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Impeachment, Brexit und Klima

Am 5. Oktober 2019: Wir befinden uns in den Leitmedien inzwischen derart weit von der Realität entfernt, dass womöglich bald der Funkkontakt abbrechen wird. In dieser Märchenwelt existieren nur noch das Impeachment-Verfahren, die Klimakatastrophe und der Brexit. Selbst das Klima tritt ganz langsam in den Hintergrund, weil in diesem Bereich der Abstand zwischen der Wirklichkeit und der Fiktion selbst für die Dümmsten zu erkennen ist. Während man in Berlin über ein Klimapaket jubelt, will der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann möglichst noch vor Weihnachten die Zahl der Lkw-Parkplätze in Baden-Württemberg erhöhen. D.h. von einer Verlagerung auf die Schiene wird nicht einmal mehr geredet. Aber das läuft bei diesem Themenkomplex schon seit 50 Jahren so und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

 

Nach den USA hat es nun also auch Kanada wirtschaftlich erwischt. Auch dort sank der PMI auf ein Vierjahrestief und deshalb ist die Rezession so sich wie das Amen in der Kirche. Im September ging der Auftragseingang bei den Speditionen der Frachtklasse 8 (also den ganz großen Trucks) in den USA um 71 % zurück. Das ist jetzt schon der 11. Monat mit einem Rückgang und bald dürfte es in dieser Sparte gar keine Transportaufträge mehr geben. In den deutschen Leitmedien wurde das Thema Wirtschaft seit Wochen auf Sparflamme gesetzt, weil man keine negativen Nachrichten wünscht. Lediglich in den regionalen Leitmedien muss über die Insolvenzen und Entlassungen natürlich berichtet werden und diese Auflistungen werden immer länger. Wir waren wirtschaftlich fast vollständig von China abhängig, weil wir die Eurozone schon im letzten Jahrzehnt platt gemacht haben. Die Chinesen haben ihre Geldmaschine stufenweise heruntergefahren und bei einem sinkenden Dollar, wird das Wirtschaftswachstum in China weiter fallen.

 

Die amerikanische Zentralbank FED verlängerte ihre finanziellen Eingriffe am Overnight Repo-Markt bis zum 4. November, d.h. es wird absehbar zu einer unendlichen Geschichte der Verwässerung der Märkte (um bei meinem Gartenbeispiel zu bleiben) bis alles in die Luft fliegt. Einen ohnehin unter Wasser stehenden Garten noch kräftiger zu bewässern, ist auch weiterhin sinnlos, weil irgendwann auch die Bäume im Wasser absterben oder einfach im morastigen Untergrund keinen Halt mehr finden und umfallen werden. An den US-Börsen wurden gestern die Verluste der ersten vier Börsentage in dieser Woche wie im Schlaraffenland auf wundersame Weise wieder ausgeglichen und dies, obgleich die Weltwirtschaft immer schärfer in die Rezession abdriftet. Der einzige noch funktionierende globale Wirtschaftsindikator ist augenblicklich der WTI-Ölpreis, welcher vor dem Wochenende bei 52,81 Dollar landete und damit korrekt eine abkühlende Weltkonjunktur anzeigte. Außerdem ist man beim Öl mit seinem Manipulationslatein offensichtlich komplett am Ende.

 

Noch verrückter läuft es inzwischen beim Brexit. Boris Johnson kam nun früheren Forderungen der EU nach und handelte eine Lösung mit Nordirland aus, bei welcher Nordirland in der EU bleibt, aber der Rest des britischen Königreichs aus der EU austritt. Theresa May konnte diese von der EU im Frühjahr geforderte Lösung nicht anbieten, weil ihre Regierung vom Wohlwollen den 9 Abgeordneten der nordirischen DUP (Democratic Unionist Party) politisch abhängig war. Boris Johnson konnte sich mit der DUP jedoch anscheinend einigen, aber jetzt gefällt das plötzlich der EU nicht mehr, weil ganz offensichtlich kein einvernehmlicher Austritt gewollt ist. Deshalb folgt am 31. Oktober wohl ein No-Deal-Austritt oder auch wieder einmal gar nichts.

 

In Hongkong wurde in dieser Woche ein Vermummungsverbot erlassen, welches zumindest gestern die innenpolitische Lage in diesem Stadtstaat noch nicht verbesserte. Ein Mitarbeiter der amerikanischen Bank JPMorgan bekam das jedenfalls gestern gleich zu spüren, weil er von einem Demonstranten einen Schlag voll in das Gesicht bekam. Ähnlich ist auch der Rückzug von Paypal aus dem Netzwerk von Facebook zur Einführung der hauseigenen Währung Libra zu verstehen. Irgendwo ganz oben musste jemand den Daumen über diesem Projekt gesenkt haben.

 

Die Galionsfigur des amerikanischen Widerstands, Robert de Niro, sieht sich seit gestern mit einer Klage seitens einer seiner ehemaligen leitenden Mitarbeiterinnen seiner Produktionsfirma konfrontiert. Er scheint sich ihr und anderen Frauen gegenüber rüder Methoden bedient zu haben und ähnelt scheinbar in Wirklichkeit eher einer seiner kürzlich gespielten Rollen an, und zwar der in „Dirty Grandpa“. Gegen den Regisseur Luc Besson läuft in Frankreich jetzt sogar ein Verfahren wegen Vergewaltigung und diese ganzen Vorkommnisse stehen leider in sehr enger Verbindung zu den Machenschaften von Jeffrey Epstein. Diese Jauchegrube öffnet sich nach einem Crash des Finanzsystems und wird alle gängigen Verschwörungstheorien in den Schatten stellen. Vermutlich ist es auch das Ende der angeblichen Traumfabrik Hollywood. Auf jeden Fall wird von den aktuellen Hollywood-Stars nicht mehr besonders viel übrig bleiben.

 

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