Privacy Policy Was machte der Schwarzwald-Rambo falsch? – AG News

Was machte der Schwarzwald-Rambo falsch?

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Heute gibt es zur Abwechslung einmal eine aktuelle Fallstudie in der Rubrik Survival, weil man aus Fallstudien immer sehr viel lernen kann!

Zunächst einmal war der Schwarzwald-Rambo kein Rambo, weil man ihn sonst nicht gefasst hätte.

Nach Presseangaben befand er sich schon mehrere Monate in seinem persönlichen Überlebenstraining, welches er aber ganz offensichtlich nicht konsequent betrieben hatte.

Er verabschiedete sich nicht komplett von der zivilisierten Welt und übernachtete vor gut einer Woche in einer privaten Waldhütte, als er entdeckt und der Polizei gemeldet wurde.

Ab diesem Zeitpunkt nahm sein verhängnisvolles Schicksal seinen letzten Lauf, weil er diesen Fehler nur wenige Tage noch einmal beging und dabei verhaftet wurde.

Er bescherte damit der Polizei eine Woche Sommerurlaub im schönen Schwarzwald. Sie musste nämlich nur abwarten und dem unbezahlten Kommissar Zufall eine Chance geben.

Hätte ich die Wahl bei diesem aktuell schönen Wetter, dann würde ich niemals in einer Hütte übernachten. Denn dort hat es immer auch Mäuse und die stören die Nachtruhe ganz gewaltig.

Manche haben sogar Angst vor Mäusen und das war die sichere Möglichkeit, ihnen auf jeden Fall zu begegnen.

Außerdem kommen gerade an einem Wochenende die Besitzer einer privaten Waldhütte höchstwahrscheinlich vorbei. Das war also im höchsten Maße unprofessionell.

Ich habe in meinem ausgedehnten Abenteuerurlaub bei der Bundeswehr oft im Freien übernachtet, und zwar sowohl im Sommer als auch im Winter.

In der Kälte hat eine Hütte einen klaren Vorteil, aber nicht bei mehr als 10 Grad Lufttemperatur.

Meine Übernachtung im Freien bei der Bundeswehr sah meistens so aus, dass man sich irgendwann nach Mitternacht todmüde irgendwo hinlegte und mitunter erst am nächsten Morgen darüber erschrak, wo man eigentlich geschlafen hatte.

Aber selbst an den unwirtlichsten Orten wurde der Schlaf nie durch irgendetwas unterbrochen. Der Schlaf im Freien ist übrigens der beste Schlaf, den ich kenne!

Sicherlich musste ich mir im Manöver keine Sorgen um meine Sicherheit machen, aber in unseren Breiten sieht man morgens ohnehin keinem Bären ins Gesicht. Und der hätte auch gar nicht so lange gewartet.

Später habe ich noch oftmals im Ausland wild kampiert und dabei war es immer entscheidend, rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit einen geeigneten Lagerplatz zu finden.

In der Nacht war das unmöglich und deshalb gab es auch jeweils Probleme. Einmal hatte ich mehr oder minder direkt in der Nähe einer Stromleitung übernachtet und das war ziemlich schlecht für die Schlafqualität.

Bei Tageslicht hat man noch den entsprechenden Überblick und man sollte sich immer etwas in der Höhe suchen, weil man dann auch keinen Überraschungsbesuch bekommt.

Ein Zelt ist im Winter unbedingt notwendig, aber im Sommer kann man es sich im wasserdichten Schlafsack direkt unter dem Sternenhimmel bequem machen.

Doch zurück zur Fallstudie. Nach der unnötigen Begegnung an der Waldhütte mit den Ordnungshütern hätte er nur im rechten Winkel zu Oppenau direkt in den tiefen Schwarzwald in Richtung Freudenstadt hineingehen müssen.

Und zwar sofort nach diesem unglückseligen Zusammentreffen. Schon nach 2 Stunden wäre er dann aus dem Blickfeld der Suchtrupps verschwunden gewesen.

Weil er bei schlechtem Wetter verhaftet wurde und ein Hubschrauber im Einsatz war, dachte ich mir zunächst, dass man ihn mit der Infrarotkamera im Wald entdeckt hatte.

Bei der derzeitigen Hitze könnte man jedoch nur morgens zwischen 5 und 7 Uhr jemand mit einer Infrarotkamera leicht finden und deshalb hätte er sein Nachtlager dementsprechend auswählen müssen.

Wer also aussteigt und das sind demnächst ziemlich viele, der kann keine Kompromisse machen.

Man muss sich bei der Ernährung vollständig umstellen und auch das gewohnte Bier (er wurde an der Kneipe „Bierhäusel“ entdeckt) ist höchstens noch eine gute Erinnerung an die besseren alten Zeiten vor 2020.

 

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