Privacy Policy Hat der US-Dollar bald ausgedient? | AG News

Hat der US-Dollar bald ausgedient?

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, welche für diese Aussage sprechen. Der wichtigste Grund ist der Wertverlust des Dollars, welcher gerade in den letzten 8 Wochen durch das verstärkte Gelddrucken der Federal Reserve dramatisch verschärft wurde. Aber man darf es ja nicht als Gelddrucken bezeichnen, auch wenn es das in der Praxis der Fall ist. Und zwar nicht zu knapp, mit fast 250 Milliarden Dollar in nur 8 Wochen! Die Nachfolger des US-Dollar warten also bereits in ihren Startlöchern und die Veränderungen sind bei genauer Beobachtung der Informationen in der Wirtschaftspresse zu diesem Thema klar erkennbar. Der US-Dollar steht seit dem Abkommen von Bretton Woods von 1944 an der Spitze aller Währungen. Das erlaubte den USA die Aufnahme eines gigantischen Schuldenbergs, welcher heute schwer auf diesem Land lastet. In sämtlichen Krisensituationen seit dem Zweiten Weltkrieg flüchteten die Investoren immer wieder in US-Wertpapiere, d.h. in erster Linie in die amerikanischen Staatsanleihen. Aber auch diese Zeiten sind inzwischen vorbei. Denn bereits zur Jahrtausendwende bröckelte die US-Leitwährung und mit dem Euro kam eine erste wichtige Stütze für den Dollar auf den Markt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die EZB seither die bedeutendste Zentralbank der Welt ist. Die erste teilweise Ablösung als Leitwährung erfolgte also bereits vor geraumer Zeit und ohne den Euro hätten wir längst eine ganz andere Währungssituation.

Der nächste Angriff auf den US-Dollar erfolgte vor fast genau zehn Jahren mit dem Bitcoin, welcher damals aber noch als Idee auf einem digitalen Papier stand. Inzwischen sind die Kryptowährungen zwar Realität geworden, aber sie sind trotz aller Ankündigungen bis heute noch nicht alltagstauglich. Diese Marktlücke entdeckte wohl auch Facebook und kündigte etwas vorschnell seinen Libra an. Im Verbund mit anderen Partnerunternehmen wäre der Libra gegen US-Dollars, Euros etc. eingetauscht worden und man hätte per Mausklick Geld auf der ganzen Welt aus seinem Facebook-Account heraus überweisen können. Mit fast zwei Milliarden Nutzern im Rücken war das natürlich eine ernsthafte Bedrohung des aktuellen Systems der Zentralbanken und deshalb verwies man Facebook ziemlich schnell wieder in seine angestammten Schranken. Das Problem im aktuellen Bankenwesen ist aber nach wie vor das, dass es in seinem technischen Unterhalt sehr teuer ist. Sollten also Einheiten wie Facebook das mit geringen Kosten besser machen können, dann wird es sehr eng für die Zentralbanken, welche inzwischen wie im Fall der FED viel zu spät mit FedNow ebenfalls schnellere Überweisungsmöglichkeiten anbieten.

Das Hauptproblem ist aber das, dass Facebook nach kurzer Zeit die bisherigen Fiat-Währungen (d.h. nur durch die wirtschaftlichen Leistungen gedeckte Währungen) wie den Dollar, Euro oder Yuan einfach aus dem Boot hätte werfen könnten. Weshalb sollte man schließlich nur die lästige Arbeit der Zentralbanken übernehmen und das weitaus lukrativere Geschäftsmodell der Geldschöpfung weiterhin dem Zentralbanksystem überlassen? Hier rächt sich jetzt der alte Trick der Geldmacherei, welcher von jedem genutzt werden kann, welche 1 und 1 zusammenzählen kann. Bislang war das ein gut gehütetes Geheimnis, welches man erstens nur sehr schwer in Erfahrung bringen und zweitens nicht ohne Weiteres umsetzen konnte. Erst das Internet brachte zunächst Licht in diese pekuniäre Finsternis und mit der Blockchain auch noch das notwendige Handwerkszeug zur Umsetzung solcher Geschäftsmodelle. Die Marktlücke einer anwenderfreundlichen stabilen und am besten noch kostenfreien digitalen Währung ist der Schlüssel zu einem unermesslichen Reichtum. Das dumme ist nur die Unwissenheit der angeblichen Finanzexperten in der heutigen Zeit, denn die Wissenschaft des Geldes ging irgendwann in den letzten Jahrhunderten vollständig verloren. Die Auswirkungen ihres Verlustes sehen wir heute täglich in den Wirtschaftsmeldungen, welche von Tag zu Tag immer noch verrückter werden. Und dabei wäre doch alles so einfach, wenn man noch wüsste, wie das eigentlich im Innersten der Finanzwelt alles funktioniert. Theorien gibt es zuhauf, aber keine hält im Moment der Praxis stand. 

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