Privacy Policy Viele Türken können sich kein Brot mehr leisten und für die Bäcker lohnt es sich nicht mehr – AG News

Viele Türken können sich kein Brot mehr leisten und für die Bäcker lohnt es sich nicht mehr

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Eine Schlange schlecht gelaunter Menschen steht im Regen auf der Straße vor dem Brotladen der Regierung in einem Vorort von Istanbul.

„Die Regierung bekommt das nicht den Griff“, sagt Sengul Essen (57).

„Ich habe 21 Jahre als Putzfrau an der Universität gearbeitet und jetzt stehe ich um Brot an.“

Die Türken führen einen aussichtslosen Kampf gegen die steigende Inflation.

Sie sehen täglich wie die Preise erhöht werden, weil die Lira gegenüber dem Dollar an Wert verloren hat.

Wie in jeder Inflation in der Wirtschaftsgeschichte können die Löhne und Pensionen nicht einmal mehr das Notwendigste abdecken.

Die Leute müssen nach billigem staatlichem Brot Ausschau halten, um etwas auf ihren Tisch stellen zu können.

An diesem kalten und nassen Nachmittag ist die Stimmung in dieser Warteschlange ziemlich mies.

Keiner will öffentlich etwas dazu sagen, weil sie die Rache von Recep Erdogan fürchten.

Einige melden sich dann doch zu Wort, verraten aber ihren Namen nicht.

„Die Stimmung erkennt man hier doch schon auf den ersten Blick“, sagt eine junge Frau.

„Am Morgen und am Abend sehen wir, wie die Preise steigen.“

Fügt ein älterer Mann hinter der jungen Frau stehend noch hinzu.

„Aber die Regierung verrät uns nicht, wie wir das bewältigen sollen.“

Ein Elektriker hörte diesen Aussagen zu.

„Die Menschen leiden“, sagt er dann nachdenklich.

Er habe 2.900 Lira im Monat verdient (aktuell nur 207 Dollar) und seine Miete wurde gerade auf 2.000 Lira erhöht.

Seine Frau würde von allem pro Woche weniger kaufen, um mit dem Haushaltsgeld hinzukommen.

„Aber wir schaffen das nicht“, ergänzt er.

Die Lebensmittelpreise sind in der Plandemie weltweit angestiegen.

Dies wurde von den Unterbrechungen der Lieferkette, den höheren Ölpreisen, der Knappheit an Düngemitteln und anderen Widrigkeiten zusätzlich befeuert.

Aber der Absturz der türkischen Währung von ca. 50 % seit dem Februar 2021 gegenüber dem Euro und dem Dollar, haben große Probleme verursacht.

Beim typischen türkischen Brot hat die Regierung hart eingegriffen und den Bäckereien einen Verkaufspreis vorgeschrieben, mit welchem sie noch Geld drauflegen müssen.

Das eröffnet einen Teufelskreis, welcher noch weit vor den Wahlen in 18 Monaten das Ende von Erdogan bedeuten wird.

Der türkische Staat fing dann auch noch selbst damit an zu backen und bietet den Bäckereien subventioniertes Mehl an.

Auf die gleiche Art und Weise ging 1.600 Jahre zuvor auf dem gleichen Boden das Römische Reich mit einer identischen und unsinnigen Wirtschaftspolitik unter.

Das staatliche Brot ruiniert im nächsten Schritt die Bäckereien und beschleunigt damit den weiteren Untergang dieser eigentlich gesunden Volkswirtschaft.

Krank ist an diesem System nur die Wirtschaftspolitik, welche ganz offensichtlich dieses Land gezielt herunterwirtschaften soll.

Für die Bäckereien erhöhte sich in diesem Jahr nicht nur der Mehlpreis, sondern auch der Strompreis und die Miete.

Hinzu kommen geringere Umsätze für die türkischen Bäcker und dies kann man nur durch eine Währungsreform beenden.

Wenige Stunden später brach die Lira erneut massiv ein und Erdogan stoppte den Aktienhandel.

Die türkische Zentralbank ist nun machtlos und jetzt kommt das dicke Ende.

Im planwirtschaftlichen Umfeld einer virtuellen Virenwirtschaft wird aber auch eine Währungsreform kein einziges Problem lösen.

In der EU und den USA hat man durch Währungsmanipulationen bislang noch alles einigermaßen auf Kurs halten können, dafür werden der Dollar und der Euro innerhalb weniger Sekunden ihren Abgang machen.

Zunächst der Dollar und dann der Euro.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat auch schon eine Idee, wie man das gut verkaufen kann.

Und der Termin ist auch schon festgelegt.

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