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Jeder Krimi ist langweiliger als die aktuelle Wirtschaftslage

Am 1. Oktober 2019: Am letzten Tag des dritten Quartals also am 30. September bzw. gestern stieg die Overnight G/C Reporate noch einmal von 1,85 % auf 2,8 % an. Weil es sich bei ihr um die Zylinder des Motors des aktuellen Finanzsystems handelt, wird uns dieses Thema nicht so schnell wieder verlassen. Ursprünglich sollte sich das alles nur mit dem üblichen Liquiditätsengpass zum Quartalsende erklären lassen, doch heute ging es zu Quartalsbeginn unvermindert weiter.

 

Am japanischen Markt für Staatsanleihen kam es heute zu einer ersten Bruchstelle, welche beim nächsten Mal ganz schnell das Ende bedeuten könnte, weil sich japanische Staatsanleihen bald nicht mehr verkaufen lassen werden. Gerade im Land der aufgehenden Sonne wurde finanziell alles bis auf das Äußerste belastet und das führte zu einem heftigen Crash der Bond Futures in der dortigen Nacht.

 

Während die deutschen Leitmedien noch immer unvermindert und hartnäckig an der Ukraine-Affäre von Donald Trump basteln, hat inzwischen auch der australische Premierminister Scott Morrison öffentlich klargestellt, dass er nicht zur Mitarbeit zur Herausgabe von Informationen gegen den Sonderermittler Mueller gedrängt wurde. Die Lügen werden also mittlerweile schneller enttarnt, als sie erfunden werden können.

 

Die Huthi-Rebellen haben scheinbar in letzter Zeit drei komplette Brigaden der saudi-arabischen Armee vollständig ausgelöscht. Dieses ölreiche Land besitzt also nicht einmal mehr die militärische Stärke zur Verteidigung seiner Grenzen zum Jemen, denn auch mit viel Geld ließ sich ganz offensichtlich keine schlagkräftige Armee aufbauen. Und ob sich die USA in der aktuellen innenpolitischen Krise auf einen neuen Golfkrieg einlassen werden, ist mehr als nur unwahrscheinlich.

 

Schließlich verdoppelte China jüngst seine Truppen in Hongkong und bei einem Golfkrieg werden China und Russland garantiert nicht tatenlos am Rand des Spielfelds zusehen. Bei den gestrigen Kundgebungen zum Nationalfeiertag wurde im Pulverfass Hongkong ein Demonstrant erschossen, was den Auseinandersetzungen möglicherweise ganz rasch eine noch größere Dynamik verleihen könnte.

 

Im Spionagefall bei der Credit Suisse in Zürich kam es bereits in der letzten Woche zum ersten typischen Todesfall in den Kreisen der Bankiers in der Schweiz. Angesichts der sich längst abzeichnenden größten Bankenkrise in der Geschichte der Menschheit hätte man sich als Bankier längst absetzen sollen. Jetzt ist es jedoch definitiv zu spät und deshalb steigt plötzlich die Selbstmordrate beginnend in Estland in der letzten Woche sehr auffallend an. Der Dienstleister der Credit Suisse, welcher die Spione zur Überwachung eines abgewanderten Mitarbeiters anheuerte, bekam angeblich in der letzten Woche heftige Depressionen und brachte sich um. Es ging dabei um die Beschattung des ehemaligen Mitarbeiters der Credit Suisse namens Iqbal Khan, welcher zur UBS Bank wechselte. Für diesen Auftrag hatte man wohl die Enkel von Inspektor Clouseau engagiert, weil Khan sie mitten in Zürich zur Rede stellte, da sie ihm leicht erkennbar auf Schritt und Tritt folgten. Für solche Maßnahmen schauen sich Privatdetektive scheinbar nicht einmal mehr eine Staffel einer US-Krimiserie mehr an. Aber sie wurden dafür garantiert fürstlich entlohnt. Anscheinend wurde diese Aktion von ganz oben an der Unternehmensspitze  vom Vorstandsvorsitzenden  Tidjane Thiam angeordnet, welcher jetzt wohl alle Hände voll zu tun hat, um diesen Skandal arbeitsrechtlich zu überleben. Als Bauernopfer wurde heute jedenfalls schon einmal vorbeugend der COO Pierre-Olivier Bouee von der Credit Suisse zum Rücktritt überredet, welcher angeblich ohne das Wissen des Vorstandsvorsitzenden der Credit Suisse agierte, obwohl sie als eingespieltes Team schon zuvor in anderen Unternehmen fungierten. Man wollte mit diesem missglückten Spionageakt verhindern, dass Khan eventuell Mitarbeiter und Kunden zur UBS mitnimmt.

 

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen erholte sich auf 222 Milliarden Dollar und der Bitcoin kostet wieder 8.357 Dollar. Doch Silber mit 503 Euro pro Kilo und Gold mit 1.464 Dollar pro Unze, mussten erhebliche Verluste einstecken. Der WTI-Ölpreis liegt jetzt mit 54,61 Dollar pro Fass unterhalb seines Preises vor dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien. Es läuft also alles für das System in die falsche Richtung und trotzdem ist die Stimmung noch blendend. Aber es fehlt nur noch ein schockierendes großes Event und der komplette Baum steht vollkommen in Flammen. Genießen Sie deshalb noch jeden Tag in dieser Scheinwelt, weil einige Entbehrungen auf Sie warten.

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