Privacy Policy Die Zentralbanken machen Stimmung gegen die Kryptowährungen | AG News

Die Zentralbanken machen Stimmung gegen die Kryptowährungen

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Am 16. Juli 2019: In den USA wurde gestern ein Gesetzesentwurf bekannt, welcher es großen Internetplattformen wie Facebook verbietet, eigene Währungen wie die Libra herauszubringen. Ob dieser Entwurf aber jemals zum Gesetz wird, muss man erst noch sehen. Aber es war klar, dass die Zentralbanken ihr Geldmonopol verteidigen würden. Das hätte eigentlich auch ein Mark Zuckerberg wissen müssen. Außerdem beendet es hoffentlich endlich die Verschwörungstheorien, dass die Kryptowährungen eine Erfindung der Zentralbanken wären. Das genaue Gegenteil ist der Fall und die Kryptowährungen sind auf ihrem Siegeszug gegen die Zentralbanken auch nicht mehr zu stoppen. Wir befinden uns am Ende des letzten Kreditzyklus des alten Finanzsystems, welches vermutlich im nächsten Jahr nur noch in den Büchern der jüngeren Wirtschaftsgeschichte anzutreffen ist.

Damit kommen wir zu den trostlosen internationalen Aktienmärkten, welche völlig ziellos einem Crash im Herbst zustreben:

Trotz oder vielleicht gerade wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation in China stiegen gestern die technologielastigen Aktien im Chinext deutlich an. Das ist an Skurrilität kaum noch zu überbieten. Denn die ohnehin schon schlechten Wirtschaftsdaten aus China sind auch noch gefälscht. Das erkennt man zum Beispiel am chinesischen Automobilmarkt, in welchem eine staatliche Instanz eine ganze Automobilflotte zusammenkaufte, um den Automobilabsatz etwas besser aussehen zu lassen. Selbst in Europa stiegen die Aktien nach einem schwachen Start zum Börsenbeginn etwas an. In den USA führte die Nasdaq das Feld der amerikanischen Aktien an. Beim Dow und dem S&P 500 tat sich bis kurz vor Börsenschluss nichts, ehe beide jäh nach oben gezogen wurden. Nur die kleinen Aktientitel hinkten weiter hinterher. Weil ein Aufschwung bei den kleinen Aktientiteln ausfiel, sollte man sich ernsthafte Gedanken über die Nachhaltigkeit dieses Aufschwungs machen. Eigentlich müsste es in allen Segmenten des amerikanischen Aktienmarktes boomen, aber natürlich nicht bei jeder einzelnen Aktie. Man sollte die kleinen Aktientitel deshalb als Frühindikatoren ansehen. Schließlich müsste der Handelskrieg mit China die großen amerikanischen Aktienunternehmen härter treffen als die kleinen, welche sich vorwiegend auf dem heimischen Markt betätigen und damit vom Ausland weitaus unabhängiger sind. Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass etwas mit der Liquidität nicht mehr stimmt. Ein weiteres Indiz für eine schlechtere Liquidität der US-Unternehmen ist ferner die relative Schwäche der hochverzinslichen Unternehmensanleihen. Sollte sich die Liquidität weiter verschlechtern, dann ist der Ofen ziemlich bald aus.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen hat sich vom Gemetzel am letzten Wochenende noch lange nicht erholt und steht heute bei 287 Milliarden Dollar und damit wieder unter der 300 Milliarden-Dollar-Grenze. Der Bitcoin kostet heute 10.737 Dollar und sein Marktanteil stieg auf 66,5 % an. Die negativen Aussagen des amerikanischen Finanzministers Steve Mnuchin und die von Präsident Donald Trump waren gestern ein Teil der besagten Kampagne gegen Kryptowährungen, welche deren Kurse gestern aber nicht in Mitleidenschaft zogen. Der Silberpreis stieg auf 441 Euro pro Kilo an und Gold blieb bei 1.413 Dollar pro Unze ziemlich unverändert. Beide Edelmetalle müssen noch weiter ansteigen, bevor auch sie eine große Krise ankündigen. Das wird dann aber sprungweise erfolgen und erst ab Ende August. Der WTI-Ölpreis scheint mit 59,47 Dollar pro Fass bei 60 Dollar eine Widerstandslinie gefunden zu haben. An den Tankstellen hier in Süddeutschland kann man sich jedenfalls noch immer an leicht günstigeren Benzinpreisen erfreuen, bis die CO2-Steuer zuschlägt. Ich rechne aber nicht mehr damit, weil die Krise vorher zuschlagen wird.

Die EU stimmte den Sanktionen gegen die Türkei zu, welche in der Nähe von Zypern umstrittene Bohrungen im Mittelmeer nach Erdöl und Erdgas durchführt. Der globale Schuldenstand erreichte mit 246 Billionen Dollar oder 320 % vom Bruttosozialprodukt einen neuen Höchststand. Interessant ist, dass die Schwellenländer sich ab der Mitte der neunziger Jahre sehr stark und dann noch einmal im Gefolge der ersten Finanzkrise verschuldeten. Ab 2015 übernahmen dann wieder die Industriestaaten die Führung in der Neuverschuldung bis zum heutigen Tag. Um den Laden am Laufen zu halten haben wir uns in Deutschland seit Mitte der sechziger Jahre nur durch immer neue Schulden wirtschaftlich über Wasser gehalten. Das sind jetzt über 50 Jahre und dieser Staudamm der Schulden bricht gerade. Doch die Stimmung im Land ist noch sehr gut. Ob dies auch Ende August noch der Fall sein wird, werden wir bald sehen. Man kann sich nicht ewig verschulden, insbesondere wenn das dafür notwendige Wirtschaftswachstum ausbleibt. Weil der Bogen restlos überspannt wurde, kann er jetzt jederzeit brechen. Die nächste Krise kommt also sehr rasch und mit brachialer Gewalt um die Ecke.

Die amerikanische Luftwaffe will ihre Area 51 verteidigen, falls die amerikanische Facebook-Gruppe zum Sturm auf diese Basis anrücken sollte. Aber das war nur ein Witz und außer der US-Airforce haben das fast alle verstanden. Die Speditionskrise in den USA hatte gestern in Kalifornien die kleine Spedition Timmerman Starlite Trucking Inc. mangels Aufträgen in den Abgrund gezogen. Wenige Tage zuvor schloss die etwas größere Spedition LME in Minnesota und das ist erst der Auftakt in dieser Branche.

Last but not least:

Jeffrey Epstein gab an, dass er 559 Millionen Dollar reich, aber damit gar kein Milliardär ist. Davon hält er 56,5 Millionen Dollar als Bargeld, welches den täglichen Einkauf ungemein erleichtert und keine kurzfristigen Wünsche unerfüllt lässt.

 

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