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Wer nicht handelt, wird demnächst vom System ganz schlecht behandelt

Am 9. Juni 2019: Wer vielleicht über Pfingsten etwas zur Ruhe kommt, der sollte sich einmal ganz grundsätzliche Fragen stellen. Als ich in dieser Woche unterwegs war, kam ein junger Reporter (welcher mit Notizblock und Fotoapparat leicht zu identifizieren war) auf mich zu und wollte meine Einstellung zu Neuwahlen erfragen. Ich wollte ihn nur abwimmeln und sagte ihm, dass ich nicht in der Stadt wohne, in welcher er arbeitete. Er durfte in der Tat nur Einheimische befragen und trollte von dannen. Später begegnete ich ihm in der Fußgängerzone noch einmal und der Frust war ihm inzwischen aus seinen entglittenen Gesichtszügen zu entnehmen. Wie konnte man einen jungen Mann in den mittleren zwanziger Jahren und womöglich mit einem akademischen Hintergrund, welcher vermutlich als Praktikant bei einer völlig unbedeutenden Regionalzeitung auf der Schwäbischen Alb arbeitete, mit der dümmsten Frage des Jahres auf die Allgemeinheit loslassen? Das war eine Erniedrigung für diesen jungen Mann und ich hoffe, dass er diesen Nachmittag in einer mit Asylanten gefluteten Stadt gut überstanden hat. Was hat denn die aktuelle große Koalition in einem guten Jahr auf die Beine gestellt? Weniger als überhaupt nichts! Weshalb sollte man deshalb eine neue Regierung wählen, welche absehbar noch weniger auf die Beine stellt? Auch eine grüne Bundesregierung wird den Irrsinn nur weiter vorantreiben und die Menschen letzten Endes auf die Straßen bringen.

Die Menschen haben den Überblick längst verloren und insbesondere die jüngeren Leute glauben an diese nur noch virtuell existierende Konsumgesellschaft. Falls dieses System angesichts einer sich gerade sehr dynamisch entwickelnden zweiten Weltwirtschaftskrise und gigantischer mehrdimensionaler Probleme in allen lebenswichtigen Bereichen zusammenbricht, dann ist die bislang größte Massenschlägerei ein fröhlicher Kindergeburtstag für Zweijährige. Die Politik hat als Stellvertreter der Oligarchen diesen Schlamassel praktisch umgesetzt und die Leitmedien leisteten dazu die kommunikative Schützenhilfe. Was glauben diese geistigen Einzeller eigentlich, was passiert, wenn auch der Dümmste im Land diese offensichtlichen Zusammenhänge erkennt? Eine Flucht nach Südamerika fällt heute komplett aus, weil die neueste Weltwirtschaftskrise überall schon längst Fuß gefasst hat und die Gesichter der üblichen Verdächtigen auf allen Mobiltelefonen der Welt verfügbar sind. Also ich möchte nicht eines dieser Gesichter sein, wenn die Herren des Geldes ihren letzten Fehler begangen haben.

Wir leben inmitten des größten Betrugssystems der Menschheit, welches 1913 in Gang gesetzt wurde und inzwischen völlig außer Kontrolle geraten ist. Man entdeckte im Laufe der Jahrzehnte immer neue Verfeinerungen der Betrügereien und verlor dadurch auch noch den letzten Überblick. Die Zentralbankiers behaupten heute noch immer, dass sie alles im Griff haben und die Politiker glauben ihnen das vielleicht sogar noch. Aber in Wirklichkeit ist dies längst nicht mehr der Fall. Würde ein Pilot sein Flugzeug fliegen wie unsere Bankiers, dann würden längst sämtliche Passagiere ihre Kotztüten umgeschnallt und mit dem Leben abgeschlossen haben. Die Unfähigkeit der Bankiers in den Zentralbanken kann man an ihren Handlungen erkennen. Aktuelles Beispiel hierfür sind die angekündigten Zinssenkungen der amerikanischen Zentralbank FED. Man hofft dabei auf einen Anstieg der Aktien durch Zinssenkungen wie im Zeitraum von 1997 bis 1998. Doch die Weltwirtschaft hat sich seither grundlegend verändert und deshalb werden wir keine höheren Aktienkurse durch eventuelle Zinssendungen der FED sehen.

Die große Krise von 2019 wird man später vielleicht einmal als die von ceteris paribus ausgelöste Krise bezeichnen. Das hörte man im Studium der Volkswirtschaft bis zum Erbrechen und bedeutete, dass sich bei den theoretisch behandelten Fallbeispielen in der restlichen Wirtschaft nichts verändert hätte. Weil dies in der Praxis aber immer der Fall ist, waren sie deshalb vollkommen wirkungslos. Oder würden Sie sich einem Piloten anvertrauen, welcher bisher nur in Flugsimulatoren übte und nie richtig in der Luft war.

Zurück zur bitteren Realität dieser Tage. Innerhalb der italienischen Koalitionsregierung muss sich Innenminister Matteo Salvini täglich mit zwei Gegnern auseinandersetzen, welche ihm vom herrschenden System aufgezwungen wurden. Es handelt sich dabei um Premierminister Giuseppe Conte und Wirtschaftsminister Giovanni Tria. Sie bilden zusammen mit Staatspräsident Sergio Mattarella eine Troika zum Schutz der Interessen der EU bzw. der EZB. Ohne diese beiden Minister hätte es nämlich keine Koalitionsregierung aus der Lega und der 5-Sterne-Bewegung gegeben in Italien gegeben. Weil sich im Lauf der Zeit alle Zentralbanken durch ihre kriminelle Geldpolitik in eine klassische Zwickmühle hineinmanövriert haben, könnte Salvini durch geschicktes Taktieren aber trotzdem den Sieg davontragen. So seltsam es sich für schlichte Gemüter auch anhören mag, aber die vertrackte weltwirtschaftliche Situation ist sein wichtigster Verbündeter und übrigens auch von uns allen. Das alte Finanzsystem steht auf der Kippe und eine Neuauflage ist sehr unwahrscheinlich. Wer diese Chance aktiv nutzt, wird es garantiert nicht bereuen.

Last but not least:

Mehr als 4 Millionen Einwohner haben bislang ihrem Heimatland Venezuela den Rücken gekehrt. Zum Vergleich der Dimensionen sollte man sich vergegenwärtigen, dass 6,3 Millionen Syrer ihr Land während des Bürgerkriegs verlassen haben.

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