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Russisches Roulette

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Am 22. September 2019: In Mexiko haben sich zahlreiche Automobilhersteller mit Fabriken niedergelassen, um die günstigen Löhne zu nutzen. Aber auch in diesem Land ging im August der Automobilexport um 12,7 % zurück. Die weltweite Automobilkrise (Carmaggedon) hält an und es ist kein Ende des weltwirtschaftlichen Abschwungs in Sicht. Spätestens nach den Ereignissen der letzten Woche sollte es langsam dämmern, dass jeder weitere Tag wie bei einem russischen Roulette enden könnte. Man weiß, dass eine Kugel im Revolver ist und hält ihn trotzdem an die Schläfe, weil zu nur bei einem der fünf möglichen Versuche ein Schuss ausgelöst wird.

 

Ich habe in diesem Jahrzehnt die wichtigsten Aussagen der erfahrensten amerikanischen Wirtschaftsexperten studiert und ihre Vorhersagen sind seit der letzten Woche alle in Erfüllung gegangen. Es ist alles eingetroffen, aber nicht in der prognostizierten Reihenfolge und vor allen Dingen nicht zu vorhergesagten Zeit. Sie hatten diese Probleme bereits zu einem früheren Zeitpunkt befürchtet, aber zeitliche exakte Vorhersagen sind in einer Planwirtschaft nur den Planern selbst vorbehalten. Alles, was jetzt noch fehlt, ist ein oder mehrere Namen. Diese Woche hat ganz klar gezeigt, dass irgendwo auf der Welt eine Bank oder auch mehrere Banken große Probleme hatten und auf die Schnelle 75 Milliarden Dollar brauchten. Der nächste Akt in diesem Drama ist der erste Dominostein, welcher demnächst fällt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zentralplaner ganz genau wissen, wer in der vergangenen Woche kaum noch finanzielle Luft bekam. Einige Banken sitzen nämlich auf reichlich 1,3 Billionen Dollar Cash-Reserven und haben ihren klammen Kollegen nichts davon abgegeben. Weshalb wohl? Weil sie ganz genau wussten, dass sie es dann nie wieder sehen. Und so etwas würde kein vernünftiger Mensch machen.

 

Es ist deshalb kein Zufall, dass angeblich am vergangenen Freitag die Massen auf die Straßen gingen, obwohl ich in Süddeutschland in mehreren Städten nichts sah. Auch die Berichterstattung der Leitmedien zeigt ganz klar an, dass etwas im Busch ist. Die Revolvertrommel hat sich in letzter Zeit mehrfach gedreht und wer aufmerksam mitgezählt hat, der weiß jetzt ganz genau, dass sich beim nächsten Mal ein Schuss lösen wird, weil viermal nichts passierte. Man kann die Geldmenge nicht unendlich ausdehnen, wie noch immer zahlreiche ungebildete Experten glauben. Die Geldmenge muss in einem bestimmten Verhältnis zur Wirtschaftsleistung stehen und das ist bei der Leitwährung des US-Dollars ungefähr seit 1955 nicht mehr der Fall. Man hat das Finanzsystem bis zu seinen Extrempunkten belastet und deshalb seit 2015 die Geldmenge reduzieren wollen. Doch dabei knallte man an Heiligabend 2018 auf die Leitplanken der Börsen bzw. der Aktienkurse an der Wall Street. Man erhöhte in dessen Gefolge noch einmal heftig die Geldmenge und legte damit den Grundstein für die Probleme in der vergangenen Woche. Das Finanzsystem steckt wie der Jaguar meines Bonner Chefs in den neunziger Jahren wieder einmal in der Kurve eines engen Parkhauses fest. Da kam auch er regelmäßig nicht mehr alleine heraus.

 

Rien ne va plus heißt das dann im Spielcasino: Nichts geht mehr!

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