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Die Weltwirtschaft kühlt sich weiter ab

Auch wenn die Zahlen vom Statistischen Bundesamt auf den ersten Blick positiv aussehen, weil sich die Auftragseingänge vom Dezember auf den Januar in Deutschland erhöhten, waren sie dennoch niedriger als ein Jahr zuvor im Januar 2018. Die Schätzungen von Eurostat für ganz Europa folgen diesem Trend, was einen nicht überrascht. Schließlich war Deutschland die Lokomotive in Europa. Die Industrieproduktion im Zeitraum November bis Januar hat sich verringert und sich in etwa den schlechtesten Werten aus dem Zeitraum 2012 bis 2013 angenähert. Damals kam es zu einer Rezession, welche bei uns jedoch von den Leitmedien verschwiegen wurde, weil wir uns angeblich nach 2008 in einem langen und gigantischen Boom befanden. Auch Mario Draghi von der EZB (Europäische Zentralbank) sprach noch bis Oktober 2018 von einem Aufschwung, obwohl der wirtschaftliche Wendepunkt bereits im Dezember 2017 eintrat und ab dem Mai 2018 nicht mehr zu übersehen war. Wenn deshalb in unseren Leitmedien wie immer in solchen Krisen von einer plötzlichen Eintrübung berichtet wird, dann stimmt das wieder einmal nicht. Außerdem betraf es nicht nur Europa, sondern die gesamte Weltwirtschaft, welche durch die Zentralbanken zu einer einheitlichen konjunkturellen Entwicklung gezwungen wurde.

Auch das scheinbar bessere wirtschaftliche Abschneiden der USA war nur eine Fata Morgana. Die Wirtschaft in den USA ging ebenfalls zurück, wurde aber die gestiegene Ölförderung der Amerikaner in Kombination mit einem hohen Ölpreis übertüncht. Denn auch in den USA kam es zu einer industriellen Erosion, sonst hätte man keinen Handelskrieg mit China anfangen müssen. Die Vereinigten Staaten erschienen nur deshalb so stark, weil die Wirtschaft rund um die Ölquellen die industriellen Defizite überschattete. Erst in den letzten drei Monaten sank auch die Wirtschaftsleistung in den USA nach Monaten der Stagnation. In Deutschland ist das aber schon seit 9 Monaten der Fall. In der Konsumgüterproduktion herrschte in den USA ebenfalls seit dem Mai 2018 eine Flaute. Die ganze Weltwirtschaft hatte sich schließlich Ende Mai 2018 in Richtung Rezession gedreht und bis jetzt ist keine Trendwende erkennbar. Je länger der Abschwung anhält, desto mehr verstärkt er sich erfahrungsgemäß. Noch werden die Warenbestände zwar konstant gehalten und nur die Bestellungen zurückgefahren. Richtig kritisch wird es erst, wenn die Lagerhaltung reduziert wird. Dann bricht entlang der Wertschöpfungskette alles weg und die Arbeitslosigkeit steigt schnell und spürbar an.

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