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Die Zentralbanken ersetzen die fehlende Nachfrage

Die Weltwirtschaft überstand die letzten 10 Jahre nur deshalb, weil die Zentralbanken alle nur erdenklichen Schrottpapiere kauften, für welche sich keine Käufer mehr fanden. Ihren Gesamtwert kann man leicht einschätzen, weil sie niemand mehr haben wollte. Seit der Finanzkrise von 2008 sammelten sich auf diese Weise wertlose Papiere im Wert von ungefähr 13 Billionen Dollar an. Während sie von den Zentralbanken euphemistisch als Vermögenswerte bezeichnet werden, handelt es sich in Wirklichkeit um nichts anderes als Schuldscheine. Und diese Papiere fangen schnell Feuer, wenn das Wirtschaftswachstum unter einen gewissen Wert abfällt. Die Wirtschaft wiederum wächst nur dann, wenn die Produktionsströme den Bedürfnissen der Konsumenten folgen, was dank der Aktivitäten der Zentralbanken nicht der Fall ist. Die Marktverzerrungen der Zentralbanken lenkte die Produktion wie in einer kommunistischen Planwirtschaft in völlig falsche Bahnen. Es wurde gebaut, was die Betonmischer hergegeben haben und trotzdem herrscht eine angebliche Wohnungsnot. Es wurden also ganz klar die falschen Gebäude errichtet, nämlich zu teure Wohnungen und nicht bezahlbarer Wohnraum. Außerdem muss die Produktion von Waren und Dienstleistungen mit Energie versorgt werden und das ist in unseren Breiten noch immer das Öl. Aber auch dieser Markt befindet sich aufgrund einer sich seit langem abzeichnenden Energiekrise bei den fossilen Brennstoffen in einem tief greifenden Wandel.

Es gibt zwar noch ausreichend Ölreserven, aber diese sind immer schwieriger und damit teurer zu erreichen. Außerdem lässt die Qualität des geförderten Öls ständig nach. Man muss immer mehr Energie in Form von Öl investieren, um neues Öl zu gewinnen. Dieses Verhältnis nennt man ROI oder Return On Investment und in diesem speziellen Fall den EROI d.h. Energy Return On Investment. Je mehr man investieren muss, um die gleiche Menge zu gewinnen, desto unrentabler wird es. Wenn man zum Beispiel 0,8 Liter investieren muss, um 1 Liter zu fördern, dann lohnt sich dieses System nicht mehr und die oben beschriebenen Schrottpapiere fliegen uns um die Ohren. Sie müssten dann komplett abgeschrieben werden und das wirtschaftliche Kartenhaus würde in sich zusammenfallen. Dieses beeindruckende Ereignis steht uns in naher Zukunft leider ins Haus und deshalb sollte man sich damit befassen.

Einige Schlagzeilen in der Fachpresse deuten heute bereits darauf hin:

Die Wallstreet verliert das Vertrauen in die Schieferöl-Industrie

Das Ghawar Ölfeld der saudi-arabischen Firma Aramco fördert 1,2 Millionen Fässer weniger pro Tag als erwartet.

Fällt der nächste Dominostein im Ölgeschäft? Muss Mexiko bald wieder Öl importieren?

Die Quellen des Schieferöls versiegen weitaus schneller als erwartet, findet zum Beispiel das Wall Street Journal heraus

Das Blutbad in der Schieferöl-Industrie setzt sich fort und das Schlimmste steht uns noch bevor

Die Schieferöl-Industrie sieht sich einem großen Schuldenberg gegenüber und

Exxonmobil reitet sich mit seinem Schieferöl-Geschäft in eine hausgemachte Krise hinein.

Wie man leicht erkennt, drehen sich die meisten Artikel um das Schieferöl. 80 % des Wachstums der weltweiten Ölproduktion kamen aus der Förderung von Schieferöl in den USA und dem Ölsand Kanadas. Die US-Schieferölförderung nahm seit 2008 um mehr als 7 Millionen Fass pro Tag zu, d.h. einer Zunahme von ursprünglich 500.000 Fass auf erstaunliche 7,5 Millionen Fass pro Tag. Doch diese Branche leidet unter einem altbekannten Problem, und zwar dem, dass man wie immer seinen Investoren zu viel versprach. Die Schieferöl-Quellen, insbesondere die mit Fracking betriebenen Felder, versiegen schneller als ursprünglich geplant. Doch diese Tatsache wird von den Betreibern noch immer verschwiegen. Um den Rückgang auszugleichen, benötigt man mehr Geld zur Erschließung neuer Schieferöl-Quellen, welches die Anleger gar nicht begeistern dürfte. Die gleichen finanziellen Erfahrungen machen derzeit auch die alten Ölkonzerne wie zum Beispiel EXXONMOBIL, welche ohne darüber nachzudenken viel Geld in ihre Schieferöl-Quellen investierten und sich damit ihre Renditen kaputt machten. Man wollte an einem Boom partizipieren, welcher in Wahrheit gar keiner war.

Interessent ist auch eine genauere Betrachtung der Geschichte der Ölförderung in den USA. Sie stieg von 1920 bis 1970 kontinuierlich an und es war damit wieder einmal eine Lüge, dass die Araber für die Ölkrise von 1972/73 verantwortlich waren. Es war vielmehr der dramatische Rückgang der Ölförderung in den USA bis 1976, welche das Land in eine tiefe Krise stürzte. Man musste plötzlich während des Vietnamkriegs wieder Öl importieren und das reduzierte den Wohlstand im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Am 15. August 1971 mussten die USA ihren Goldstandard aufgeben und vollkommen auf Pump leben. Erst von 1976 bis 1987 nahm die US-Ölförderung wieder leicht zu, um dann in die nächste Krise von 2006 abzurutschen. Danach fand der unrentable Boom mit dem Schieferöl statt, welcher 2017 sogar über das Niveau der Ölförderung von 1970 hinaus schoss. Wenn demnächst die neuen Kredite ausbleiben und der Ölpreis gleichzeitig wieder abstürzt, dann ist dieser Ofen ziemlich schnell aus. Und zwar für sehr lange Zeit. Beides steht unmittelbar bevor, weil auch der Ölpreis nur auf den ausdrücklichen Wunsch der Araber erhöht wurde.

Die Zentralbanken ziehen hinter den Kulissen an den Fäden der Marionetten und sorgen für die längst nicht mehr vorhandene Nachfrage in allen Bereichen. Auch der Ölpreis wird nur durch den Kauf großer Mengen nach oben getrieben. Der Verbrauch ist konjunkturell bedingt rückläufig und deshalb müsste der Ölpreis sensationell niedrig sein. Wenn dann wieder alle Lagerstätten für Öl aufgefüllt sind, bricht er bald wieder ein. 2008 waren die Schulden der Zentralbanken noch mit 8 % durch Gold gedeckt. Heute sind sie nur noch durch 6,4 % Gold gedeckt und dieses Verhältnis nimmt weiter ab. Das behindert das Geschäftsmodell der Zentralbanken aber noch nicht, weil die fehlenden 93,6 % Gold der Bevölkerung bei einer anstehenden Währungsreform abgeknöpft werden. Man verschuldet sich also noch solange, bis das Vermögen der einzelnen Länder aufgebraucht ist. Das deutsche Vermögen wurde zum Beispiel in Deutschland durch den ESM im Jahr 2012 verpfändet und deshalb kommt bald der Gerichtsvollzieher an Ihre Türe, um die Vollstreckung vorzunehmen.

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