Privacy Policy Globale Kursänderung nach nur 6 Wochen – AG News

Globale Kursänderung nach nur 6 Wochen

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Der amerikanische Finanzminister Steve Mnuchin kündigte gestern lediglich an, dass die Mindestreserven der global systemrelevanten Banken gelockert werden könnten und schon entspannte sich die Situation am US-Repomarkt deutlich. Beim Repomarkt handelt es sich letzten Endes um einen Pfandleiher, welcher Wertpapiere (Schuldscheine) in Bargeld umtauscht. In den letzten sechs Wochen stürmten die Schattenbanken oder unechten Banken das Pfandhaus der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve und brachte diese damit in Bedrängnis. Doch jetzt sollen strenge Vorgaben zu den Mindesteinlagen der Bankgiganten wie JP Morgan plötzlich eine Lösung sein? Man hatte sie 2017 deshalb eingeführt, weil die Unmengen an frisch gedrucktem Geld nicht in Umlauf gebracht werden sollten. Dies würde nämlich zu einer höheren Inflation führen. In schierer Not lässt man dies jetzt zu und löst trotzdem das Kernproblem am Repomarkt nicht. Es ist letzten Endes auch deshalb entstanden, weil in letzter Zeit zu viele Schuldscheine von der Fed in Umlauf gebracht haben, weil sich die Schulden im US-Haushalt in diesem Jahr fast verdoppelt haben. Außerdem hat die Fed das Problem, dass sie als Hüterin der Leitzinsen komplett versagt hat. Sie wird deshalb heute erneut die Zinsen senken und damit die Kluft zu den wirklich am Markt verlangten Zinsen zu verringern. Dies ist ihr aber schon beim letzten Mal nicht gelungen und deshalb klappt dies absehbar auch dieses Mal nicht. Doch solange sie sich den wirklichen Zinsen nicht merklich annähert, kämpft sie auf verlorenem Posten. 

Es handelt sich dabei um die späte Rache einer übertriebenen Ausweitung der Geldmenge, welche in früheren Zeiten immer für einen mehr oder minder kurzen Aufschwung sorgte. Doch dieser alte Zaubertrick der Zentralbanken funktioniert heute nicht mehr, wie eine global sinkende Wirtschaftstätigkeit beweist. Die globale Geldmenge ist bedingt durch die Löscharbeiten der Fed am Repomarkt wieder deutlich angestiegen, eine wirtschaftliche Erholung ist dadurch auch mittel- bis langfristig nicht zu erwarten. Vielmehr wird man nicht sehr lange dauern müssen, bis aufgrund der globalen Kursänderungen der systemrelevanten Banken (GSIB) die nächsten Probleme an anderer Stelle auftauchen. Man hat seit 1980 ein Finanzmonster aufgepäppelt, welches sich jetzt gerade verselbständigt hat und den oben dargestellten Damm zum Brechen bringen wird. Was danach passiert, kann sich wohl jeder selbst vorstellen. Zum Entschärfen dieser Bombe ist es längst viel zu spät, es fehlt ferner der Wille dazu und außerdem auch das dafür notwendige Wissen.

Jedenfalls ist die Rücknahme der vom System aufgestellten Regeln für die Haltung von Mindestreserven das bedenklichste Anzeichen im Verlauf dieser Krise seit 40 Jahren. Bislang hatte man immer wieder fette finanzielle Beute machen können und mit dem geraubten Geld wieder ein paar Jahre Party gemacht. Heute gibt es aber auf diesem Planeten nichts mehr abzustauben und in dieser Situation auch noch den Rückwärtsgang einzulegen, wieder sehr bald zu einem Unfall führen. Seien Sie deshalb auf der Hut, weil es keinerlei Warnsignale mehr geben wird. Selbst der Brexit wurde wieder einmal für längere Zeit aus dem Weg geräumt, weil Boris Johnson am 12. Dezember eine krachende Niederlage erwartet. Was mit Donald Trump passieren wird, ist zwar noch nicht ganz sicher, aber die Vorgänge in Washington sollten einem mehr als nur zu denken geben. Dort tobt ein Kampf um die Macht, wie man es zuvor noch nie saß und an dessen Ende könnte leicht ein Bürgerkrieg stehen und keine Präsidentschaftswahl.

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