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Wie man sich eine eigene Insel leisten kann

In China stiegen gestern die Aktienkurse trotz aller schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft weiter an und glichen die Verluste, welche durch die Eskalation im Handelskrieg mit den USA entstanden waren, inzwischen wieder vollkommen aus. Das ist das reale Schlaraffenland für die mit dem System vernetzten Investoren, welches jeden ohne Vorkenntnisse innerhalb kürzester Zeit steinreich werden ließe. Auf diese Art kann man sich schnell eine eigene Insel leisten. Auch in Europa gingen erneut sämtliche Aktienmärkte in die Höhe, als wäre nichts geschehen, was auch der Fall war. Nichts rechtfertigte diese gestrige Aktieneuphorie. Es ist nur eine Show für das unwissende Publikum, welches nach wie vor daran glaubt, dass mit der Wirtschaft alles in Ordnung wäre. Nach der Europawahl wird dann plötzlich alles ganz anders aussehen. In den USA wurden ebenfalls alle Kursverluste vom vergangenen Wochenende wieder ersetzt, aber natürlich für die Verlierer. Die vom System zugelassenen Investoren wussten über diesen inszenierten Kursanstieg Bescheid und kauften die Aktien von den Verlierern günstig ein. Doch nach dem Börsenschluss in Europa lief es mit den US-Aktien schon nicht mehr so gut und deshalb sanken sie leicht in den Börsenschluss hinein. Aber auf die Woche gesehen, haben die US-Aktien noch einen kleinen Nachholbedarf gegenüber denjenigen in China und in Europa. In der nächsten Woche ist deshalb kein nennenswerter Kurssturz zu befürchten. Die EZB ist die größte Zentralbank der Welt und deshalb wird sie vor der Europawahl nichts anbrennen lassen. Aber im Juni wird es ziemlich hektisch werden, weil die globale Geldmenge in diesen Tagen kontinuierlich schrumpft. Ohne diesen Brennstoff ist aber kein weiteres Börsenfeuerwerk zu entzünden. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen befindet sich heute noch auf der Suche nach einem Boden bei 230 Milliarden Dollar und der Bitcoin kostet 7345 Dollar. Das ist nicht ungewöhnlich, weil es sich um einen sehr volatilen oder launenhaften Markt handelt. Weil sich an der Grundkonstellation für die Kryptowährungen (zum Beispiel den Handelskrieg mit China) nichts geändert hat, ist diese bislang größte Schwingung in dieser Saison ein klarer Vorbote für einen noch heftigeren nächsten Aufschwung. Selbst die Fachmedien für Kryptowährungen kommen heute mit sehr verqueren Erläuterungen für diesen Kursrückgang um die Ecke, welche die meisten wohl selbst nicht ganz verstanden haben. Die ist typisch für die Mainstream-Ökonomen (oder Ökonomiker), welche von der wahren Wirtschaft keine Ahnung haben. Sie hängen ihrer Ersatzreligion an und verdienen damit viel Geld. Mit den wirklichen wirtschaftlichen Zusammenhängen haben sie sich noch nie beschäftigt. Der Silberpreis wurde mit 417 Euro pro Kilo wieder heftig verprügelt und auch dem Goldpreis geht es mit 1.287 Dollar pro Unze nicht besonders gut. Der WTI-Ölpreis liegt bei 62,97 Dollar pro Fass und konnte nicht wie geplant ausbrechen. Er wird aber dranbleiben und es irgendwie noch ein- oder zweimal schaffen.

Die erst kürzlich an die Börse gegangene Pinterest-Aktie verlor ebenfalls in diesem schwierigen Umfeld und gehört deshalb nicht zu den systemrelevanten Papieren. In den USA zeichnet sich neben der allgemeinwirtschaftlichen auch noch eine landwirtschaftliche Katastrophe ab. Nur 30 % der Weizenfelder werden aktuell bewirtschaftet, sonst waren es um diese Zeit in den letzten 5 Jahren 66 %. Das ist eine ordentliche Differenz, welche sich schon im nächsten Winter in der Lebensmittelversorgung nicht nur der USA bemerkbar machen wird. Der Kurs der türkischen Lira kam wieder einmal ins Rutschen, nachdem Trump gestern die türkischen Sonderkonditionen im Handel mit den USA gestrichen hatte, welche 1975 für Entwicklungsländer eingeführt wurden. Als Hintergrund für diese Maßnahmen gelten die Waffenkäufe in Russland. Erdogan hat sich zum Erwerb des russischen S-400-Waffensystems entschieden und damit brüskierte er seine NATO-Partner. Die Zölle für türkische Stahlimporte wurden von 50 % auf 25 % halbiert, aber sie fielen zuvor um 48 %, womit alles beim Alten bleibt. Die Zinszahlungen der Türken für ihre Staatsschuldenstiegen von 5,9 % des Bruttosozialprodukts im Jahr 2017 auf inzwischen 8,2 %. Obendrein gehen ihnen für die Zinszahlungen in Fremdwährungen die dafür notwendigen Währungsreserven aus. Moodys drohte der Türkei deshalb schon mit einer Herabstufung. Für die Türkei ist deshalb der Weg in die Hyperinflation bereits vorgezeichnet. Ähnlich brisant ist die Lage auf den Marshall-Inseln in Ozeanien auf welchen in den fünfziger Jahren die amerikanischen Atomwaffenversuche stattfanden (Bikini- und Eniwetok-Atoll). Die strahlenden Überreste dieser Atomwaffenversuche wurden zu Beginn der siebziger Jahre ähnlich wie in Tschernobyl notdürftige einbetoniert. Dieser radioaktive Krater gibt inzwischen immer mehr strahlendes Material in den Pazifik ab. Gibt man die Marshall-Inseln bei Google ein, ist davon in den obersten Suchergebnissen nichts zu lesen. Dort gibt es sogar Reisetipps für die beiden vorgenannten problematischen Atolle. Wer weiß heute schließlich noch, was vor 70 Jahren dort passierte? Die Dummen werden schließlich ständig aufs Kreuz gelegt.

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