Privacy Policy Lehren aus der ersten Weltwirtschaftskrise 1929 - Teil 2 | AG News

Lehren aus der ersten Weltwirtschaftskrise 1929 – Teil 2

Er griff übrigens 1932 einer mehr oder minder bankrotten NSDAP finanziell unter die Arme. Diese Bankiers hatten alle sehr enge Kontakte zur City of London (Bankenviertel) und ihre Schachzüge wurden über die Zentralbanken und die BIZ umgesetzt.

Die große wirtschaftliche Depression der dreißiger Jahre war die Hölle

In der Zeit der großen Depression wurde die Bevölkerung in den USA an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten gebracht. Dies brachte den faschistischen Parteien überall in den betroffenen Ländern einen ordentlichen Zulauf. Die Arbeitslosenquote in den USA ging auf 25 % hinauf, die Industrieproduktion brach um 75 % ein und die Preise der landwirtschaftlichen Produkte sanken unter ihre Produktionskosten. Dies führte zu einer Pleitewelle in der Landwirtschaft und viele Farmer nahmen sich deshalb auch noch das Leben. Die meisten Ersparnisse der amerikanischen Bevölkerung gingen ebenfalls den Bach hinunter, weil in jener Zeit ungefähr 4.000 Banken in den USA über die Wupper gingen. Auch in Europa und Kanada sah es keinen Deut besser aus, weshalb die von der Eugenik überzeugten faschistischen Gruppierungen in allen Krisenländern sehr viele neue Mitglieder erhielten. In England stieg Sir Oswald Mosley mit seiner British Union of Fascists bis 1932 zu einem bedeutenden Machtfaktor auf. Im englischsprachigen Teil von Kanada kam es zum Aufstieg einer faschistischen Gruppierung, welche sich als League of Social Reconstruction (mit Anhängern der Fabier und Stipendiaten von Rhodes) bezeichnete und später die Liberale Partei von Kanada infiltrierte. Sie forderten eine naturwissenschaftliche Leitung des Landes und meinten damit aber die sogenannte Rassenlehre, welches alles andere als eine Wissenschaft ist. Das berühmte Time Magazine brachte 1932 übrigens sechs große Artikel über den italienischen Diktator Mussolini und dem amerikanischen Volk wurde in den Leitmedien eingetrichtert, dass nur faschistisch geführte Unternehmen die wirtschaftlichen Probleme in den USA lösen könnten. Das alles muss man sich erst einmal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen, bevor man an die aktuelle Propaganda in Deutschland gegen angebliche Populisten und Rechte denkt. Stehen die Faschisten neuerdings auf der linken Seite?

Mitten in der Weltwirtschaftskrise hob die City of London dann auch noch 1931 den Goldstandard für Großbritannien auf und versetzte damit den USA einen weiteren herben Schlag, weil das amerikanische Gold ins Ausland abwanderte und damit die Geldmenge in der Krise noch weiter verringerte. Damit konnte man noch weniger gegen die Wirtschaftsdepression unternehmen und alles wurde nur unnötig noch schlimmer. Gleichzeitig wurden die britischen Waren dadurch schlagartig billiger und sie überschwemmten die USA, damit auch noch die letzten überlebenden Fabriken in Existenznot gerieten. Dies war der historische Hintergrund, vor welchem es zu einer Maßnahme kam, welche in keinem Geschichtsbuch aus gutem Grund richtig erklärt wird: der Machtergreifung durch die Banken von 1933. Uns wurde es aber immer so eingetrichtert, dass ein armer verkannter österreichischer Künstler innerhalb weniger Jahre die Macht in Deutschland übernahm und halb Europa eroberte. Wie sollte das denn bitte schön funktionieren?

Die wirkliche Machtübernahme von 1933

Es begann im November 1932, als nach den Wahlen (bei welchen die von den Bankiers finanzierte NSDAP Stimmen verlor und die KPD gewann) überraschend Kurt von Schleicher zum Reichskanzler ernannt wurde. Er wollte nicht nur Adolf Hitler verhindern, sondern auch noch Deutschland aus dem System der Zentralbanken herausbrechen. Damit gebührt ihm eigentlich eine ganz andere Bedeutung in unseren Geschichtsbüchern, obgleich er nur 70 Tage im Amt war. Einige Wochen vor von Schleichers Ernennung wurde in den USA Franklin D. Roosevelt zum neuen Präsidenten der USA gewählt. Er wollte die amerikanischen Banken deregulieren und die Oberhoheit des Staates über die Finanzen wieder zurückerobern. Damit geriet das wichtigste Projekt des globalen Faschismus jedoch in arge Gefahr und die City of London musste zügig reagieren. In großer Eile wurde das globale System der Zentralbanken aus der Taufe gehoben, welches bis zum heutigen Tag anhält. Man nutzte dabei die Weltwirtschaftskrise, um den Staaten die angestammte Kontrolle über ihre eigenen Finanzen durch eine entsprechende Geldpolitik zu entziehen. Die sogenannte Unabhängigkeit der Notenbanken vom Staat ist in etwa so sinnvoll wie die Unabhängigkeit des Parlaments von der Stimmabgabe des Volkes. Aber beides zusammen nennen wir heute fälschlicherweise Demokratie. In einer echten Demokratie entscheidet jedoch das Volk über die Zusammensetzung des Parlaments und dieses wiederum über die Geldpolitik des Staates, welche heute aber in den Händen von Bankiers liegt. Haben Sie sich eigentlich noch nie gefragt, warum der Wirtschaftsminister keine Ahnung von Wirtschaft und der Finanzminister keine Ahnung von Finanzwirtschaft haben muss? Wo gibt es denn so etwas? Nicht nur bei uns!

Wird fortgesetzt: das Attentat auf Franklin D. Roosevelt von 1933

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