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Wie finde ich den richtigen Arzt?

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Neben einer gesunden Lebensführung ist auch die richtige Auswahl des Arztes ein wesentlicher Beitrag für die eigene Gesundheit. Ich gebe deshalb nachfolgend ein paar wichtige Tipps, wie man ihn oder sie besser findet. In der Zeit vor dem Internet musste man sich auf persönliche Empfehlungen verlassen und dies war deutlich riskanter als heute, weil man keine Ergänzung oder Alternative hierfür hatte. Nichtsdestoweniger ist auch im Internetzeitalter die persönliche Empfehlung eine wichtige Informationsquelle, doch man sollte sie immer noch mit zusätzlichen Informationen unterfüttern, welche man heute noch per Tastendruck zusätzlich abrufen kann.

Die wichtigsten Informationsquellen über Ärzte sind traditionell Jameda und Google. Jameda hatte es zumindest in Deutschland in der Anfangszeit geschafft, sich in diesem Bewertungsmarkt als erste Adresse zu etablieren. Ich hatte mich bei Jameda frühzeitig registriert und bis vor wenigen Jahren war es meine zuverlässigste Informationsquelle. Bis sich zunächst der Markt der Bewertungsportale durch Google und dadurch auch Jameda zu seinem Nachteil veränderte. Solche Bewertungsportale leben vom Umfang und Genauigkeit der Bewertungen durch die Nutzer. Doch genau dies ist der wunde Punkt bei dieser Geschichte, zumindest in Deutschland. Man hatte es schon immer mit zahlreichen Eigenbewertungen durch die Ärzte oder ihre Mitarbeiter zu tun. Doch diese erkannte man durch zu viele gute Bewertungen relativ einfach. Falls ein Arzt nur wenige sehr gute Benotungen hat, dann handelt es sich ziemlich sicher um ein manipuliertes Profil. Um sich deshalb ein zutreffendes Bild von einem Arzt machen zu können, sollte er oder sie schon ein Dutzend Bewertungen aufweisen können. Sonst sind sie noch nicht lange im Geschäft oder sie haben sich alle kritischen Beiträge entfernen lassen. Damit wären wir beim zweiten großen Thema der Bewertungsportale angekommen.

Jameda ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen und sobald einem Arzt etwas nicht an seiner Benotung gefällt, schaltet er einen Anwalt ein, welcher sich mit Jameda in Verbindung setzt, weil die Kommentare anonym verfasst wurden. In früheren Zeiten hatte Jameda augenscheinlich sehr gute Anwälte, weil meine kritischen Bewertungen nur zeitweise aus dem Netz genommen wurden und dann aber in der Regel, juristisch geprüft, ihr grünes Licht erhielten. Das ist heute nicht mehr der Fall, weil Jameda in der Zwischenzeit sein Geschäftsmodell änderte und Ärzteprofile verkauft. Und wer sich bei Jameda ein solches Profil erwirbt, der wird logischerweise keine Negativwerbung dulden. Dies verwässerte die Bewertungen und brachte scheinbar auch nicht genügend Geld ein, weil ab einem gewissen Zeitpunkt alle kritischen Bewertung abgestellt wurden, weil sich die Rechtsbeistände von Jameda nicht mehr zu helfen wussten. Weil ich selbst Jura im Nebenfach studieren musste, erkannte ich klar die Sparmaßnahmen bei Jameda und kündigte meine Mitarbeiter als fleißiger Bewerter bei Jameda im letzten Jahr auf.

Bei einem Vergleich mit Google stellte ich schon zuvor fest, dass diese Bewertungen inzwischen zuverlässiger waren. Das liegt daran, dass Google seinen Sitz in den USA hat und sich wenig bis eigentlich gar nicht um die Beschwerden deutscher Anwälte kümmert. Eine Löschung von Kommentaren müsste derart daneben sein, dass man ohnehin nichts damit anfangen könnte. Langfristig haben die anderen Bewertungsportale keine realistischen Chancen gegen Google, wenn sie sich nicht glasklar positionieren. Bei den Google-Bewertungen sind deshalb in der Regel fast alle negativen Einschätzungen vorhanden, welche das Gesamtbild realistischer aussehen lassen. Eine Negativbewertung im Verhältnis zu anderen Bewertungen sollte nicht weiter berücksichtigt werden. Insbesondere kann man bei Google auf reine Sterne-Bewertungen in seiner Analyse verzichten. Relevant sind nur Bewertungen mit mindestens ein oder zwei Sätzen, welche nicht übertrieben gut oder extrem schlecht sind. Die Wahrheit liegt auch in diesem Bereich immer in der Mitte.

Hat man sich schließlich entschieden, dann ist dieser Vorgang noch längst nicht zu Ende. Die weiteren Kriterien kann man jedoch nur vor Ort in Erfahrung bringen. Das nächste Schlüsselerlebnis hat man beim Betreten einer Arztpraxis. Hat man hier ein schlechtes Gefühl, weil es zum Beispiel eine Atmosphäre wie ein Bestattungsinstitut ausstrahlt, dann ist dies ein weiterer Punkt in der Gesamtbenotung. Abschließend entscheidet dann selbstverständlich noch der Auftritt des Arztes selbst über das Gesamturteil. Und auch hier gilt der erste Eindruck. Ist dieser nicht durchweg positiv, dann tut man sich und seiner Gesundheit langfristig keinen Gefallen, wenn man nicht sofort eine konsequente Entscheidung trifft.

Ich bin seit über 40 Jahren für die Auswahl meiner Ärzte verantwortlich und musste in den ersten Jahren sehr viel Lehrgeld bezahlen. Verglichen mit damals ist dieses Auswahlverfahren komplexer und auch wichtiger geworden, weil die Ausbildung der Ärzte in diesem Zeitraum erkennbar schlechter geworden ist. Die Zahl meiner Fehlbehandlungen hat deutlich zugenommen und wenn ich nicht selbst die richtigen Entscheidungen getroffen hätte, dann wäre dies ziemlich teuer geworden. Heute geht es aber nicht nur um das Geld, sondern auch das nackte Überleben. Eine nicht rechtzeitig erkannte Falschbehandlung kann zu einer schweren Erkrankung oder gar zum Tod führen. Wenn also eine Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt, dann liegt das nicht immer an ihrer Erkrankung, sondern an der falschen Medikation und damit dem falschen Arzt. Wenn Sie also ein schlechtes Bauchgefühl haben, dann sollten sie sich eine zweite Meinung einholen und bei dessen Bestätigung auch nicht lange zögern und den Arzt wechseln. Ich habe danach immer einen noch besseren gefunden, selbst wenn ich es selbst nicht mehr für möglich gehalten habe. Eine erfolgversprechende Suche macht viel Arbeit und kostet auch Geld, aber sie lohnt sich.

Tipp-Sammlung:

Geben Sie niemals einem Augenarzt oder dessen Mitarbeiterinnen ihre Brille in die Hand. Sie werden sie garantiert beschädigen, wenn sie die Brillenstärke messen. Für diese Daten gibt es einen Brillenausweis und das ist für Sie garantiert kostengünstiger.

Gehen Sie zu keinem sehr jungen Arzt, wenn Sie ihn nicht schon zuvor jahrelang persönlich kennen. Der junge Arzt muss noch lernen und es ist für sie gesünder, wenn er das mit anderen Menschen macht.

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