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Dritter Tag der Liquiditätskrise in den USA

Am 19: September 2019: Die amerikanische Zentralbank FED kündigte die dritte Repo Operation für den heutigen Tag an, weil sich die Liquiditätskrise in den USA in der Form einer überhöhten Overnight Repo Rate selbst nach der zweiten Repo-Operation noch nicht lösen ließ. Die FED hat erstmals seit der letzten Finanzkrise am vergangenen Dienstag ihren Einfluss auf die effektiven Zinsen in den USA verloren und sitzt damit wieder ohne Steuerknüppel im Cockpit eines Großraumflugzeugs in großer Höhe. Die Passagiere und damit meine ich die gesamte Bevölkerung gibt sich trotzdem noch sehr ruhig, weil sie nichts davon mitbekommen hat. Selbst auf der gestrigen Pressekonferenz der FED wurde dieses Thema ausgespart, was bedeutet, dass man noch keine überzeugende Lösung gefunden hat. Auch die Leitmedien schweigen zu diesem Vorfall beredt, welcher später vielleicht einmal als ein ominöser schwarzer Schwan verkauft wird.

 

Jedenfalls handelt es sich um eine sehr ernste Angelegenheit, welche nicht mehr lange geheimgehalten werden kann. Wie man bereits an den ersten beiden Tagen dieses Debakels unter den Reaktionen der betroffenen Händler unschwer erkennen konnte, würde jede unbedachte Äußerung einer ranghohen Persönlichkeit in kürzester Zeit eine Panik auslösen. Gleiches geschieht aber auch in immer höherer täglicher Wahrscheinlichkeit, wenn dieser Zinssatz nicht bald wieder zur Ruhe kommt. Kommt es also heute oder morgen nicht zu einer richtigen Entspannung an dieser Front, dann können die Zentralbankiers am nächsten Wochenende Überstunden machen und am Montag könnten die einschlägig bekannten Mundwinkel der Kanzlerin wieder einen Tiefpunkt erreichen.

 

Die FEDEX-Aktie schmierte gestern um 12 % an der Wall Street ab und zeigt damit ganz klar eine schwere Wirtschaftskrise hin. Wird weniger gekauft, dann wird auch weniger produziert bzw. ausgeliefert. Weil sich diesbezüglich ohne einen Währungsschnitt oder eine Währungsreform nichts mehr tut, ist die Lage für die Bevölkerung sehr schlecht. Denn sie muss diese Wirtschaftskrise finanziell stemmen. Konjunkturprogramme oder Zinssenkungen kann man vergessen, weil sie bis zum Anschlag ausgereizt wurden. Die Weltwirtschaft benötigt frisches Kapital und dies ist in Maßen nur noch bei der Bevölkerung zu holen. Die gesamten Ersparnisse und Renten werden von diesem Monster komplett verschlungen. Erst mit einer neuen Währung und leeren Bankkonten wird vielleicht wieder in die Hände gespuckt und gearbeitet. Eventuell wird aber auch erst einmal reiner Tisch gemacht und die Verantwortlichen dieser Misswirtschaft bestraft. Irgendwo zwischen diesen beiden Extremen wird man sich wohl einig werden und der nächste Aufschwung kann beginnen.

 

Microsoft kündigte gestern einen Aktienrückkauf in Höhe von 40 Milliarden Dollar an, weil man mit dem alten Finanzsystem reich wurde und es noch gerne länger am Leben halten würde. Dieses Unternehmen hat zwar noch immer die größte Marktkapitalisierung mit über einer Billion Dollar auf dieser Welt, aber selbst mit 40 Milliarden Dollar kann man inzwischen nicht einmal mehr die Overnight Repo Rate für einen Tag lang richtig abkühlen.

 

Bei den Kryptowährungen schlug wieder der Blitz in das Kontor ein. Sie stürzten auf die untere Widerstandslinie von 262 Milliarden Dollar ab. Der Bitcoin kostet nur noch 9.893 Dollar. Auch beim Silber gab es eines auf die Mütze. Silber landete bei 515 Euro pro Kilo und Gold bei 1.495 Dollar pro Unze. Der WTI-Ölpreis blieb bei 58,17 Dollar hängen und nähert sich damit wieder ganz langsam seinem alten Preis. Die ganze Aktion am Wochenende mit dem Angriff auf Saudi-Arabien hat sich also wieder einmal nicht für den Ölpreis gelohnt. Was wird wohl jetzt noch veranstalten, um den Ölpreis in die Stratosphäre zu schießen? Nützen wird es trotzdem nichts, weil er einfach nicht mehr mitspielen wird. Auch die besten Tricks verlieren irgendwann ihre Wirkung, weil sich die wirtschaftlichen Zusammenhänge verändert haben. Außerdem sollte man immer noch bedenken, dass auch in China jederzeit die Suppe in deren Bankenkrise überkochen und damit den Super-GAU auslösen könnte.

Nachtrag um 15:45 Uhr: Auch am dritten Tag läuft die Zähmung der amerikanischen Overnight Repo Rate durch die Zentralbank FED komplett aus dem Ruder. Es wird deshalb langsam brenzlig.

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