Privacy Policy Ein Aktiencrash befindet sich im Anmarsch | AG News

Ein Aktiencrash befindet sich im Anmarsch

Am 2. August 2019: An die nächsten 4 bis 6 Wochen werden Sie sich noch ihr ganzes Leben lang erinnern, weil es sich in diesem Zeitraum entscheidend änderte. Es schließt sich damit ein Kreis, welcher im 17. Jahrhundert begonnen wurde und sich jetzt seine Bahn bricht. Die gesamte Gesellschaft entfernte sich aufgrund einiger weniger Verbrecher derart weit von ihrer natürlichen Ordnung, dass es einer sehr langen Zeit bedarf, um das wieder auszugleichen. Sie werden es deshalb schlicht und ergreifend nicht mehr erleben, weil Ihre Lebenserwartung vom Zustand der Wirtschaft sowie der damit einhergehenden Umweltverschmutzung abhängt. Im Verlauf der letzten hundert Artikel habe ich darüber geschrieben, dass es sich um eine gesteuerte Krise handelt, weil kein Mensch in die Zukunft blicken kann. Es ist aber relativ einfach, anhand der Wirtschaftsgeschichte sich ständig wiederholende Muster wie Tag und Nacht vorherzusagen. Um nichts anderes handelt es sich auch in diesem Fall. Es war vorhersehbar und retten hätte sein Vermögen in Sicherheit bringen können.

Die Bank of England (die zweite Zentralbank der Welt) hält ihre Zinsen zumindest vorerst noch konstant, obwohl das britische Pfund wieder einmal wegen der Austrittsgerüchte aus der EU abstürzt. Man rechnet also mit keinem Austritt der Briten aus der EU, weil Großbritannien ganz andere Probleme hat. Der Austritt der Briten ist in erster Linie ein finanzielles Problem für die EU und deshalb treten sie vermutlich erst nach dem Untergang der EU aus. China kauft in den USA aktuell so geringe Mengen an Sojabohnen ein, wie zuletzt im Jahr 2004. Das übt einen weiteren Druck auf die finanziell arg bedrängten Farmer aus. Die Industrieproduktion in den USA erlebte ihren schärfsten Einbruch seit 2009 und auch dies ist kein Zufall. Diese Branche stellt künftig keine neuen Mitarbeiter mehr ein und deshalb wird auch die Beschäftigung in den USA schon bald zurückgehen. Inzwischen ist ein Aktiencrash im September mit Auswirkungen wie seinerzeit bei Lehmann Brothers aufgrund der aktuellen Konstellationen in vielen wirtschaftlichen Sektoren im Bereich des Möglichen. Bislang konnte dies von den Zentralbanken durch Tricks vermieden werden, aber damit ist jetzt Schluss.

Donald Trump erkannte scheinbar gestern, dass er lediglich China durch neue Zölle weiter destabilisieren muss, um seine geforderten Zinssenkungen zu erhalten. Dass er sich damit aber mittelfristig selbst schädigt, kommt ihm nicht in den Sinn. Aber Sie werden bald am eigenen Leib spüren, was es heißt, in aussichtslosen Situationen noch den Überblick zu bewahren. Jedenfalls stiegen gestern die Wetten auf eine Zinssenkung im September von 61 auf 95 %. Nach einem Börsencrash werden sie noch viel früher kommen und wie Brandbeschleuniger das Kartenhaus noch schneller in Rauch aufgehen zu lassen. Die schlechten Produktionszahlen vom amerikanischen ISM und der Rückgang im Baugewerbe ließ das völlig pervertierte aktuelle Finanzsystem mit einem Anstieg der US-Staatsanleihen und Aktien reagieren, obwohl es sich genau umgekehrt verhalten müsste. Wenn Sie also glauben, sich bei Atemnot noch eine Plastiktüte über den Kopf ziehen zu müssen, dann können Sie bald auf dem größten bisherigen Treffen Ihrer Familie im Jenseits die Ahnenreihe durch den Aufruf der Anwesenden persönlich vervollständigen. Trump schickte jedenfalls mit seiner Ankündigung neuer Zölle die Aktien, den Yuan, das Öl und die Staatsanleihen in den Keller. Das hatte er ganz bestimmt auch nicht vor. Die FANG-Aktien (Facebook etc.) erwischte es gestern eiskalt und der bislang im Wachkoma gehaltene Volatilitätsindex VIX ging bis auf den Wert von 19 hinauf, um demnächst ein weiteres Erdbeben auszulösen. Die Kreditmärkte wurden gestern regelrecht gefaltet und die Schere zwischen Aktien und Staatsanleihen verringerte sich leicht. Sollten Sie zufällig einmal ein Rezept für einen Aktienkrach finden, dann handelt sich hierbei um die richtigen Zutaten. Die Zinsen der wichtigen 10-jährigen US-Staatsanleihen erreichten gestern ihren bislang tiefsten Wert seit der Wahl von Donald Trump. Der Dollar stürzte wieder ab, nachdem er bereits in den Schwellenländern die Welle machte und der Yuan geriet regelrechte unter eine Dampfwalze. Gold war der große Gewinner und der Bitcoin kam wieder über die 10.000 Dollar hinaus. Bislang kam es scheinbar nur einmal vor, dass der Aktienmarkt am ersten Tag nach einer Zinssenkung abschmierte und das war im Oktober 1987. Das hört sich einfach alles nicht gut an, egal wie man es dreht und wendet.

Donald Trump ignorierte scheinbar den Rat seines Finanzministers Steve Mnuchin und warnte die platten Chinesen nicht vor, bevor es mit der neuen Runde der geplanten Zölle in Höhe von 10 % auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar voll eine auf die zwölf gab. Aus gutem Grund, weil Mnuchin ein Verbündeter der Zentralbank Federal Reserve ist. Die Demonstranten in Hongkong nutzten scheinbar Laserpointer, um die Gesichtserkennungssysteme der Chinesen zu stören und in dieser Gemengelage könnte es am kommenden Sonntag sehr kritisch werden. Nach dem schlechten Start der Demokraten in den USA in den nächsten Präsidentschaftswahlkampf gibt es anscheinend erste Bemühungen zur Reaktivierung radioaktiven Allzweckwaffe Michelle Obama. Damit könnten sich die Demokraten noch weit vor dem eigentlichen Wahlkampf aus dem Rennen verabschieden. Und weil langsam allen der Kittel brennt, eröffnete Japan eine zweite Front im Handelskrieg, indem es Südkorea von seiner Liste der bevorzugten Handelspartner strich. Im schrumpfenden globalen Smartphone-Markt wurde Apple durch das bedrängte Unternehmen Huawei vom zweiten Platz verdrängt und wird damit nach der großen Krise noch weiter oben auf dem Siegertreppchen stehen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Am 3. August 2019: Die gesamte Ertragskurve aller deutschen Staatsanleihen befindet sich nun im negativen Bereich der Verzinsung. Man kann damit also kein Geld mehr verdienen. Die zehnjährigen Bundesanleihen verzinsen sich jetzt mit minus 0,503 %, also sogar noch etwas weniger als der Leitzins der EZB mit minus 0,4 %. Das wird absehbar zu einem großen Problem, weil eine weitere langfristige Neuverschuldung des Bundes damit unmöglich gemacht wird. Doch nur die permanente Neuverschuldung hielt den Laden seit Jahrzehnten noch zusammen. Das Handelsdefizit der USA mit China fiel zu Beginn des Jahres planmäßig ab, bis es im Juni wieder dramatisch anstieg. Die Abhängigkeit der USA von China ist mittlerweile einfach zu groß. So etwas kann man nur über viele Jahre hinweg wieder abbauen und nicht kurzfristig. Der Stress mit China wird erheblich zunehmen, weil ein chinesisches UN-Mitglied nach der neuerlichen Runde im Handelskrieg warnte, dass man kämpfen werde. Auch und gerade um Hongkong.

Die Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten:

Nachdem Jerome Powell in dieser Woche ans Mikrofon getreten war, sind die US-Staatsanleihen und Goldbarren nachgefragt worden, weil er weiter an Vertrauen in der Wirtschaft verlor. Der Dollar blieb über die Woche betrachtet praktisch unverändert und die Aktien fielen zum Leidwesen von Donald Trump wie noch nie in diesem Jahr. In China gingen die Aktien in den letzten drei Tagen eindeutig südwärts. Die großen chinesischen Aktientitel litten am meisten und die Technologietitel am wenigsten. Die europäischen Aktien stürzten gestern regelrecht ab, allen voran die deutschen und die französischen.  Auch die europäischen Bankaktien erreichten die Tiefstwerte vom Juni 2016 (dem Monat des EU-Referendums der Briten). In den USA hatten wir es mit dem schlimmsten 3-Tagesverlust am Aktienmarkt seit Heiligabend 2018 zu tun und mit der schlechtesten Woche in diesem Jahr. Die Nasdaq war der große Verlierer der Woche an den US-Börsen und der Dow konnte sich noch am besten von den großen Indizes halten. Aber sie erreichten alle ihre kritischen Werte nach unten und der Volatilitätsindex VIX schnappte auf den Wert von 20 hinauf und löste damit die nächste Kaskade aus. Auch in den USA ging es den Bankaktien sehr schlecht. Der Abstand zwischen den US-Aktien und den US-Staatsanleihen ist weiterhin sehr groß. Auch in den Währungsmärkten der Schwellenländer kam durch den Anstieg des Dollars die vergessene Währungskrise wieder in Erinnerung. Die Türkei konnte sich dabei noch erstaunlich gut halten. Kupfer ging es in dieser Woche weiterhin sehr schlecht und damit der gesamten Weltwirtschaft.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen taute in dieser Woche bei 292 Milliarden Dollar wieder auf. Der Bitcoin schaffte es auf 10.865 Dollar hinauf und das bei einem Marktanteil von 66,4 %. Silber musste mit 468 Euro pro Kilo wieder einiges einstecken und  Gold war mit 1.440 Dollar pro Unze der große Gewinner der beiden. Der WTI-Ölpreis blieb bei 55,33 Dollar vor dem Wochenende stehen und sorgte an meiner Tankstellen am Abend für längere Wartezeiten.

Wir befinden uns vor dem großen Absturz und die sich negativ verzinsende Schuldenlast überschritt in dieser Woche die Marke von 14 Billionen Dollar. Die negativen Zinsen verschlingen das Kapital und das wird so nicht mehr lange weitergehen.

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