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Film und TV

In der Zeit von 1985 bis 2006 war ich als “Agent for the Movies” im Einsatz für Markenartikel-Hersteller zur Platzierung von Produkten und Dienstleistungen in Kinospielfilmen, TV-Spielfilmen und TV-Serien. Neben der Arbeit vor Ort in Deutschland an den wichtigsten Medienstandorten in München, Berlin, Hamburg und Köln, war ich ab 1998 auch über die Agentur AIM (Advertising In Movies) in New York im amerikanischen Filmgeschäft in Hollywood tätig. AIM hatte zum Beispiel im Film E.T. die Reese´s Pieces Schokoladenbonbons platziert und damit Filmgeschichte geschrieben. Über AIM habe ich insbesondere Steve Martin und Danny de Vito mit Marken-Produkten aus Europa ausgestattet. Auch Robert Wagner nahm meine Dienste für eine Folge seiner Fernsehserie “Hart aber herzlich” in Bayern 1996 in Anspruch.

Das beste Product Placement gelang mir für die Deutsche Telekom im Herbst 1995 in einer Folge des Hamburger “Tatorts” mit Manfred Krug in der Hauptrolle. Er ging dabei erstmals in der ARD als Kommissar zur Lösung eines Falls mit T-Online ins Internet. In der Zeit von 1985 bis 2006 habe ich über 6.000 Drehbücher lektoriert, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien und den USA. Durch die Auswertung der späteren Kinospielfilme auf der Basis der Drehbücher kenne ich die Erfolgsfaktoren im Filmgeschäft sehr gut. Das Filmmarketing beginnt deshalb bereits bei den ersten inhaltlichen Ideen.

Wie das funktioniert, kann man in meinem Buch “Top oder Flop? Marketing für Film- und Fernsehproduktionen” lesen. Dort beschreibe ich schon 1999 das Erfolgskonzept der Kinoreihe “The Fast and the Furious” bevor das Drehbuch zur ersten Folge geschrieben wurde. Wie bei einem Produkt sollte man zunächst eine Zielgruppe festlegen, welche man ansprechen möchte. In diesem konkreten Beispiel war es die Zielgruppe der Männer, welche sich in erster Linie für das Autofahren interessieren. Und weil in der Filmgeschichte immer in Actionfilmen wie “Smokey and the Bandit” die Platzierungen von Autos werblich sehr erfolgreich waren, ließ sich daraus auch das Genre dieses Filmklassikers ableiten. Der Rest war in dieser Fallstudie verhältnismäßig einfach, weil man in erster Linie einzigartige Stunts für das Drehbuch entwickeln musste, wie zum Beispiel das Unterqueren eines Trucks mit dem Auto in der ersten Folge. Die Handlung war zweitrangig und ziemlich einfach gehalten. Genial war lediglich der Schluss, weil er eine reibungslose Fortsetzung ermöglichte.

Im ersten Schritt biete ich deshalb die Überprüfung bzw. Evaluierung von Filmideen an. An dieser Stelle sollte man bereits den Spreu vom Weizen trennen. Das Verhältnis liegt bereits auf dieser Ebene bei 1:15, weil nur eine von 15 Ideen eine weitere zeitliche Investition wert ist. Diese Zahlen beziehen sich jedoch in erster Linie auf das internationale Niveau, weil in Deutschland aufgrund der kommunistischen Filmförderung jeglicher ideologischer Schrott verfilmt wurde. In Hollywood sind wir inzwischen auf dem gleichen unterirdischen Niveau angelangt, welches demnächst nicht mehr zu unterbieten ist. Aber genau dies ist der Zeitpunkt, um sich in diesem Markt wieder nach guten Stoffen umzuschauen, weil es so nicht mehr weitergeht. Bislang wurden die Filme mit billigem Geld finanziert, welches künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Die Unterhaltungsqualität wird sich deshalb wieder deutlich erhöhen müssen. Sonst wird es keine neuen Filme mehr geben.