Privacy Policy Ein Blick hinter die Kulissen der Krise in Venezuela – AG News

Ein Blick hinter die Kulissen der Krise in Venezuela

Advertisements

Das Muster der amerikanischen Raubwirtschaft ist immer identisch. Man sucht sich zunächst ein lukratives Opfer heraus und saugt es dann genüsslich aus. Militärisch sind die USA schon längst keine Supermacht mehr. Ich konnte das Ende der siebziger Jahre hautnah erleben, als ich ein Jahr im Rahmen meiner Wehrpflicht bei der Bundeswehr für die US-Army tätig war. Drei Jahre nach dem Ende des Vietnam-Kriegs war das eine völlig demoralisierte und geschlagene Armee. Der Unterschied zwischen der Realität und den Hollywood-Filmen hätte nicht größer sein können. Daran hat sich bis heute nichts mehr geändert. Die USA sind heute nicht einmal mehr in der Lage irgendwo auf der Welt auch nur eine Kleinstadt mit Waffengewalt zu erobern.

Die Vereinigten Staaten sind eine leere Hülle, welche ohne das System der Zentralbanken im Hintergrund keinerlei Macht besäße. Sie erpressen Staaten wie Venezuela oder die Türkei mit ihrem Finanzsystem. Das ist kostengünstiger und effizienter als jeder Krieg. Deshalb braucht man sich keinerlei Sorgen über einen dritten Weltkrieg zu machen. Das sind alles nur leere Drohungen eines Todkranken, welcher sich nur noch mit großer Mühe auf den Beinen halten kann. Der venezolanische Bolivar wurde systematisch entwertet (das steht uns mit dem Euro auch noch bevor) und der intensive Drogenhandel im Nachbarland Kolumbien sein Übriges. Kolumbien wurde mit US-Dollars im Drogenhandel regelrecht geflutet und seine 100 Wechselstuben an der Grenze zu Venezuela waren nichts anderes als eine große Geldwaschanlage, um den venezolanischen Bolivar zu verwässern. Dies ist ihnen gelungen, doch Venezuela ist nicht einfach zu erobern.

Im Gegensatz zu vielen anderen südamerikanischen Ländern wie zum Beispiel Brasilien ist selbst heute die Armut im Straßenbild Venezuelas nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Das liegt an den in unseren Leitmedien viel gescholtenen letzten beiden Regierungschefs. Vor der Machtübernahme von Hugo Chavez gab es in Venezuela noch eine Armutsrate von 80 %, wovon die Hälfte (40 %) in bitterer Armut lebte. Durch soziale Maßnahmen konnten diese 40 % zunächst auf 27 % gesenkt werden. Vor der Krise war der Anteil der völlig Verarmten sogar auf 6 bis 7 % gesunken, weil alle vom venezolanischen Staat unterstützt wurden. Es war also nicht alles schlecht unter Chavez und Maduro. Dies macht es jetzt für den Gegenspieler Guaido ziemlich schwer.

Ähnlich wie in der Türkei hatte sich der Staat sehr früh direkt in den Handel mit Lebensmitteln eingemischt, um eine Grundversorgung sicherzustellen. In Inflationszeiten steigen die Lebensmittelpreise als erste sehr schnell an und das nachfolgende Horten durch private Händler könnte sehr rasch zu einer Hungersnot durch Verknappung der Waren führen. Die Preise für Wasser, Elektrizität und öffentliche Verkehrsmittel stiegen in den Zeiten der Inflation nur leicht an. Deshalb müssen selbst heute in der Krise in Venezuela weniger Menschen an Hunger leiden, als in vielen anderen Ländern Südamerikas. Das meiste Geld wird in einer solchen Situation erfahrungsgemäß für die Ernährung verwendet. Sie hat oberste Priorität. Fleisch ist heute in Venezuela ganz klar eine Mangelware und deshalb musste man sich das ganze Land auf eine vegetarische Ernährung umstellen. Das Land liegt in den Tropen und deshalb kann sich jeder ganzjährig etwas in seinem Garten anbauen. Während es früher im Straßenbild von Venezuela auch sehr viele übergewichtige Menschen gab, sind sie heute aufgrund der Krise komplett verschwunden. Alle haben 10 bis 15 Kilo abgenommen und auch bei uns wird dies bald der Fall sein.

Venezuela zahlte in den letzten fünf Jahren 70 Milliarden Dollar an Auslandsschulden zurück, welche in der Krise in der Haushaltskasse fehlten. Das war im Nachhinein betrachtet natürlich ein Fehler, aber man wollte ein zuverlässiger Kreditnehmer sein.

Der von unseren Leitmedien ernannte Präsident Guaido lebt mit seiner Familie in einem Luxushotel und wird von der Bevölkerung größtenteils verspottet, weil man die USA verständlicherweise nicht mag. Er wird sich also erkennbar mit seinem nordamerikanischen Projekt eines Wechsels des Regimes sehr schwertun. Selbst die von USA  verursachten Stromausfälle konnte man in Venezuela kontern, weil man in diesen Zeiten einfach auf die ganzen elektronischen Geräte verzichtet und wieder miteinander spricht. Und weil es in Venezuela immer weniger zum Klauen gab, sind auch zahlreiche Kriminelle ins Ausland verschwunden. Auch diesen Effekt werden wir in Deutschland sehen, wenn der Euro richtig ins Schleudern kommt.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shares
Cresta Help Chat
Senden via WhatsApp

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

de_DEGerman