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Italien stellt sich gegen den Regimewechsel in Venezuela

Frankreich zog seinen Botschafter aus Rom ab, weil sich Italien angeblich in die inneren Angelegenheiten Frankreichs einmischte. Andererseits machen aber gerade die Franzosen an vorderster Front im Rahmen der EU mit, um den angestrebten Machtwechsel in Venezuela zu versuchen. Aber mit derart krassen Widersprüchen hat man es immer dann zu tun, wenn ein System untergeht. Der Machtwechsel in Frankreich liegt förmlich in der Luft. In solchen Situationen lügt man, dass sich die Balken biegen, weil Emmanuel Macron den Kontakt zur Realität längst verloren hat. Aber eine Freundschaft konnte zwischen ihm und der neuen Regierung in Rom natürlich überhaupt nicht entstehen. Auf der einen Seite steht der frühere Rothschild-Bankier Macron, welcher nur durch die Unterstützung des räuberischen Establishments an die Macht gelangen konnte und auf der anderen Seite ein Bündnis aus der 5-Sterne-Bewegung und der Lega, welches sich im Gegensatz dazu seinen Erfolg selbst erarbeiten musste. Die Lega konnte durch ihre relativ klare Konfrontation gegen die EU am meisten von dieser Koalition in Italien profitieren. Deshalb ist es gut möglich, dass sie in diesem Jahr Neuwahlen durchsetzt und dann in einer neuen Konstellation die nächste Regierung stellt.

Doch zurück zum aktuellen Streit mit Frankreich. Italien hatte den Franzosen vorgeworfen, dass sie mit ihrer Beteiligung an Militäraktionen der USA und der Nato im Nahen Osten bzw. in Nordafrika direkt an der Auslösung der großen Flüchtlingswelle von 2015 mitgewirkt habe. Das ist absolut korrekt und wird von den deutschen Leitmedien bis heute verschwiegen. Die Flüchtlingskrise war vermeidbar, aber sie war auch von Deutschland absichtlich initiiert worden. Es ist deshalb eine Erleichterung zu hören, dass sich Italien nicht an der neuesten Kampagne gegen Venezuela beteiligt. Denn es handelt sich wieder einmal um einen Regimewechsel, welcher erneut eine bereits laufende Flüchtlingsbewegung noch mehr ankurbeln wird. Außerdem geht es nur um die Eroberung eines Landes, damit man sich die größten Erdölvorkommen der Welt aneignen kann. Die USA hatten bereits bis 1999 in Venezuela mitgemischt und dabei nichts als Schaden angerichtet. Hätten die Amerikaner nicht schon damals das Land vollkommen ausgebeutet, dann wäre es nicht zu einem politischen Wechsel unter Chavez gekommen. Der am 23. Januar ausgerufene neu Präsident Juan Guaido steht nachweislich in Kontakt mit der CIA und man kann sich lediglich auf die Pechsträhne der USA seit Syrien verlassen, ansonsten müsste man sich wirklich Sorgen um einen Krieg in Venezuela machen. Ein erfolgreicher Coup wird nämlich nicht lange angekündigt, sondern überraschend durchgezogen. Die Frist hierfür lief Ende Januar eigentlich schon ab. Maduro dürfte inzwischen den ersten Widersachern Betonschuhe verpasst haben und wenn in diesem Monat auch nichts mehr passiert, dann war es das.

Obendrein stehen vermeintlichen Freiheitskämpfern unter US-Führung Russland, China, Iran, Türkei, Mexiko, Nicaragua, Bolivien und Kuba gegenüber. Ob dieser offensichtlich schlecht geplante Coup wirklich ernst gemeint war, darf man durchaus bezweifeln. Es war vermutlich der verzweifelte Versuch zur Erhöhung des Rohölpreises, welcher ebenfalls kläglich gescheitert ist. Wir haben es mit dem langen Untergang des anglo-amerikanischen Imperiums zu tun, welches im Moment auch ganz andere Probleme hat, als sich in Venezuela eine dritte oder gar vierte Front zu eröffnen. Denn das Dritte Reich ging schon an zwei Fronten zugrunde und auch die USA  können einen Krieg an mehreren Fronten nur garantiert verlieren. Doch in der Liste der Aggressoren gegen Venezuela taucht neben Großbritannien, Holland und Spanien natürlich auch Deutschland auf. Auf der einen Seite will man gegen Trump sein, aber bei jedem geplanten Krieg von ihm steht man sofort Gewehr bei Fuß zur Stelle.

Der Botschafter Frankreichs wurde letztmals 1940 aus Rom abgezogen, bevor die Achsenmächte ihre Expansion im Westen begannen. Dieses Mal hatte sich lediglich der stellvertretende Ministerpräsident Luigi Di Maio mit Vertretern der gelben Westen getroffen. Das ist legitim und auch notwendig, weil das alte Finanzsystem überwunden werden muss. Die USA werden wirtschaftlich implodieren und wir müssen unseren Status als Vasallenstaat endlich wieder abschütteln. Das wird aber nicht gehen, solange wir mit den USA andere Länder überfallen.   

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