Privacy Policy Unser geheimer Krieg in Afrika - Teil 1 | AG News

Unser geheimer Krieg in Afrika – Teil 1

Die USA und die NATO betreiben heimlich die größte militärische Infrastruktur in ganz Afrika. Es handelt sich dabei konkret um 34 Militärstützpunkte, von denen jedoch einige streng geheim sind und sich 30 weitere gerade geplant werden oder sich im Aufbau befinde. Weitere 4 afrikanischen Länder dürfen sich also über diese künftige Militärpräsenz freuen. Man kann deshalb nicht gerade behaupten, dass dieses Engagement zukünftig verringert wird. Zumindest nicht freiwillig, sondern höchstens durch wirtschaftliche Zwänge. Der Warschauer Pakt existiert zwar längst nicht mehr und deshalb wäre auch die NATO seit 30 Jahren überflüssig geworden. Aber sie suchte sich einfach ein neues Betätigungsfeld im rohstoffreichen Afrika oder besser gesagt mit der Verteidigung der westlichen Raubwirtschaft. In diesem Eroberungskrieg würde Macron selbstverständlich gerne Berlin als treibende Kraft ablösen, doch das dürfte nicht besonders einfach werden. Schließlich sind es nicht nur die wirtschaftlichen Interessen, welche hier verteidigt werden. Es geht auch noch immer um die angebliche Begrenzung des russischen Einflusses auf diesem Kontinent, also im Grunde noch immer gegen den Ostblock. Aber man kämpft mit zweierlei Schwertern, weil dort lediglich die russische Wirtschaft mit Söldnern präsent ist. Es handelt sich dabei um die Privatisierung der Kriegswirtschaft, welche auch im Westen kein Fremdwort ist. Private westliche Unternehmen mit Söldnern haben in den letzten Jahren auch im Westen an den Brennpunkten im Nahen Osten und in Afghanistan die kriegerischen Aktivitäten übernommen. Denn Kriege sind zumindest in den letzten Jahrhunderten immer wirtschaftliche Auseinandersetzungen gewesen. Weil es so gut wie keine Freiheit gibt, musste diese auch noch in kaum einem Krieg verteidigt werden. Es ging immer um reine Raubzüge. Während die Menschen im Westen noch immer daran glauben, dass von der NATO noch irgendwelche unbekannten Ideale verteidigt werden, gehen die russischen Firmen weitaus pragmatischer vor. Sie verfolgen die privatwirtschaftliche Interessen von Oligarchen und machen im Gegensatz zur NATO keinen Hehl daraus. Die westlichen privaten Firmen mit Söldnern werden hingegen noch immer direkt von ihren Herkunftsstaaten besoldet. Das ist vermutlich die größte Steuerverschwendung in der Geschichte der Menschheit, weil damit reine Wirtschaftskriege geführt werden. Die westlichen Vorbilder für die privaten Söldnertruppen sind deshalb mit Steuermitteln üppig ausgestattet und deshalb groß. Die russischen Unternehmen sind demgegenüber klein und schlechter ausgestattet, weil sie weniger Geld in der Kasse haben.

Die Mitarbeiter der russischen PMC (Private Military Contractor) werden demzufolge korrekt als Söldner bezeichnet und agieren nicht im Auftrag der Regierung der Russischen Föderation. Sie werden direkt von russischen Firmen bezahlt, weil sie auch deren Interessen vertreten und hierbei kollidieren sie natürlich mit den westlichen Konkurrenten. Bei einer dieser Auseinandersetzungen mit den privaten russischen Unternehmen von Gazprom gewannen zum Beispiel die besser ausgestatteten Leute von Exxon am 6. Oktober 2019 im Kampf um den Zuschlag für ein Erdgasfeld in Gabo del Gado in Mosambik im Wert von stolzen 30 Milliarden Dollar. Ursprünglich hatte Gazprom mit seinen privaten Truppen in diesem Gebiet des Landes die Nase vorn, weil sie zum günstigsten Preis in einem Bieterwettbewerb der Regierung von Mozambik den Zuschlag erhielten. Sie sollten dort unter den Drogenhändlern im Gebiet von Gabo del Gado gründlich aufräumen. Doch dieser Kampf gegen die selbst auf Drogen befindlichen Betäubungsmittelhändler war weitaus schwieriger und gefährlicher als gedacht. Er endete schließlich mit dem Tod von 7 russischen Söldnern und führte zum Abzug dieser privaten russischen Armee. Während über die Misserfolge der russischen Söldner hin und wieder falsch in den westlichen Leitmedien berichtet wird, liest man über die westlichen Militärorganisationen kaum etwas. Über den Tod dreier russischer Filmemacher in der Zentralafrikanischen Republik wurde sogar spekuliert, dass sie dem illegalen Treiben der russischen Milizionäre auf die Schliche gekommen wären. Doch in Wirklichkeit haben sie sich nur leichtfertig aus der Sicherheitszone der Russen entfernt und kamen dabei ums Leben. Außerdem wurde über das vermeintliche Verschwinden russischer Söldner in Somalia berichtet, was bislang jedoch noch nicht bestätigt wurde. Das angebliche Auftauchen von 1.100 russischen Söldnern in Libyen ist mehr als nur konsequent, weil dieses Land als Vorhof zur Hölle unbedingt wieder zur Ruhe kommen sollte.

Vor einem ähnlichen politischen Hintergrund kam es 1956 zur Suez-Krise, doch heute liegen die Dinge etwas anders. Die USA waren seit ihrer Übernahme von 1789 durch die Anhänger einer zentralen Regierung in Washington die einzige kontinuierlich wachsende Weltmacht hinter dem Britischen Imperium. Die Sowjetunion hätte sicherlich gerne die Weltrevolution angezettelt, aber durch einen wirtschaftlichen Geburtsfehler hatte sie keine echte Chance, dieses Ziel jemals in der harten Realität zu erreichen. Die Suez-Krise war deshalb nur ein Anlass, damit welcher sich Israel erstmals und Großbritannien sowie Frankreich letztmals noch einmal richtig aufspielen konnten. Heute geht es in Afrika nur noch um die wirtschaftliche Vormachtstellung und an dieser möchten selbstverständlich auch die beiden anderen Großmächte Russland und China teilhaben. Die USA betreiben mehr militärische Einrichtungen im Niger als alle anderen Länder zusammen. Genauer gesagt sind es deren fünf: Niamey, Ouallam, Arli, Maradi und eine geheime Basis in Dirkou. Die Chebelley Drohnenbasis in Dschibuti ist die größte ihrer Art in der ganzen Welt, von welcher aus die USA jedes Ziel in der Sahelzone oder auch bis hin zum Iran erreichen können. AFRICOM (Oberkommando der USA in Afrika) baut eine noch größere Basis in Agadez im Niger (Niger Air Base 201) auf, von welcher man alle Ziele in Algerien oder in der Sahelzone erreichen kann. Die USA betreiben ferner eine geheime Militärbasis in Tunesien (Sidi Ahmed), welche nun dem tunesischen Präsidenten Kais Saied ein Dorn im Auge sein dürfte. Außerdem gibt es fünf weitere Stützpunkte in Somalia, inklusive von ein paar geheimen Basen, welche die berüchtigte AFRICOM Lightning Brigade unterstützen. Diese Liste ist an dieser Stelle noch lange nicht vollständig und es ist deshalb einfach lächerlich, wenn man den vergleichsweise sehr überschaubaren privaten Truppen der Russen und Chinesen vorwirft, dass sie sich Afrika untertan machen würden.

Am 12. Dezember stehen Präsidentschaftswahlen in Algerien an und man muss sich wirklich ernsthafte Sorgen um diesen letzten Leuchtturm in Nordafrika machen, welches inzwischen von den US- und NATO-Truppen völlig eingekesselt ist. Es widerstand in der Vergangenheit sogar den Verlockungen der IWF-Kredite und das will schon einiges heißen, weil sich fast alle Länder durch solche Kredite versklaven ließen. Es exportiert außerdem mehr Erdöl in alle Welt als zum Beispiel der Iran. Das macht es bei den imperialistischen Raubtieren natürlich begehrt. Seine Wirtschaft ist noch stabil und die Inflation gering. Doch die afrikanische Landkarte wird sich im Zug der großen Krise komplett verändern. Die USA werden in ihren eigenen Schulden ersticken und die US-Army folgt der Armee des Römischen Reichs in die Vergessenheit der Geschichtsbücher. Wir erleben gerade die letzten Zuckungen des US-Imperiums, welches das nächste Osterfest nicht mehr in seiner derzeitigen Form und Verfassung erreichen wird.

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