Privacy Policy Donald Trump gibt dem WTI-Ölpreis eins auf die Glocke – AG News

Donald Trump gibt dem WTI-Ölpreis eins auf die Glocke

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Der WTI-Ölpreis arbeitete sich seit seinen Tiefständen zum Jahresende wieder langsam nach oben und hatte einige Zeit mit der Überwindung der Widerstandslinie bei 54 Dollar pro Fass zu kämpfen. In den letzten Tagen erreichte er wieder die 57 Dollar pro Fass und das war für Donald Trump scheinbar ein zu hoher Ölpreis. Deshalb manipulierte er ihn heute mit einem Tweet wieder auf 55,87 Dollar zurück.

Die OPEC und die von diesem Kartell unabhängigen Ölförderer wie zum Beispiel Russland hatten sich im Dezember 2018 in Wien darauf geeinigt, den Ausstoß zu drosseln, und zwar im ersten Halbjahr 2019 um insgesamt 1,2 Millionen Fass pro Tag. 800.000 Fass entfielen dabei auf die OPEC und 400.000 auf die Gruppe um Russland. Weil die weltweite Nachfrage nach Erdöl in letzter Zeit sinkt, klappte diese Preissenkung heute auf Anhieb. Der WTI-Ölpreis ging heute direkt nach dem Tweet steil nach unten und weil die USA inzwischen wieder vom Ölimport unabhängig sind, kann man dies auch als einen Angriff auf die OPEC und Russland ansehen.

Die Ölförderung wird heute immer teurer, weil die Erdölvorräte immer schwieriger zu erreichen sind. Außerdem nimmt ihre Ölqualität immer mehr ab, d.h. unterhalb einer bestimmten Preisschwelle wird es für die Ölförderländer finanziell problematisch, weil sie damit dann kein Geld mehr verdienen können. In Saudi-Arabien liegt diese Schwelle scheinbar am niedrigsten und oberhalb von 50 Dollar operieren alle noch im grünen Bereich. Es dürfte deshalb in nächster Zeit relativ schwierig werden, die früheren Preise von 75 Dollar pro Fass wieder zu erreichen. Donald Trump tat dies vermutlich auch deshalb, um bei den Autofahrern in den USA Eindruck zu schinden, weil der nächste Wahlkampf schon wieder begonnen hat.

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