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Was tun?

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Am 23. September 2019: Die neue Woche beginnt ähnlich, wie die vergangene aufhörte. Es ist etwas in Bewegung geraten, nur leider eben nichts Gutes. Am Repo-Markt in den USA lief es heute erstmals seit dem vergangenen Mittwoch ohne eine Überzeichnung des Angebots. Trotzdem klafft noch immer eine Liquiditätslücke von 66 Milliarden Dollar. Die Aktienmärkte rutschten heute beginnend in Asien aufgrund der nicht mehr länger zu leugnenden Rezession in Europa talwärts. Die Produktionsaktivitäten in Deutschland haben mittlerweile den tiefsten Wert seit 7 Jahren erreicht und befinden sich damit wieder auf dem Niveau der letzten Finanzkrise.

 

Der Knaller des Tages war jedoch die Insolvenz des ältesten Reiseunternehmens der Welt (Thomas Cook) in Großbritannien. Damit sind weltweit 650.000 Urlauber gestrandet, darunter auch viele Deutsche. Vermutlich wird man den niemals mehr stattfindenden Brexit sowie das Klima dafür verantwortlich machen, aber in Wirklichkeit war es natürlich die aktuelle Weltwirtschaftskrise.

 

In Dänemark hatte die Zentralbank nach der EZB-Zinsentscheidung ihre Zinsen auf minus 0,75 % gesenkt. Die zweitgrößte dänische Bank, die Jyske Bank will ab Dezember ihre Einlagen ab 111.100 Dollar aufwärts negativ verzinsen. Die größte dänische Bank,  die Danske Bank, tut das jedoch nicht. Nicht weil es ihr besser ginge, sondern weil sie es sich imagemäßig durch diverse Skandale einfach nicht erlauben kann. Es möchte nämlich ohnehin kaum jemand sein Geld bei ihr deponieren. Aber auch in Dänemark wird die Weitergabe der negativen Zinsen, wie bei der UBS in der Schweiz bei Einlagen über 2 Millionen Schweizer Franken wird den gleichen Effekt haben wie in Japan, als es dort weitaus geringere negative Zinsen gab. Das sorgte damals dafür, dass die Tresore bei den Herstellern schnell ausverkauft waren, weil die Japaner vermehrt Bargeld horteten und die Nachfrage nach Gold und Silber deutlich anstieg an. Damals flüchteten noch viele in Fremdwährungen und Staatsanleihen, wovon man heutzutage aber besser die Finger lassen sollte. Der daraus resultierende Wertverlust würde deutlich höher ausfallen als die negativen Zinsen.

 

Die Zentralbank der Zentralbanken, die BIZ in Basel, warnte an diesem Wochenende ebenfalls vor einem finanziellen Desaster angesichts der sich negativ verzinsenden Schulden in Höhe von 17 Billionen Dollar. Doch die Warnungen der BIZ sind nicht weiter von Belang, weil sie meistens viel zu spät kommen. Südkoreas Exporte sind in den ersten 20 Tagen des laufenden Septembers um stolze 21,8 % gesunken. Das ist die brutale Realität und dazu benötigt man keine überfälligen Kommentare der Bankiers, weil sie für diesen Schlamassel verantwortlich sind. Die ohnehin schlechte wirtschaftliche Situation Südkoreas wurde durch den Handelsstreit mit Japan noch zusätzlich verschärft. Hinzu kommt die Tatsache, dass es in Südkorea seit der letzten Finanzkrise nicht mehr richtig gut lief. Das war übrigens in fast allen Ländern der Welt der Fall. Den vermeintlichen Aufschwung gab es nur bei den Bankiers und selbst dort nicht überall, wie man am Beispiel der Deutschen Bank leicht erkennen kann.

 

Was ebenfalls nicht in unseren Leitmedien am vergangenen Wochenende erwähnt wurde, war die Tatsache, dass es mit den gelben Westen in Frankreich auch am 45. Samstag noch munter weiterging. Die Zahl der Protestanten sank zwar im Sommer, aber im zehnten Monat dieser Bürgerbewegung ist das verständlich. Angesichts des ersten Geburtstags im Herbst und der sich verschlechternden weltwirtschaftlichen Situation könnte sich das rasch wieder ändern. Problematisch war hingegen der gewalttätige Auftritt des „Schwarzen Blocks“ (Antifa) sowohl bei der Versammlung der Gelbwesten als auch der Klimaaktivisten. Diese brachten übrigens statt der propagierten 50.000 Teilnehmer nur knapp 15.000 auf die Straße.

 

Auch in Hongkong ging es am 16. Wochenende leider wieder ziemlich gewalttätig weiter. Bei den Auseinandersetzungen wurden eine Shopping Mall geplündert und  zwei U-Bahnstationen angegriffen. Außerdem wurde wieder eine chinesische Flagge mit Kot beschmiert und ins Meer geworfen.

 

Bei den Kryptowährungen lief es am Wochenende wieder ganz schlecht. Der Gesamtmarkt ging auf 263 Milliarden Dollar zurück und der Bitcoin kostet heute nur noch 9.969 Dollar. Bei Silber geht es mit 543 Euro pro Kilo und beim Gold  mit 1.522 Dollar pro Unze wieder einmal zur Sache. Das Fieberthermometer der Krise steigt und vielleicht sehen wir in dieser Woche neue Höchstwerte.  Der WTI-Ölpreis sackte heute auf 57,81 Dollar ab und es besteht jetzt tatsächlich, wie von mir vorhergesagt, die Gefahr, dass er weiter nach unten durchbricht. Die Preismanipulationen funktionieren einfach nicht mehr, sondern wirken sich inzwischen sogar kontraproduktiv aus. Das hat man nun davon.

 

Ich habe bereits die erste Finanzkrise sehr genau beobachtet und schon damals festgestellt, wie schwer es ist, die Mitmenschen auf eine drohende Krise hinzuweisen. Das ist dieses Mal nicht anders. Die Menschen wachen erst nach den ersten Nackenschlägen auf. Doch die sind bei diesem Mal nicht von schlechten Eltern. Man kann sich zwar einer kommenden Krise bis zu ihrem tatsächlichen Eintreffen verweigern, setzt sich dann aber einer extremen Stresssituation aus. Schließlich ist man nach dieser Krise zum Handeln gezwungen, weil die Zahl der Insolvenzen in dieser Krise derart ansteigen wird, dass sie keiner mehr nachzählen kann.

 

Interessanterweise haben nach früheren Krisen ein paar wenige Menschen die richtigen Lösungen gefunden und sie damit im Nachgang auch gemeistert. Diese Lösungen finden Sie ab dem Tag X in diesem Blog und falls Sie auch dann noch immer nichts tun, wird Ihnen niemand mehr helfen können.

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2 Gedanken zu „Was tun?

  • September 23, 2019 um 7:30 pm
    Permalink

    Gucke jeden Tag auf Ihre Seite und freue mich, wenn ich einen neuen Artikel lesen kann. Es wäre -zumindest für mich- sehr hilfreich, wenn Sie vielleicht doch schon etwas früher ein paar Lösungsvorschläge mitteilen. Es würde mich doch sehr beruhigen, wenn ich zumindest ein paar Dinge -mit Ihrer Hilfe- richtig mache. Für Tipps, welche mich in die richtige Richtung weisen, wäre ich sehr dankbar! Mit frdl. Gruß

    Antwort
    • September 24, 2019 um 12:14 pm
      Permalink

      Weil die Krise sich jetzt permanent beschleunigt, werde ich das künftig täglich machen. Es wird jetzt in der Tat Zeit dafür. Vielen Dank für den Hinweis.

      Antwort

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