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Wie man unkompliziert abnimmt und sein Körpergewicht kontrolliert

Die einfachste Art sein Körpergewicht zu reduzieren, besteht nicht etwa darin, weniger zu essen, sondern sich etwas mehr zu bewegen. Eine gesunde Ernährung ist zwar die notwendige Grundlage für ein gesünderes Leben, aber eine Diät ist meines Erachtens der falsche Weg zu diesem Ziel. Wenn man weniger isst und sich trotzdem kaum bewegt, ist das ein enormer Verlust der Lebensqualität und nur ein sehr geringer Beitrag zur Gesundheit. Mehr Bewegung bedeutet auch eine geringere Nutzung des Autos und damit echten Klimaschutz. Ein kurzer Blick in meine Nachbarschaft gewährt einen Einblick in die Übernahme des amerikanischen Lebensstils. Fast alle sind viel zu dick, können selbst in mittleren Jahren kaum noch richtig laufen und fahren mit dem Auto sogar noch über die Straße nur zum nächsten Haus. Damit ist es demnächst vorbei, weil sowohl das fossile Auto als auch das Elektroauto zu teuer ist. Man wird wieder mehr zu Fuß gehen müssen und auch die Ernährungsgewohnheiten werden sich grundlegend verändern. Erfahrungsberichte aus den Ländern, in welchen sich die Währungen bereits im Sturzflug befinden (Venezuela, Argentinien und die Türkei) bestätigen diese Zukunftsvisionen bereits heute. Warum also noch warten, wenn man seinen Lebensstil bereits heute schon umstellen kann?

Ich bewege mich zweimal in der Woche (in der Wochenmitte und am Sonntag) und lege an beiden Tagen mindestens 6 bis 10 Kilometer zu Fuß zurück. Am Sonntag beträgt die Strecke mindestens 8 bis 16 Kilometer, weil dann auch mehr Zeit vorhanden ist. Das hört sich nach ziemlich viel an, ist es aber nicht. Ich betreibe einfach nur Nordic Walking und gehe dabei wie ein rascher Spaziergänger durch die Landschaft. Vom Joggen halte ich nicht viel, weil es früher oder später die Gelenke schädigt und wenn sich die Jogger selbst sehen könnten, dann würde es vermutlich die Mehrheit wieder aufgeben. Bewegung sollte Spaß machen und nicht zu einer leidenden Körperhaltung führen. Die meisten Jogger sehen in der Regel wie Gehetzte aus und wenn sie ihr Pensum bei der Bundeswehr absolvieren müssten, würden nach Den Haag ziehen, um ihre Menschenrechte einzuklagen. Solcher Sport ist wirklich Mord, denn der Mensch ist kein Puma. Ich erreiche laut meinem GPS-Tracker eine konstante Geschwindigkeit von 6 Kilometer in der Stunde bei meinem Walking. D.h. in 2 Stunden spule ich ungefähr 12 Kilometer ab und wenn man das regelmäßig macht, ist das ganz leicht zu verkraften. In der ersten Zeit merkt man das noch am gleichen Tag und schläft als Nebeneffekt viel besser. In der Anfangszeit hat man einen Tag später noch einen Muskelkater in den Waden, aber auch der verschwindet nach geraumer Zeit. Irgendwann wird das Gehen langer Strecken zur Normalität und man fühlt sich generell besser. Körperliche Beschwerden resultieren aus dem Gehen nicht, sondern als Erstes verschwinden die Rückenschmerzen für immer. Ich hatte zuvor mit meinem langen Rücken (1,96 Meter Körpergröße) zum Teil sehr erhebliche Rückenschmerzen und bekomme diese nur noch, wenn die Matratze im Bett kaputt ist und ausgetauscht werden muss. Auch andere nachträgliche Ermüdungserscheinungen verschwinden im Lauf der Zeit komplett. Auf der anderen Seite kann man mit diesem überschaubaren Aufwand beliebig viel essen, ohne es später auf den Hüften wiederfinden zu müssen. Damit das Gehen nicht zu monoton ist, variiere ich die zu laufenden Strecken, sonst könnte es leicht zu einem Hamsterrad-Effekt führen. Das erhöht die Motivation und in der Anfangszeit verschwinden sogar noch einige gewichtsmäßige Überschüsse, ob man will oder nicht, und verwandeln sich in Muskeln oder auch vielleicht auch gar nichts mehr. Mein System ist seit 15 Jahren in der Praxis getestet und man kann es betreiben, solange man noch selbst zu Fuß gehen kann. Das ist ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem Jogging.

Auch bei der Ernährung halte ich es relativ einfach und unkompliziert. Ich verzichte weitestgehend auf Fleisch und andere extrem fetthaltigen Lebensmittel, weil sie erkennbar ungesund sind. Außerdem benötige ich keine Zigaretten, weil ich schon genügend andere Abgase einatmen muss. Ein echt wunder Punkt sind die Süßigkeiten von welchen ich nur zeitweise die Finger lassen kann. Kein Problem ist hingegen der vollständige Verzicht auf Alkohol. Das war es dann auch schon mit den Einschränkungen, welche aus meiner Sicht eigentlich keine sind. Wenig essen könnte ich zum Beispiel nicht besonders lange, zumindest nicht länger als einen Tag. Wer mich schon einmal beim Frühstücksbuffet in einem Hotel erlebt hat, der weiß ziemlich genau, was ich damit meine. Ich bekam zwar noch nie ein Hotelverbot aufgrund meines maßlosen Verzehrs am frühen Morgen, aber ich könnte es durchaus verstehen. Insbesondere beim Rührei-Angebot am Morgen hinterlasse ich gelegentlich sehr große Lücken. Irgendein oder mehrere Laster sollte man sich beim Essen meines Erachtens unbedingt erhalten, sonst macht das Leben auch keinen Spaß mehr.

Was auch noch sehr viele falsch machen, das ist die ordentliche Zufuhr von Flüssigkeit. Die meisten Läufer führen nach meinen Beobachtungen nur kleine Wasserbehälter oder mitunter gar nichts mit sich herum. Dabei sollte man gerade unterwegs auf der Piste im Winter mindestens einen Liter Wasser mit sich führen und im Sommer besser gleich zwei. Weshalb ich keinen Alkohol trinke, sieht man bei mir im Sommer zum Beispiel auch beim Wasserverbrauch. Bei großer Hitze wie in den letzten Jahren verdampfe ich gelegentlich auch vier Liter pro Tag, ohne mit der Wimper zu zucken. Das läge im alkoholischen Bereich also schnell im komatösen Bereich. Beim Wasser gibt es noch einen weiteren großen Vorteil, welcher in der deutlichen Senkung des Blutdrucks besteht. Dieser wird zwar allein schon durch die Bewegung gesenkt, aber gegen eine noch weitere Senkung hat wohl niemand etwas einzuwenden. Insbesondere dann, wenn es sich um ältere Semester wie mich handelt.

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