Privacy Policy Mario Draghi beschert mit seinen Äußerungen wieder einmal nur Chaos – AG News

Mario Draghi beschert mit seinen Äußerungen wieder einmal nur Chaos

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Am 19. Juni 2019: Es wird langsam Zeit, dass er sich von der Bühne der Zentralbanken im Herbst verabschiedet und er wird zumindest in Europa nicht in guter Erinnerung bleiben. Mario Draghi kündigte wieder einmal noch mehr finanzielle Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft in der Eurozone an und befindet sich mit seiner EZB doch schon längst mit dem Rücken zur Wand. Außer ein paar flapsigen Sprüchen hat er nämlich nicht mehr auf Lager. Und dabei wird es wohl absehbar bis zu seinem Abgang auch bleiben. Der Euro sank nach seinen Aussagen und mehr wollte er damit sicherlich nicht erreichen. Er löste damit ein globales Chaos aus und verärgerte unter anderem Donald Trump, welcher damit auch nicht hinter dem Berg hielt. Die globalen Zinsen für Staatsanleihen krachten nach diesen Worten förmlich in die Tiefe und das bekommt auf Dauer den Aktien nicht. Wenig später antwortete ein erkennbar in seinem Amt überforderter Mario Draghi auf den Tweet von Donald Trump wie folgt: Er wolle selbstverständlich keinen Einfluss auf die Wechselkurse nehmen. Dann hätte er besser den Mund gehalten und den Euro in Ruhe gelassen. Der stieg zwar nach dieser Antwort wieder an, aber dieses Spiel mit dem Feuer sollte man in der jetzigen Situation besser unterlassen.

In Japan wurde fast zur gleichen Zeit Tsunami-Alarm ausgelöst, nachdem es nordwestlich von Japan zu einem Seebeben mit der Stärke 6,8 kam. Hier hatte im Gegensatz zu Marion Draghi die Natur eine Welle gemacht. Ein ganz anderes Rad dreht weiterhin die Deutsche Bank. Ihr aktuelles Hauptproblem könnte darin bestehen, dass man 2014 an die Sprüche von Bernanke und Yellen (die Chefs der amerikanischen Zentralbank FED) glaubte, welche sich durch ihre Maßnahmen der finanziellen Stimulierung ein Wachstum der Weltwirtschaft versprachen. Denn ich bin auch heute noch felsenfest überzeugt, dass sie alle noch an ihre falschen Wirtschaftstheorien glauben, welche mittlerweile längst widerlegt wurden. Die Deutsche Bank schloss darauf vermutlich wie in dieser Branche üblich, Wetten darauf ab und die Gegenseite erwartet nun ihre Einlösung. Wetten, dass der deutsche Steuerzahler das alles demnächst in Form einer Bad Bank bezahlen darf?

Das Weiße Haus in Washington hat scheinbar seit Weihnachten 2018 alle Möglichkeiten überprüfen lassen, wie man den Chef der amerikanischen Zentralbank FED feuern könnte. Denn das hört sich typisch nach Donald Trump an. Man glaubt scheinbar wirklich daran, eine solche Möglichkeit gefunden zu haben und droht deshalb inzwischen ganz offen damit, entweder die Zinsen zu senken oder entlassen zu werden. Doch die Entfernung von Jerome Powell aus seinem Amt, kann nur bei grobem Fehlverhalten erfolgen. Der Krieg zwischen den einzelnen Fraktionen in Washington wird immer härter und in der jetzigen wirtschaftlichen Situation beschleunigt er die weitere Entwicklung der großen Krise. Das hat inzwischen sogar die Wall Street erkannt und deshalb ist der most crowded trade (was alle haben möchten) der Kauf von US-Staatsanleihen. Sie gelten als weitaus sicherer als Aktien, weil sich dahinter wieder einmal der Steuerzahler verbirgt. Hinter den Aktien stehen nur die Werte einer Firma und die sind begrenzt. Der Steuerzahler hat hingegen Geld ohne Ende. Wir befinden uns am Ende des Kreditzyklus und egal, was noch alles gemacht wird: Das Kartenhaus bricht in sich zusammen. Eine Zinssenkung durch FED bringt die Wirtschaft in den USA nicht mehr auf Trab. Werden die Zinsen nicht gekürzt, sinken die Zinsen der US-Staatsanleihen trotzdem weiter, weil sie viele haben möchten.

Auch Tesla befindet sich in einer ähnlich vertrackten Situation, denn die hochgesteckten Verkaufszahlen im zweiten Quartal wurden nicht erreicht. Doch deshalb zitterte Angela Merkel während des Staatsempfangs für den neuen ukrainischen Präsidenten Selenski nicht. Nach drei Glas Wasser war sie anscheinend wieder im Lot.

Die chinesischen Aktien bekamen die Aussagen von Marion Draghi nicht mehr mit, weil die chinesischen Börsen zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen waren. Sie werden deshalb erst später ansteigen können. In Europa hingegen stiegen sie direkt nach seinen Äußerungen sehr stark an und führten die Aktie Deutschen Bank wieder bis auf 6,48 Euro hinauf. Doch es handelte sich wie bereits erwähnt nur um heiße und sehr trockene Luft. Darauf sollte man nicht unbedingt bauen, aber das ist unser derzeitiges Fundament. Da würde ich auch zu zittern anfangen, wenn ich dafür verantwortlich wäre. Auch die deutschen Staatsanleihen sanken anschließend auf neue Tiefstände ab. Zahlreiche andere europäische Staatsanleihen sanken in diesem Strudel sogar erstmals unter 0 % Zinsen ab. Zum ersten Mal in ihrer zum Teil sehr langen Geschichte. Neben den üblichen Verdächtigen wie Spanien, Portugal, Frankreich, Holland und Deutschland, gehörten dazu jetzt auch die Schweiz und Schweden. An den US-Börsen erzielte Mario Draghi ebenfalls die gewünschte Wirkung, indem die Aktienkurse nach oben schossen. Erst nach Börsenschluss in Europa ließ der Andrang nach und in den letzten 30 Minuten zeigte sich wieder die übliche Kurschwäche. Der Anstieg der Aktienkurse wurde nicht nur durch Mario Draghi, sondern auch durch eine neue Hoffnung auf einen Handelsvertrag mit China auf dem G20-Gipfel geweckt. Doch wer daran jetzt noch glaubt, wird es noch wohl nie mehr kapieren. Es handelt sich zu diesem späten Zeitpunkt nur noch um Maßnahmen zum Schinden von Zeit, weil das Krisenkonzept noch auf Boris Johnson und damit den Herbst wartet. Selbst der chinesische Yuan konnte sich den ganzen Vorgängen nicht entziehen und stieg ebenfalls an.

Am 20. Juni 2019: Die unverwüstliche frühere Schauspielerin und heutige Politikerin der Demokraten Maxine Waters forderte eine Einstellung der Vorbereitungen zum Krypto-Projekt Libra von Facebook. Auch andere gut informierte Zeitgenossen glauben nicht an dieses Projekt unter der Leitung von Facebook, weil es dann auch das Ende der Banken bedeuten würde. Und so schnell schießen die Preußen nun auch wieder nicht. Das wird alles langsamer vonstattengehen. JP Morgan glaubt nicht an eine Verbesserung der Autokonjunktur im zweiten Halbjahr und dazu muss man nicht unbedingt JP Morgan sein, denn dazu genügt die tägliche Lektüre der aktuellen Wirtschaftsinformationen. In Illinois in den USA haben die Farmer inzwischen ihre Arbeit eingestellt, weil es unter den derzeitigen biblischen Regenmassen einfach keinen Sinn mehr ergibt. Für zahlreiche Farmer wird es überdies ihr letztes Jahr in der Selbständigkeit sein.

Ähnlich verfahren sie die Situation in China aus. Die seit vier Wochen sich Bahn brechende Bankenkrise frisst sich immer weiter in das System hinein. Durch das Hinzufügen neuer Liquidität lässt sich dieses Problem nicht lösen und auch bald nicht mehr verzögern. Und die sich verschlechternde Wirtschaftssituation macht alles noch viel komplizierter. Die FED kündigte heute zwar mögliche Zinssenkungen für den Juli an, aber das ist noch keine Garantie und ohnehin auch wie bereits beschrieben egal. Der 800 Milliarden Dollar schwere Transportmarkt der großen Lkw in den USA bezeichnet die gegenwärtige wirtschaftliche Situation mit einem Blutbad. Es handelt sich um den größten Rückgang im Frachtvolumen seit der ersten Finanzkrise. Angesichts dessen beschloss wohl Harley Davidson zusammen mit einem chinesischen Partnerunternehmen vor Ort Fahrräder bauen. Die Zeiten werden also sogar für Rocker sehr hart werden und das will etwas heißen.

Zumindest auf die US-Aktienmärkte hatte die gestrige Aussage von Powell so gut wie keine Auswirkungen. Die US-Aktien endeten nur deshalb höher, weil um 15:40 Uhr Ortszeit einer der traditionellen Panikkäufe einsetzte. Die Aktien der US-Finanzunternehmen litten unter der Ankündigung der Fed, weil niedrige Zinsen deren Geschäftsaussichten verschlechterten. Der Gesamtmarkt der Krypto-Währungen erreichte hingegen die neue Höhe von 288 Milliarden Dollar und der Bitcoin kostete 9.289 Dollar. Der Silberpreis stieg auf 437 Euro pro Kilo an und der Goldpreis auf 1.380 Dollar pro Unze. Alle drei Indikatoren deuten auf die große Krise hin, welche unbeirrt ihrem Höhepunkt zustrebt. Der WTI-Ölpreis stieg zwar auf 55,68 Dollar an, aber dahinter steckt natürlich keine echte höhere Nachfrage. Es sind nur verzweifelte Manipulationen der Daten, welche das wacklige Kartenhaus zusätzlich belasten. Immerhin sanken endlich in Süddeutschland die Benzinpreise auf breiter Front.

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