Privacy Policy Unsere Fantasie-Wirtschaft bricht auseinander | AG News

Unsere Fantasie-Wirtschaft bricht auseinander

Eine Achterbahnfahrt beschreibt es am besten, denn das ging gestern an den US-Börsen ab und sie endete am späten Nachmittag mit einer wundersamen Rettung, wie man es erwarten durfte.

Doch die Zeiten der großen Manipulationen der Aktienkurse sind definitiv vorbei. Schon in der letzten Nacht brachen die Dow-Futures wieder um 800 Punkte ein.

In Deutschland sah es nicht arg viel besser aus, weil der DAX gestern am fünften Tag in Folge verlor. Damit kommen ganz schnell die großen alten Probleme (Deutsche Bank, Commerzbank etc.) mit größerer Wucht als zuvor zurück.

Manipulationen sind einfach kontraproduktiv und das wird demnächst jeder am eigenen Leib zu spüren bekommen. Trotzdem geht es mit diesem seltsamen Spiel an den Börsen noch einige Tage weiter.

Dafür sorgen in den USA jetzt sogar noch zehnjährige Kinder, welche plötzlich keine Zeit mehr für Computerspiele wie Fortnite haben, weil sie ihr Taschengeld mit dem Handeln von Aktien auf Robinhood aufbessern möchten.

Das ist aber sehr gut, weil sie damit schon sehr früh ganz wichtige Erfahrungen für ihr späteren Leben sammeln können.

Seltsame Blüten treiben auch die Aktionen von Black Lives Matter (BLM).  In London musste zum Beispiel die Statue von Winston Churchill durch einen Verschlag geschützt werden. Sie wurde zuvor mit der Aufschrift “Rassist” besprüht und das ist sogar die Wahrheit.

Aber wenn es um die eigenen Leute geht, dann entscheiden die Machthabenden ganz anders als sonst. Es ist aber auch ein ganz klarer Hinweis darauf, dass auch diese Aktion nicht wie geplant läuft.

Der schlechte und böse große Plan will einfach nicht aufgehen und das liegt unter anderem daran, dass die Weltwirtschaft nur noch ein riesiges Fantasiegebilde ist. In Wirklichkeit ist sie eine reine Raub- oder Betrugswirtschaft.

Doch es geht immer noch das Märchen unserer kapitalistischen Wirtschaft um, welches sich in etwa so anhört: Firmen produzieren Waren und Dienstleistungen zum Wettbewerb auf einem freien Markt und verdienen dadurch ihr Geld.

Diese Profite fließen an die Investoren, welche auf der Basis dieser Profite ihr Geld in die rentabelsten Aktien investieren. Und weil die Profite steigen, machen dies auch die Aktienpreise nach.

Es handelt sich dabei angeblich um eine Win-win-Situation für alle. Die Verbraucher bekommen die besten Waren und Dienstleistungen für ihr Geld, die Arbeiter bekommen gute Löhne für ihre Arbeit und die Investoren verdienen an ihre Kapitalanlage als Kapitalisten gut.

So lernt man es jedenfalls in den Märchenbüchern der Schulen und wenn mir jemand sagen kann, wo es so etwas noch gibt, dann gehe ich heute sofort dorthin.

Von Apple wird zum Beispiel behauptet, dass es eine solche echte Erfolgsgeschichte wäre. Der Firmenwert stieg von 400 Milliarden Dollar auf 1,4 Billionen Dollar. Doch ein Blick auf die operativen Gewinne zeigt seit Jahren keinerlei Anstieg.

Wie kann sich der Firmenwert verdreifachen, wenn die Gewinne stagnieren?

Die Antwort lautet: durch finanztechnische Tricks! Apple verkauft fleißig Unternehmensanleihen und zahlt dafür kaum Zinsen. Mit diesem Fremdkapital und dem größten Teil seiner Einnahmen kauft es seine eigenen Aktien auf, welche dadurch im Preis steigen!

Apple kaufte Aktien im Wert von 338 Milliarden Dollar allein in den letzten 7 Jahren. Und mit diesem legalisierten Betrug erhöhte man mit 338 Milliarden Dollar seinen eigenen Firmenwert um 1 Billion Dollar.

Man hat also unter dem Strich 662 Milliarden Dollar Geld eingenommen, weil es noch immer genügend Idioten gibt, welche Apple-Aktien zu diesem Preis kaufen.

Dies funktioniert aber nur bei ewig steigenden Aktienkursen und diese Zeiten sind inklusive einer Verlängerung von knapp drei Monaten seit dem März endgültig vorbei.

Nichts geht mehr oder rien ne va plus heißt das im Spielcasino!

Besser verstehen lässt sich dieser Trick aber mit einem Comic aus den sechziger und siebziger Jahren. Und wir befinden uns alle im sogenannten Wile E. Coyote Moment und das ist nur im Zeichentrickfilm lustig und nicht in der Realität!

Denn ein solch gigantischer und tiefer Sturz verursacht höllische Schmerzen.

 

Wir haben uns den eigenen Ast abgesägt
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