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Hongkong könnte uns den Boden unter den Füßen wegziehen

Am 13. August 2019: Hinter den Kulissen wird eigentlich nur noch der beste Sündenbock ausgesucht. Die Weltwirtschaft kollabiert gerade vor den Augen, welche noch etwas sehen, weil sich eine Raubwirtschaft unermesslichen Ausmaßes unseres Landes bemächtigt hatte. Um hiervon abzulenken, suchte man in den letzten Jahren bereits nach einem Sündenbock und meinte mit Donald Trump den richtigen Darsteller gefunden zu haben. Doch wie so oft im Leben kommt alles meistens ganz anders, als man dachte. In Hongkong wird der Flughafen inzwischen am zweiten Tag in Folge von den Demonstranten lahmgelegt und das wird noch vor dem kommenden Wochenende Konsequenzen haben. Die chinesischen Truppen des Festlandes stehen bereits in Alarmbereitschaft vor den Toren des Stadtstaates zum Einmarsch bereit. Sie zögern noch, weil sie bereits seit einer Woche in Position gebracht wurden und erstmals seit der Übergabe der Insel an China, wurde in diesem kommunistischen Land sogar in der letzten Woche eine Diskussion mit einflussreichen Parteimitglieder durchgeführt, wie man in dieser Situation vorgehen sollte. Das zeigt den Ernst der Lage. China war ein Vierteljahrhundert lang der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, welcher seit 4 Jahren erheblich stottert und inzwischen bald stehenbleiben könnte. Das würde den Rest der Weltwirtschaft ebenfalls in den Abgrund ziehen. Die chinesische Bankenkrise ist mittlerweile in eine Phase getreten, welche China in den nächsten Wochen außer Gefecht setzen könnte. Wartet man also in Hongkong noch etwas ab, dann kann man gleich an zwei Fronten Feuerwehr spielen. Zieht man in den nächsten Tagen in Hongkong die Notbremse, dann könnte das ähnliche Folgen haben. Man hat sich nicht nur in China, sondern überall auf der Welt in eine wirtschaftliche Situation zwischen Baum und Borke hineinmanövriert. Das wäre schon ein Skandal für sich, aber in einer derart prekären weltwirtschaftlichen Situation das eigene Volk hinter das Licht zu führen, ist ein schweres Verbrechen und wird deshalb Konsequenzen haben müssen.

Wie ernst die Lage in London bezüglich des Austritts aus der EU ist, kann man aus der Tatsache ersehen, dass es zum 31. Oktober eine Gedenkmünze geben wird, welche von Frieden, Wohlstand etc. künden wird. Großbritannien wird es ab dem 1. November wirtschaftlich besser gehen, aber bei uns erst nach dem Untergang der EU. In einem weiteren Krisenland kam es gestern zu einem schwarzen Montag an der Börse, weil der argentinische Präsident Mauricio Macri am Wochenende eine herbe Wahlniederlage erlitt. Neben den Börsenkursen stürzte auch die Landeswährung Peso ab und die Zinsen der Staatsanleihen stiegen an. In diesem negativen Umfeld schossen die Versicherungen gegen Kreditausfälle CDS senkrecht durch die Decke. Noch vor wenigen Monaten verkündete der IWF, dass man das Land mit neuen Krediten gerettet hätte. Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde kommt übrigens im Herbst auf die Kommandobrücke der europäischen Zentralbank EZB und wird in dieser Position für viel Geld wohl die gleichen bescheidenen Leistungen erbringen.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten:

In China stiegen die Aktienmärkte trotz aller vorgenannten Krisen stark an, was den Zustand der Aktienmärkte ziemlich gut illustriert. Man hat den Bezug zur Realität längst verloren. Die freundliche Börseneröffnung in Europa hielt hingegen dagegen nicht so lange an. Die Bundesanleihen gingen gestern noch weitaus tiefer in die negativen Zinsen hinein, bis sie Feuer fangen werden. Auch die europäischen Bankaktien näherten sich gestern erstmals wieder den Werten aus der ersten Finanzkrise von 2008. Ausgerechnet in den USA gingen die Aktien auf breiter Front zurück und unterboten kurz vor Börsenschluss sogar ihre technischen Widerstandswerte. Die Gesamtentwicklung der US-Aktienwerte erinnerte gestern sehr an die von 1998, dem vorletzten großen Aktiencrash. Der Volatilitätsindex VIX ging gestern bis auf 21 hinauf und hat in nächster Zeit noch viel vor sich. Die US-Aktien und Staatsanleihen sind noch immer entkoppelt und dieses Problem kann nur ein Absturz an den Börsen kurieren. Der argentinische Peso ging gestern um 25 % zurück und die argentinischen hundertjährigen Bondpreise kollabierten förmlich, weil deren Zinsen anstiegen. Der chinesische Auslands-Yuan glitt etappenweise bis auf 7,09 und wenn er bei 7,5 angekommen ist, wackelt der Wohnzimmerschrank bei einem richtigen Erdbeben. Auch der Hongkong-Dollar befindet sich am unteren Ende seiner Bindung an den US-Dollar und wenn diese Bindung aufgehoben wird, kracht es ebenfalls. Die Eisenerzpreise stürzten weiter ab und auch der Weizenpreis in Chicago ging ordentlich in die Knie. Es fehlt überall die Nachfrage.

Clintons Finanzminister Larry Summers flog pikanterweise auch mit Epsteins Lolita Express in die Karibik. Er war später unter anderem auch noch der Rektor der Harvard Universität und zeigt damit die Verkommenheit unseres Systems. Pakistan mobilisierte gestern weitere Streitkräfte in Kaschmir an der Grenze zum indischen Teil dieser Region, doch es bleibt überall beim Rühren der Kriegstrommel, weil alle finanziell blank sind. Selbst Morgan Stanley erkennt inzwischen, dass sich der Bärenmarkt (d.h. sinkender) der Aktien seit dessen Beginn im Januar 2018 sich nun in diesem Sommer definitiv verschlimmert hat. Der Irak warf dem Pentagon vor, die Zahlen der IS-Kämpfer extrem übertrieben zu haben, weil auch dies nur reine Angstmacherei gibt. Ohne das Pentagon gäbe es keinen IS und weil das bald Realität ist, braucht sich keiner mehr mit dem IS zu befassen.

Die Möbelhäuser von XXL-Lutz geben in dieser Woche 40 % auf alles (welches den toten Praktiker im Grab rotieren lassen dürfte) und der Kurs der Deutschen Bank Aktie liegt mit 6,16 Euro wieder gefährlich nahe an deren Todeszone. Es kommt, was kommen musste, doch Deutschland glaubt noch an die Märchen vom reichsten Land der Welt und fährt unbekümmert in den letzten Urlaub.

Die Kryptowährungen kommen mit 295 Milliarden Euro insgesamt weiterhin nicht vom Fleck. Sie warten wohl auf den finalen Ausbruch, welcher bald folgen wird. Silber liegt heute mit 501 Euro pro Kilo erstmals in der Alarmzone und Gold ist mit 1.526 Dollar pro Unze auch bald nicht mehr zu haben. Man versuchte gestern beide Edelmetalle zu unterdrücken, aber das misslang gründlich. Wir befinden uns also endgültig im Endspiel des alten Finanzsystems. Selbst der WTI-Ölpreis hat endgültig kapituliert und steht heute bei 54,63 Dollar pro Fass. Er kann nur noch weiter sinken.

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