Die wichtigsten Fakten über 5G

Obwohl man heute über das gut ausgebaute 4G Mobilfunknetz schon einiges machen kann, was man sich vor 10 Jahren noch nicht vorstellen konnte, ist es natürlich noch längst kein Alleskönner. Es ist deshalb durchaus möglich, dass unterwegs mitten in einem Facetime-Video-Telefonat das bewegte Bild plötzlich einfrieren kann. Aber auch damit kann man leben, wenn es nicht gerade um einen Großauftrag ging. Mit 5G soll das zumindest theoretisch nicht mehr passieren, wenn dieser neue Standard überall flächendeckend implementiert ist. Aber bis dahin fließt noch ziemlich viel Wasser den Rhein hinunter.

Die gegenwärtige Euphorie ist zwar längst nicht mehr mit dem UMTS-Hype zur Jahrtausendwende zu vergleichen, aber die Erwartungen wachsen trotzdem wieder einmal schnurstracks in den Himmel hinein. Mit 5G soll man einen Song in 30 Sekunden herunterladen können und deshalb lohnt sich noch einmal ein Blick zurück in die Geschichte der unterschiedlichen G-Netze. Beim ersten G handelte es sich noch um das analoge Mobilfunknetz, welches man sich in der Größe eines Ziegelsteins ans Ohr drücken musste. Erst mit dem zweiten G wurde das Mobilfunknetz digital und bescherte uns CDMA, GSM und TDMA. Mit dem dritten G wurde uns wie bereits erwähnt mit UMTS, EVDO sowie HSPA bereits eine technologische Revolution versprochen, welche bis heute jedoch vollkommen ausblieb. Das vierte G versorgte uns schließlich mit LTE und WiMAX. Und für die wichtigsten Mobilfunk-Applikationen würde das auch weiterhin ausreichen, weil wir in einem WLAN-Netz bereits längst mit 5G arbeiten können.

Weil das 5G-Netzwerk nicht bis in die meisten Gebäude hinein strahlen wird, bleibt dort auch vorerst alles beim alten. 5G ist auch mehr zur Schließung der Lücke außerhalb von Gebäuden und Ortschaften angedacht, also zum Beispiel unterwegs im Auto oder in der Bahn. Auch in der freien Natur ist das ein Arbeiten mit hohen Geschwindigkeiten im Internet möglich, aber ob man damit den erheblichen technischen Mehraufwand rechtfertigen kann, wage ich zu bezweifeln. Und damit kommen wir zu den klaren Nachteilen von 5G und das ist die enorme Strahlung außerhalb der eigenen vier Wände. Diese Strahlung ist äußerst schädlich für unsere Gesundheit und bei einer Abdeckung der wichtigsten Flächen in ganz Deutschland, künftig eine konstante körperliche Beeinträchtigung. Wirklich damit arbeiten wird damit im Sommer am Baggersee doch in der Realität keiner. Und um nur damit ein paar vollkommen verblödete Videos oder Filme in allerbester Qualität auf der Zugspitze anschauen zu können, benötigt kein Mensch ein 5G-Mobilfunknetz.

Bleibt also nur zu hoffen, dass man damit mobile Maschinen wie Lkws oder Autos besser verwalten und damit die Umwelt an anderer Stelle wieder entlasten kann. Aber auch das dürfte nur ein frommer Wunsch bleiben.

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