmen mit seiner gigantischen Portokasse alle nur erhältlichen Apple-Aktien am Markt aufkauft und dadurch die Kurse nach oben treibt. Trotz aller Manipulationen fing der Volatilitätsindex VIX in dieser Woche beinahe Feuer und zündete diese wacklige Börsenhütte fast an. Während die Kurse an der Wall Street trotz aller Turbulenzen auf dem Niveau zur Börseneröffnung am Montag gehalten werden konnten, ließ sich der VIX nicht mehr völlig unterdrücken. Er befindet immer dann im Aufwind, wenn sich der Markt dreht. Spätestens wenn auch der letzte nicht intelligente Computer realisiert, dass es kein neues Handelsabkommen mit China geben wird, werden die Kurse ordentlich purzeln. China fordert vor einer vertraglichen Einigung mit den USA, dass die amerikanischen Zölle zuvor verringert werden. Das ist raffiniert und käme einer Niederlage von Trump gleich. Das wird es deshalb vor der Präsidentschaftswahl in den USA sicherlich nicht geben.

Außerdem verringert sich gerade das US-Handelsdefizit, was alle Ökonomiker (das sind Komiker im Gewand eines Ökonomen) zuvor bezweifelten. Der Druck auf China wird also bleiben, weil die USA das aufstrebende China unterwerfen möchten. Doch das hätte man besser auch schon vor 20 Jahren machen sollen, als es noch möglich war. China hat inzwischen eine Wirtschaftsdynamik entwickelt, welche es unabhängig werden lassen kann. Richtig spannend wird der Wirtschaftskrieg mit China Mitte Dezember und man kann davon ausgehen, dass China seinen langfristig eingeschlagenen Weg mit der neuen Seidenstraße weiter erfolgreich beschreiten wird. Er ist gesamtwirtschaftlich der einzig sinnvolle Weg und vom aktuellen System her gesehen, ist das westliche Finanzsystem in der klar unterlegenen Position. Aufgrund der aktuellen chinesischen Bankenkrise wird man wohl ohnehin die Notbremse im nächsten Jahr ziehen und eine Währungsreform durchführen müssen. Man wird sich auf jeden Fall vom Dollar abwenden und sich auf den heimischen Markt sowie die neue Seidenstraße konzentrieren. Das bringt zunächst die EU und dann auch die USA wirtschaftlich zum Einsturz. Die USA werden sich nach dem zweiten Bürgerkrieg wieder neu erfinden, aber was wird aus uns? Weder China noch gar die USA benötigen ein völlig abgewracktes kleines Land in der Mitte Europas.

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