Privacy Policy QE4 oder die vierte Auflage der erweiterten globalen Geldmenge | AG News

QE4 oder die vierte Auflage der erweiterten globalen Geldmenge

Das vom Repo-Experten der Credit Suisse Zoltan Pozsar vorhergesagte Silvesterfeuerwerk an den Märkten blieb nur deshalb aus, weil die amerikanische Notenbank FED bereits im Oktober die vierte Auflage des Quantitative Easing auflegte und damit genau das tat, was er zur Vermeidung eines Crash zwischen den Jahren verordnet hatte. QE4 hatte dabei einen mengenmäßig umfangreicheren Start hingelegt, als die Vorgängerversionen QE1, QE2 und QE3. Das bedeutet, dass mehr Geld investiert werden musste, um auch nur annähernd ähnliche Effekte zu erreichen als noch vor ein paar Jahren. Solche Phänomene entdeckt man laufend in der Volks- und auch in der Betriebswirtschaft. Man müsste deshalb ganz genau wissen, dass es sehr bald überhaupt keinen Beitrag mehr zur Stabilisierung des Finanzsystems erbringen kann. Diesen Zeitpunkt sieht die Bank Morgan Stanley im April 2020 am Horizont auftauchen und dazu muss man nur logisch denken können. Diese Tatsache ist einerseits der sich abschwächenden QE-Waffe der FED geschuldet und andererseits der mengenmäßigen Begrenzung dieser Aktionen durch die Bilanz der FED. Die FED erreichte dieses Mal in Rekordzeit ihre maximale Bilanzausweitung und jenseits dieser vor Jahren selbst gesetzten Grenze liegt ein absolut vermintes Niemandsland. Ein falscher Schritt auf eine Tretmine und das war es dann auch schon gewesen.

Das sind also die tatsächlichen wirtschaftlichen Aussichten für das nächste Jahr und als wäre das nicht schon ernüchternd genug, gibt es auch noch das Gerücht, dass Boris Johnson bereits im Oktober einen harten Austritt der Briten aus der EU mit Macron ausgehandelt haben soll. Boris Johnson soll scheinbar das Szenario des nächsten Jahres ziemlich genau kennen und will deshalb Großbritannien direkt am 31. Januar ohne weitere Verhandlungen aus der Schusslinie der EU ziehen. Er will seinen Mitbürgern lieber die Zurückgewinnung der Fischereirechte in der Nordsee präsentieren, als die anstehende erneute Rettung von Banken in der EU. Für diesen Part in diesem schlechten Film eignen sich wie immer die leichtgläubigen Deutschen. Deshalb setzte Macron die Ernennung von Christine Lagarde als neuer Chefin der europäischen Zentralbank EZB durch, weil diese dann genüsslich den Euro verschrotten bzw. entwerten darf. Damit wäre die wirtschaftliche Vorherrschaft Deutschlands in der EU gebrochen, weil die Briten ein beträchtliches Handelsdefizit mit Deutschland zu verbuchen haben und die südlichen Länder der EU von einem wertlosen Euro zunächst profitieren würden. Die geplanten Übergangsfristen der EU zur Dämpfung dieses wirtschaftlichen Sachverhalts würden damit entfallen und einen überschaubaren Schlag in das deutsche Kontor verursachen. Das würde zwar ordentlich scheppern, aber Deutschland natürlich noch nicht ins Wanken bringen. Der entscheidende Schlag in die Magengrube stünde dann erst zu Beginn des zweiten Quartals an.

Doch dies sind alles nur optimistische Szenarien für die nächsten Wochen, weil das Finanzsystem inzwischen sehr zerbrechlich ist. Das konnte man gestern wieder an den US-Börsen beobachten, an welchen die Preise der Aktien- und Staatsanleihen unerwartet nachgaben. Der Yardemi-Index zeigt nämlich gleich zu Beginn des nächsten Jahres eine Kurskorrektur an den US-Börsen von etwa 20 % an. Das kann Rückkopplungen in anderen Bereichen zur Folge haben und spätestens bei einem harten Brexit zum 31. Januar würde das Kartenhaus erkennbar wackeln. Diese Ereignisse sind zeitlich nicht mehr weit entfernt und deshalb eigentlich eine große kommunikative Bedrohung der Oligarchen. Die deutschen Leitmedien nähern sich viel zu langsam dieser harten wirtschaftlichen Realität an und werden daran wohl bald zerbrechen. Spiegel-Online musste immerhin gestern zugeben, dass sich der deutsche Automobilmarkt in großer Not befindet, welches sich im nächsten Jahr nicht mehr verheimlichen lässt. Trotzdem machen heute alle großen und kleinen Leitmedien noch einmal kräftig einen auf heile Welt, um schon morgen wieder wie Spiegel-Online in Depressionen zu verfallen. Sie ahnen, dass diese Krise ihre letzte Schlacht sein wird, welche sie im Auftrag der Oligarchen sehenden Auges verlieren werden. Man kann nicht die Digitalisierung predigen, wenn man sie nicht für sich selbst nutzen kann oder will. Doch das werden sie in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen und wer wie sie mit vollen Segeln in diese Krise hineinfährt, der wird auch grandios in ihr untergehen.

Gut informiert sein wird im nächsten Jahr weitaus wichtiger sein als alles andere auf dieser Welt. Nutzen Sie deshalb Ihre Chance und zeigen Sie den Oligarchen Ihren informativen Mittelfinger auf allen nur erdenklichen Kanälen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!