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Rom und die neue Seidenstraße nach China

Am 22. März reist der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Italien. Das wichtigste Thema bei seinen Gesprächen in Rom stellt dabei das Projekt der neuen Seidenstraße dar, welche schon in früheren Zeiten den Italiener Marco Polo bis nach China führte. Mit neuen Straßen- und Schienenverbindungen soll der Handel mit China in naher Zukunft wieder beflügelt werden und dies wäre für Italien ein wirtschaftlicher Segen. Marco Polo brachte über die alte Seidenstraße übrigens auch den chinesischen Trick mit dem Papiergeld vor ungefähr 800 Jahren nach Europa, welcher von den Zentralbanken professionalisiert und global aufgebaut wurde. Selbst die kommunistischen Chinesen werden von einer privaten kapitalistischen Zentralbank aus London bzw. New York dirigiert. Doch damit ist es nach der zweiten Finanzkrise vorbei.

Einen Tag zuvor, am 21. März findet in Brüssel eine Beratung zu diesem Projekt statt, weil die EU natürlich nicht tatenlos zuschauen wird, wie ihr die Chinesen die Butter vom Brot nehmen. Die EU wird sich deshalb etwas einfallen lassen müssen. Zahlreiche Mitglieder der EU haben sich bereits mit der neuen Seidenstraße oder der Belt and Road Initiative (BRI) eingelassen. Zu ihnen gehören unter anderen Griechenland, Portugal und Italien. Während des Besuchs von Xi soll auch eine erste Absichtserklärung zwischen Italien und China bezüglich des BRI unterzeichnet werden. Das dürfte in Brüssel und Washington nicht gerade für Begeisterung sorgen, denn gerade in den USA hält man nichts von diesem Vorhaben. Schließlich untergräbt es die wirtschaftliche Vormachtstellung der Amerikaner, welche aber gerade unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen. 152 Staaten haben bereits ihr Interesse an der neuen Seidenstraße bekundet und auch Deutschland spielt in diesem Verbund längst mit. Duisburg ist seit 2014 die Endstation einer 11.000 Kilometer langen Eisenbahnstrecke für Containertransporte aus China nach Europa. Selbst der Hamburger Hafen und Rotterdam haben sich bereits in Richtung China neu ausgerichtet. In Italien soll Venedig zum wichtigsten Hafen der Chinesen aufsteigen und die chinesischen Waren in die Schweiz, Österreich, Slowenien und Ungarn weiterleiten.

In China genießen die Ware aus Italien einen sehr guten Ruf, weil Marken wie Ferrari oder Lamborghini dort nach wie vor sehr gefragt sind. Außerdem ist Italien ein beliebtes Urlaubsziel der Chinesen. Die globale Weltwirtschaft verlagerte sich längst nach Asien und was jetzt noch fehlt, ist ein neues Finanzsystem. Dies wird im zweiten Halbjahr aber noch nachgeholt.

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