Privacy Policy Weniger Champagnerkorken knallten im letzten Jahr – AG News

Weniger Champagnerkorken knallten im letzten Jahr

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Französischer Champagner war 2018 nicht mehr so stark nachgefragt worden wie ein Jahr zuvor. Der Absatz war sogar derart schlecht, wie seit 2004 nicht mehr. Das lag einerseits an den Protesten der gelben Westen im vierten Quartal 2018 in Paris und den Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs. Die meisten Touristen mieden im letzten Quartal 2018 die französische Hauptstadt. Schließlich sind seit über 17 Wochenenden die Champs-Élysées jeden Samstag geschlossen und am Sonntag sicherlich nicht mehr sehenswert. Aber auch der geplante Austritt der Briten aus der EU forderte seinen Tribut, weil man vorsichtshalber in Großbritannien die Warenlager rechtzeitig auffüllen wollte und dafür später etwas weniger bestellte.

Der weltweite Absatz von Champagner ging 2018 um 1,8 % auf 302 Millionen Flaschen zurück. Der Umsatz erhöhte sich jedoch durch Preiserhöhungen um 3 % auf einen neuen Rekordwert mit 5,6 Milliarden Dollar. Dieser Rückgang in Frankreich und Großbritannien konnte nicht durch höhere Verkäufe in Europa ausgeglichen werden. Frankreich und Großbritannien nehmen zusammen 60 % des gesamten Champagners ab. Der Verkauf in Frankreich ging um 4,2 % auf 147 Millionen Flaschen zurück. Damit wurde erstmals in der Geschichte in Frankreich mehr Champagner exportiert als konsumiert. In Großbritannien ging der Umsatz auf 460 Millionen Dollar zurück. Ein Jahr zuvor waren es noch 470 Millionen Dollar.

Der französische Export von Champagner nahm um 6 % auf 155 Millionen Flaschen zu. Der Umsatz erhöhte sich um 1,8 % auf 3,3 Milliarden Dollar, weil die Produkte der beiden bekannten Marken LVMH Moet & Chandon und Pernod Ricard in Asien und in den USA besonders heiß begehrt waren. In Großbritannien nahm der Umsatz mit Champagner im dritten Jahr in Folge ab, weil es wirtschaftlich laufend bergab ging. Das hatte nur wenig mit dem Austritt zu tun, weil dieser noch nicht stattfand. Das Volumen ging um 3,6 % auf 26,8 Millionen Flaschen zurück. Der Umsatz betrug 460 Millionen Dollar. Das Volumen ging 2017 bereits um 11 % zurück und 2016 um 9 %.

Die Verkäufe in die USA stiegen um 2,7 % auf 23,7 Millionen Flaschen an. Damit wurde ein Umsatz von 654 Millionen Dollar erzielt. Die Verkäufe nach Japan legten um 5,5 % auf 13,6 Millionen Flaschen zu. Die Verkäufe nach China und Hongkong legten mit jeweils 2 Millionen Flaschen in Hongkong um 12 % und in China um 10,1 % zu. Den größten Zuwachs erzielte im letzten Jahr Südafrika mit einem Wachstum von 38 % auf 1,1 Millionen Flaschen.

Ein Problem für die gesamte Branche der Produzenten von Champagner stellte der Prosecco aus Italien dar, welcher als Konkurrenzprodukt drei bis viermal günstiger ist und sich großer Beliebtheit erfreute. Aber auch die weiterhin weltweit schlechten wirtschaftlichen Aussichten werden den Champagner in nächster Zeit nicht überschäumen lassen.

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