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Über den Untergang der politischen Parteien in Deutschland

Gab es jemals eine Notwendigkeit für politische Parteien? Eigentlich nicht, weil sie die Demokratie von innen heraus nur zerstören und wir die Endphase dieses Prozesses gerade mit eigenen Augen sehen dürfen. Wenn sich jeder Delegierte auf seine dringendsten Aufgaben in seinem Wahlbezirk konzentrieren würde, dann ginge es seinen Wählern besser als zuvor und er müsste sich über seine Wiederwahl keine Sorgen machen. Außerdem benötigt man dazu kein Wahlprogramm. Wahlprogramme sind reine Propaganda, denn nur der Wählerauftrag zählt. Als kleiner Nebeneffekt dieser tatsächlichen Aufgaben unserer Abgeordneter sähe unser Land unter derartigen normalen Voraussetzungen ganz anders aus, aber davon können wir weiterhin nur träumen. Die Wirklichkeit besteht darin, dass die Durchschnittsbürger vor lauter Skandalen den Überblick komplett aus den Augen verloren haben. Und darin ist durchaus eine Absicht zu erkennen. Wer möchte schon auf frischer Tat erwischt werden? Die Politik zieht in ihrer gegenwärtigen Verfassung eine ganz spezielle Zielgruppe von Menschen an, mit welchen wohl kaum jemand einen Umgang pflegen würde. Doch in Deutschland muss man nur zum Bürgermeister gewählt werden und dann ist man bereits jedermanns Liebling. Sie sind gar kein schlechter Ersatz für Könige und Kaiser, doch dafür ließen einige unserer Vorfahren bestimmt nicht ihr Leben. Das hätten wir auch viel einfacher haben können. Den größtmöglichen Schaden könnte jeder normale Dorfdepp anrichten, aber er könnte es eben einfach nicht besser und jeder müsste das eigentlich schon vorher gewusst haben. Bei den Politikern verhält es sich ziemlich ähnlich, aber alle geben sich später völlig erstaunt, wenn es dann tatsächlich so ist. Dabei könnte ein kurzer Blick mit dem inneren Auge auf die eigene Schulklasse schnell aufzeigen, woran das ganz offensichtlich liegen könnte. Denn in die Politik verschlug es immer nur die faulen Schwätzer, welche selten ihre Hausaufgaben machten und ständig immer nur irgendwelche völlig hirnverbrannten Dummheiten im Kopf hatten. Doch kaum waren sie dem Bildungszwang entkommen, machten sie schnell Karriere in einer Branche, in welcher man nichts können muss. Die einzige Hürde besteht darin, gewählt zu werden und dann geht alles wie von selbst. Dass daraus nicht besonders viel werden kann, sollte eigentlich jedem klar sein.

 

Die Politik ist der größte Selbstbedienungsladen der Welt, in welchem man sich einfach nimmt, was man gerne haben möchte und dafür nichts tun hat. Es ist das Schlaraffenland der Faulen. Und wenn man dabei zufällig erwischt wird, dann bekommt man als Belohnung zum Abschied aus Politik sogar noch ganz viel mehr obendrauf. Man verdient dann ganz offiziell bei seinen zuvor verheimlichten Auftraggebern seine Brötchen und den Wählern ist es egal. Wer heute noch daran glaubt, dass die Politik auch nur noch etwas mit den Wählern zu tun hat, der sollte sich vielleicht wieder einmal einem Gesundheits-Check-Up unterziehen. Wenn die Politiker etwas können und wirklich arbeiten müssten, dann würden sie schon morgen um unsere Mülltonnen kreisen. Die Politiker dienen nur exklusiv ihren heimlichen Auftraggebern und scheren sich dabei um keine Gesetze. Sie schrecken nicht einmal vor Gewalttaten zurück. Sie verschaffen ihrer Klientel in erster Linie öffentliche Aufträge, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen. Auf diese Art und Weise haben wir ein System bejubelt, welches ständig das Geld von unten, d.h. der wirklich arbeitenden Bevölkerung nach oben pumpt. Das konnte auf die Dauer nicht funktionieren, weil dies eine Marktwirtschaft ziemlich schnell in eine Planwirtschaft umwandeln würde. Aber wir hatten zu keinem Zeitpunkt eine freie Marktwirtschaft, doch dies ist ein ganz anderes Thema.

 

Wir leben seit ewigen Zeiten in einer sehr gut organisierten Raubwirtschaft und sind lediglich der Meinung, dass es sich um eine Marktwirtschaft handeln würde. Das wird uns auf den Schulen und Hochschulen zu unserer Beruhigung eingetrichtert, aber eine echte Marktwirtschaft würde unsere real existierende Politik relativ rasch zerlegen, weil man dies Wettbewerb nennt. In einer echten Marktwirtschaft gäbe es auch einen harten Wettbewerb unter den Medien und die würden sich auf etwaige Skandale in der Politik stürzen wie die Hyänen auf ihr Opfer. Aber in unserer Scheindemokratie arbeiten die Leitmedien mit der Politik bei der Vertuschung etwaiger Affären ganz eng zusammen. Wir haben deshalb keinerlei Wettbewerb mehr unter unseren Medien. Überall wird der gleiche Schwachsinn propagiert, welcher längst nichts mehr mit der Wahrheit zu tun hat. Selbst das Unterhaltungsprogramm ist derart langweilig, dass es bei besseren Alternativen von keinem einzigen konsumiert werden würde. Die Nachrichtensendungen verwandelten sich in den letzten Jahren in billige Infotainment-Formate, welche den Niedergang der letzten Überreste einer politischen Kultur nur noch beschleunigten. Doch seltsamerweise regt sich lediglich in Frankreich seit über einem halben Jahr ein nachhaltiger Widerstand und in Großbritannien wählte man im Grunde am vergangenen Wochenende alle etablierten politischen Parteien komplett ab. Nur in Deutschland wählte man grün, weil man noch mehr von dem politischen Schrott frei Haus geliefert haben möchte. Man gönnt sich ja sonst nichts.

 

Dabei ist die politische Kaste technologisch gesehen seit über 20 Jahren vollkommen überflüssig und mit ihnen die viel zu teuren Parlamente. Man kann über die anliegenden politischen Fragen in einer über das Internet ermöglichten direkten Demokratie laufend abstimmen lassen und dabei kämen übrigens viel produktivere Vorschläge heraus als von einer Horde von Dummköpfen. Zur Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen würden vermutlich weniger als 50 Angestellte auf Zeit in einem überschaubaren Büro in Berlin ausreichen, welche diese Beschlüsse umsetzen sollten. Damit es dabei zu keinen Beeinflussungen kommt, würde man diese Belegschaften regelmäßig austauschen, weil es kein begehrter Job wäre und es genügend andere Arbeitsplätze gäbe. Die Politiker rechtfertigen ihre Existenz immer wieder mit ihren speziellen Kenntnissen. Worin diese genau bestehen sollen, verraten sie aber nie, weil es natürlich keine gibt. Dies verrät nämlich alleine schon die Existenz zahlloser Berater in der Politik, welche ihrerseits gerne als Nieten in Nadelstreifen bezeichnet werden. Sie können in erster Linie hohe Rechnung für ihre Beratungsleistungen aufsetzen, aber mehr auch nicht. Jede Sekretärin würde diese Berater ganz schnell aus dem Rennen werfen, wenn sie nur dürfte. Um einem Unternehmen den Auftrag zum Bau einer Straße zu erteilen, muss man nur die Angebote lesen und rechnerisch vergleichen können. Die Firma mit dem günstigsten Angebot bekommt in einer echten Marktwirtschaft den Auftrag und wenn die Straße anschließend nicht den Vorgaben entspricht, bekommt es der Unternehmer mit einem Rechtsanwalt zu tun. Bei uns in der heutigen Realität der BRD bekommen immer die gleichen Großunternehmen die ganzen Aufträge und die können tun und lassen, was sie möchten. Sie haben keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Selbst wenn sie für wahnsinnig viel Geld keinen Flughafen hinbekommen oder ein Segelschiff verschrotten, droht ihnen absolut kein Ungemach.

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