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Gelber Protest gegen die Polizeigewalt in Frankreich

Eine Woche, nachdem der Organisator der Bewegung der gelben Westen schwer verletzt wurde und für sein ganzes weiteres Leben lang behindert sein wird, galt der gestrige Protest in Paris voll und ganz dieser unangemessenen Polizeigewalt. Doch diese ließ sich davon nicht beeindrucken und feuerte wieder ihr ganzes Arsenal an Kampfstoffen auf die Protestanten ab. Bislang waren 1.900 verletzte Demonstranten zu beklagen und 1.000 verwundete Polizisten. In Marseille kam eine achtzigjährige Frau ums Leben, welcher die Polizei einen mit Tränengas gefüllten Kanister durch das geöffnete Fenster warf. Sie wurde noch in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert, aber es war zu spät.

Die französische Polizei setzte auch gestern wieder ihre gefährlichen Gummigeschosse und die mit TNT gefüllten Tränengas-Granaten ein. Laut Angaben des französischen Innenministeriums waren gestern insgesamt 80.000 Polizisten im Einsatz, davon allein 5.000 in Paris. Die Demonstranten forderten gestern lautstark den Rücktritt von Macron und bewarfen die Polizisten mit Flaschen und anderen Wurfgeschossen, worauf diese mit Tränengas reagierte. Der Anführer der gelben Westen, Jerome Rodrigues, verlor vor einer Woche sein rechtes Auge und hielt gestern mit Augenbinde eine Rede vor seinen Gefolgsleuten. Diese kämpfen jetzt noch verbissener und man fragt sich, weshalb es in Frankreich noch zu keinerlei Konsequenzen kam. Man hätte zumindest die Tränengas-Granaten verbieten können, welche ihm als Schrapnell ein Auge zerstörten. Ein anderer Organisator der gelben Westen, Eric Drouet, sagte gestern ferner aus, dass die Polizei am vergangenen Wochenende gezielt auf den Kopf von Rodrigues gezielt hätte. Deshalb war es seines Erachtens sogar ein versuchter Mord. Er rief demzufolge dazu auf, dass jetzt recht mit allen nur erdenklichen Mitteln der Umsturz in Frankreich herbeigeführt werden muss.

Ein französisches Gericht lehnte in der letzten Woche das Verbot der gefährlichen Polizeiwaffen ab, weil für den Staat Gefahr im Verzug sei. Der französische Staat müsse sich vor diesen Protesten schützen, was nicht zutrifft. Man verteidigt lediglich die betrügerischen Machenschaften einiger Oligarchen. Die Umfragewerte von Macron fielen derweil unter die 30 % ab und er ist absehbar einfach nicht mehr zu halten. Er wurde als unabhängiger Kandidat in das Rennen um die französische Präsidentschaft geschickt und war laut seines eigenen Lebenslaufs ein Bankier und deshalb ganz klar ein Vertreter der Oligarchen. So etwas konnte früher vielleicht noch ganz gut funktionieren, aber heute im Zeitalter des Internets, kann man die Leute nicht mehr so leicht hinter das Licht führen.

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