Privacy Policy HNA verkaufte ein weiteres Fünftel seiner Anteile an der Deutschen Bank – AG News

HNA verkaufte ein weiteres Fünftel seiner Anteile an der Deutschen Bank

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Die Deutsche Bank bleibt weiterhin ein Problemfall, auch wenn die Leitmedien bei jedem marginalen Kursanstieg in wahre Hysterie ausbrechen. Bei der Niederschrift dieser Zeilen steht der Aktienkurs der Deutschen Bank bei 7,74 Euro und da kann man mit gesundem Menschenverstand eigentlich nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. In einer Marktwirtschaft würden die Alarmglocken wie auf dem Raumschiff Enterprise zu hören sein, wenn die Klingonen angreifen. Aber weil es sich hier wieder einmal um eine konzertierte Aktion der Zentralbanken handelt, müssen die Leitmedien die Füße noch stillhalten, bis es dann wie schon 2008 geschehen wieder ganz schnell gehen muss. Das Gerücht einer Fusion mit der Commerzbank ist zwar seit Monaten zu vernehmen, doch dabei wird es wohl nicht bleiben, weil es nichts bringen würde. Da muss man schon noch etwas drauf satteln.

Nachdem die Chinesen bereits im letzten Jahr ihren Anteil an der Deutschen Bank verringert hatten, haben sie ihn noch einmal um 20 % auf inzwischen 6,3 % reduziert. Mit Stand vom 8. Februar 2019 verfügt man laut der Financial Times demzufolge nur noch über 7,64 % der Stimmen in der Hauptversammlung. Doch selbst mit diesem geschrumpften Aktienpaket sind die Chinesen noch immer die größten Anteilseigner dieser Bank, vor den Königsfamilie aus Katar mit 6,1 % und Blackrock mit 4,85 %.

HNA hat seinen Sitz im chinesischen Hainan und im vergangenen Sommer kam der stellvertretende Vorsitzende dieses Unternehmens auf einer Geschäftsreise in Frankreich unter mysteriösen Umständen ums Leben. Offiziell wird sein Tod als Selbstmord verkauft, aber das dürfte nicht ganz der Wahrheit entsprechen. HNA begann in China als regionale Fluggesellschaft, um später große Anteile an Hilton und der Deutschen Bank zu erwerben. Diese und andere Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 40 Milliarden Dollar, machten HNA zu einem der größten Eigentümer von Auslandsbeteiligungen in China. Man kaufte sich zu Beginn des Jahres 2017 bei der Deutschen Bank ein und erwarb diverse große Immobilien in den USA. Man verschuldete sich bei diesen Einkäufen kräftig bis über beide Ohren, um einen Anteil von 10 % an der Deutschen Bank zu ergattern. Doch nur kurze Zeit später musste man ihn wieder teilweise versilbern, weil die chinesische Regierung die zunehmende Kapitalflucht verhindern wollte. HNA hatte innerhalb kürzester Zeit Schulden in Höhe von 100 Milliarden Dollar aufgetürmt, welche durch die sinkenden Immobilienpreise in den besten Lagen der USA nicht mehr gedeckt waren. Das brachte HNA selbst in eine schwierige finanzielle Situation, doch durch den rechtzeitigen Verkauf einiger Vermögenswerte schaffte man es, flüssig zu bleiben.

HNA ist über einen komplexen Fond in Österreich an der Deutschen Bank beteiligt und der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank John Cryan verweigerte sich den direkten Gesprächen mit HNA, weil es augenscheinlich keine gute Geschäftsbeziehung war. Weil sich HNA mittlerweile von 40 % seiner einstigen Anteile an der Deutschen Bank trennte und sie absehbar auf 0 % reduzieren wird, sind das keine besonders guten Aussichten für den weiteren Kursverlauf der Deutschen Bank.

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