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Wirtschaftliche Turbulenzen in Sicht

Die amerikanische Zentralbank FED hat doch tatsächlich ihre Ankündigung wahr gemacht und in den letzten Tagen ihre Geldzufuhr wieder deutlich gedrosselt. Das wird wie in einem Drogenmarkt jedoch dazu führen, dass einige Junkies sich keinen Schuss setzen können und deshalb Randale machen werden. Man muss deshalb kein Prophet sein, um für die nächste Woche anzukündigen, dass der DAX wohl nicht sehr weit über seinen bisherigen Höchstwert hinausschießen wird. Die Bäume wachsen also am Aktienmarkt nicht ganz so schnell in den Himmel, wie man das erwartet hatte. Wie man jedoch direkt am Abgrund sein Auto ohne funktionierenden Rückwärtsgang wieder zurücksetzen kann, ohne in den Grand Canyon zu fallen, werden uns die Genies von den Zentralbanken aber demnächst noch zeigen müssen.

Auch in China hat die dortige Zentralbank PBOC die wirtschaftliche Karre in den letzten 11 Jahren ohne funktionierenden Allradantrieb richtig schön in den Sand gesetzt. Wie sich das in der Praxis anfühlt, muss wohl jeder erst einmal selbst erlebt haben, bevor man sich nicht mehr ohne Not in eine solche unangenehme Situation begibt. Ich tat das gleich mit 19 Jahren in der Camargue in Südfrankreich und dann aber nie wieder, weil es mehr als nur peinlich ist. China hatte im vergangenen Jahrzehnt die ganze Weltwirtschaft am Laufen gehalten und kann es jetzt absehbar nicht mehr. Die Chinesen können jetzt nur noch den bevorstehenden eigenen wirtschaftlichen Abschwung mildern und davon haben wir nichts mehr. Wir befinden uns also zu Beginn des Jahres 2020 in einer wirtschaftlich ganz schön schwierigen Situation. Die Leitmedien schweigen sich seit Jahresbeginn geschlossen zu diesem Thema einfach aus, nachdem sie zumindest im letzten Jahr die Probleme hin und wieder erstaunlich offen aufgegriffen hatten. Man muss sich also selbst seine Informationen mühsam im Internet einsammeln und diese Nachrichtenquellen werden auch immer unergiebiger, weil nur noch ganz wenige einen Durchblick in diesem wirtschaftlichen Dickicht haben. Andererseits gibt es auch nicht mehr sehr viel zu berichten, weil sich das herrschende Finanzsystem am Ende seiner Möglichkeiten befindet. Der Silberpreis mit 523 Euro pro Kilo und vor allem der Goldpreis mit 1.562 Dollar pro Unze weisen jedenfalls weiterhin unbeirrt darauf hin.

Eine gewisse Hochkonjunktur verzeichnen nur noch die schlechten Nachrichten von der vom System selbst verschuldeten Klimakrise. Siemens will dieses Problem aktiv dadurch lösen, dass man der Aktivisten Luisa Neubauer einen Sitz im Aufsichtsrat anbietet. Das mag zwar das Klima im verknöcherten Aufsichtsrat in dieser maroden Firma aufhellen, aber das ist die bislang dümmste Idee zum Klimaschutz. Da fällt einem wirklich nicht mehr viel dazu ein, weil das eine ganz offensichtliche Bestechung ist, welche bislang nur abgehalfterten Politikern zuteil wurde. Wie schwer der praktische Klimaschutz in Wirklichkeit ist, kann man am Beispiel der gehypten E-Scooter sehen, weil die Unfälle damit in den USA im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 um 365 % zunahmen. Mehr Knochenbrüche und andere Verletzungen verursachen unnötige Krankenhausaufenthalte, welche nicht klimaneutral sind. Außerdem nahm die CO2-Emission durch den Einsatz solcher Elektroroller in San Francisco zum Beispiel um 40 % und in Paris sogar um 85 % zu, weil diese elektrischen Fahrten nur das Laufen zu Fuß oder das Fahren mit dem Fahrrad ersetzten. Die Anzahl von Autofahrten wurde durch den E-Scooter hingegen nicht reduziert. Man muss nur einmal mit offenen Augen durch München marschieren, dann kann man dies leicht in der Praxis nachvollziehen.

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