Privacy Policy Wann stellen die Börsen ihren Betrieb ein? | AG News

Wann stellen die Börsen ihren Betrieb ein?

Auf den Philippinen stellten die Börsen gestern ihren Betrieb vorerst ein, nachdem die Kurse in den letzten Tagen bald die Nulllinie erreicht hätten. Wer könnte wohl der nächste Kandidat sein? Etwa Italien?

Doch eine solche Entscheidung liegt nicht im Ermessen der einzelnen Länder. Auf den Philippinen hat dies Rodrigo Duterte wieder einmal ganz eigenmächtig durchgesetzt.

Der Dow ging gestern um nicht weniger als 3.000 Punkte zurück. Das war der drittstärkste Rückgang in seiner gesamten Geschichte. Nur 1987 und 1929 gab es jeweils einen stärkeren Rückgang.

Der Volatilitätsindex (VIX) befindet sich heute auf einem neuen Höchstwert und das bekamen die Händler der Futures in den USA bereits hautnah zu spüren, was das bedeutet. Zunächst ging es steil nach oben, dann ebenso hinunter und dann wieder hinauf.

Eine der besten Achterbahnen der Welt ist nichts im Vergleich mit den derzeitigen Aktienmärkten. 

In diesem Umfeld sollte man sich deshalb ziemlich rasch mit der Tatsache anfreunden, dass wir es sehr bald mit einem globalen Wirtschaftskollaps zu tun haben werden.

Der WTI-Ölpreis steht heute nur noch bei 29,43 Dollar pro Fass und es gibt erste Stimmen, welche ihn schon bald bei 10 Dollar pro Fass sehen. An unseren Tankstellen gibt man diesen Preisverfall indes noch nicht weiter, denn nur so wird man reich.

Wie bereits in der ersten Finanzkrise kommt es jetzt wieder zu den bald wieder alltäglichen dramatischen Abstufungen durch die Ratingagenturen. S&P wertete deshalb Boeing von A- auf BBB ab, d.h. auf Ramschniveau.

Damit befindet sich die erste amerikanische Firmenikone auf dem Weg zum Schrottplatz, d.h. in einer existenziellen Krise. Beim derzeitigen Niedergang des internationalen Luftverkehrs kommt Boeing in diesem Jahrzehnt nicht neu aufbereitet wieder in die Top 10 zurück.

Dieses Unternehmen hatte im letzten Jahrzehnt über 100 Milliarden für Aktienrückkäufe ausgegeben und damit die Vorstände reich gemacht. Jetzt verlangt es in Washington Staatshilfen. Doch daraus wird wohl nichts werden.

Italien und Spanien haben aus aktuellem Anlass die Leerverkäufe (Shorts) an ihren Börsen verboten, d.h. sie riechen bereits den modrigen Geruch aus dem Abgrund, in welchen die Börsen gerade hineinschlittern.

Amazon musste in den USA kurzfristig 100.000 Mitarbeiter zusätzlich einstellen, weil die Nachfrage durch die Corona-Krise stark angestiegen war.

Elon Musk behauptet jedoch noch immer, dass das Corona-Virus harmlos wäre und hat seinen Betrieb deshalb noch nicht geschlossen, obwohl an seinem Standort in Alameda County inzwischen alles dicht gemacht hat.

Der amerikanische Energieriese Exxon wurde von S&P von AA+ auf AA abgestuft und das war noch längst nicht das Ende von diesen Abstufungen. Durch das noch immer andauernde Blutbad an den Ölmärkten wird Exxon sehr bald auch noch das zweite A verlieren.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte die amerikanische Zentralbank FED noch immer nicht das aktuelle Leck in unserem Finanzsystem finden. Doch langsam läuft ihr die Zeit davon.

Es war also tatsächlich so, dass diese Leute den Schwachsinn aus den Vorlesungen über Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik nicht verstanden haben.

Sie möchten jetzt in ihrer Panik zu Maßnahmen greifen, welche selbst in der Theorie nicht ernst gemeint waren. Damit haben wir es schon heute mit dem Offenbarungseid zu tun.

Sämtliche Maßnahmen werden nicht mehr funktionieren, sondern wie heute im deutlichen Anstieg des Libors zu sehen, das Ende nur noch weiter beschleunigen. Rechnen Sie deshalb mit der spannendsten Woche in der Weltwirtschaft seit der Erfindung der Zentralbanken.

Und diese sind bei weitem nicht allmächtig, wie sie bislang vorgaben. Denn auch bei der Zentralbank der Zentralbanken (BIZ) in Basel hat sich das Corona-Virus mittlerweile eingeschlichen.

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