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Indien spielt Star Wars und schießt einen Satelliten ab

Indiens Premierminister Narendra Modi unternimmt wirklich alles, um die in zwei Wochen anstehenden Wahlen zu gewinnen. Seine Umfragewerte sanken jüngst, bis ihm Pakistan zu Hilfe eilte und durch die Kriegshetze seine Popularität wieder deutlich zunahm. Gestern legten alle Inder ihre Arbeit nieder, um seine Ansprache im Fernsehen zu verfolgen. Er behauptete, dass Indien einen Satelliten in 300 Kilometer Höhe abgeschossen hätte und jetzt zum illustren Kreis von Russland, China und den USA gehöre. Denn nur sie könnten so etwas durchführen. Ganz besonders stolz war er auch darauf, dass man keine ausländischen Experten hierfür benötigte.

Indien startete schon 1975 seinen ersten Satelliten ins All, als man hier in Deutschland nur die arme Seite des Landes durch die Berichterstattung über Mutter Theresa in Kalkutta zu sehen bekam. 1984 nahmen die Inder erstmals an einem bemannten Raumflug der Russen teil und 2013 schickten sie einen Mars Orbiter auf die lange Reise zum roten Planeten. Im Dezember schossen die Inder ihren bislang schwersten Satelliten mit 2.500 Kilogramm ins Weltall. Mit dem Weltraum lässt sich nicht nur in Hollywood viel Geld machen, sondern es ist auch in der Politik eine willkommene Plattform für Propaganda. Mit solchen Geschichten kann man die Massen fesseln und deshalb ist das Aufkochen von Flügen zum Mond zum Donald Trump etc. sehr vorsichtig zu genießen. Wir stecken im Anfangsstadium der zweiten Weltwirtschaftskrise und in solchen Zeiten ist jede Ablenkung in der Politik willkommen. Es ist deshalb auch bald mit einem Angriff der Außerirdischen zu rechnen, denn die Probleme unserer Zeit sind gewaltig.

Die Eroberung von Planeten werden wir aber alle nicht mehr erleben, es sei denn in einem stolzen Alter von über 100 Jahren.

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