Privacy Policy Welches Spiel wird denn hier gespielt? | AG News

Welches Spiel wird denn hier gespielt?

Das Spiel welches auf diesem Planeten gespielt wird, ist seit 5.000 Jahren das gleiche und es endet immer damit, dass einige wenige alles besitzen und der Rest der Bevölkerung mit den Brosamen auskommen muss. Es ist das Spiel der Raubwirtschaft und man kann es zu Hause in der Freizeit nachspielen. Es nennt sich „Monopoly“ und der freundliche dicke Mann mit dem Zylinder ist kein geringerer als J.P. Morgan höchstpersönlich. Der Gründer der gleichnamigen Bank und einer der wichtigsten Betreiber dieses Spiels in der Realität. Auch dieses Mal hat das Spiel wieder bestens funktioniert und das Vermögen auf die Konten der Reichen und Superreichen gespült. Nicht einmal ein Promille der Weltbevölkerung hat den Trick durchschaut und deshalb geht es wohl bald schon wieder in die nächste Runde. Hinter den Kulissen sind die Würfel gefallen und Facebook darf mit seiner Libra in der nächsten Runde nicht absahnen. Dies bleibt der üblichen Verdächtigen vorbehalten. Hundertprozentig sicher ist die nächste Runde zwar noch nicht, aber 99,99 % reichen dafür wohl ganz gut aus.

 

Die holländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) schockte in der letzten Woche in einem Artikel die wenigen Eingeweihten damit, dass bei einem Zusammenbruch des Finanzsystems nur Gold seinen Wert weiterhin behalten werde. Deshalb wurde bereits 2017 von den Zentralbanken ein neuer Goldstandard beschlossen, welcher am 1. April 2019 (und das war kein Aprilscherz) in der vorletzten Stufe eingeführt wurde. Zuvor wurde Gold nicht als Geld angesehen, doch jetzt dürfen es die Banken wieder als solches ausweisen. Der Goldpreis pendelte sich in den letzten Wochen beim vereinbarten Kurs von 1.500 Dollar pro Unze ein und wer deshalb dieses Edelmetall unter dem Christbaum liegen hat, der kann sich innerhalb kürzester Zeit auf einen Wertzuwachs auf 2.500 Dollar freuen. Aber das werden wieder nur die gleichen sein, welche schon immer mehr wussten als die anderen. Selbst das Internet konnte in dieser Runde nicht die Mehrheit der Menschen aufklären, welche sich bald wieder darüber wundern werden, dass der Wert des Euro wieder einmal deutlich sank. Mit der Lebensversicherung kann man sich dann vielleicht noch einen neuen Fernseher kaufen und mit der monatlichen Rente kann man vielleicht noch ein einziges Mal den Kühlschrank auffüllen. Danach muss man mit zwei oder drei Nebenjobs über die Runden kommen. Auf die Idee, dass dies vielleicht nicht unbedingt so sein müsste, kommt aber auch dieses Mal wieder fast keiner. Dabei könnte man zum richtigen Zeitpunkt, nämlich am Ende des Kreditzyklus, mit nur einer einzigen Fingerbewegung die ganze Sache beenden. Doch dafür ist es jetzt schon wieder zu spät. Zwei bis drei weitere Generationen können jetzt wieder darunter leiden, nur weil die meisten auf der Schule nicht richtig aufgepasst haben. Dabei stand alles schwarz auf weiß in vielen guten Büchern drin.

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