Privacy Policy Zoltan Pozsar bleibt bei seiner Prognose für den US-Repomarkt – AG News

Zoltan Pozsar bleibt bei seiner Prognose für den US-Repomarkt

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Der Repo-Experte der Credit Suisse, Zoltan Pozsar, lässt nicht locker und besteht weiterhin auf sein Crash-Szenario, obgleich sich die Situation am US-Repomarkt heute erneut leicht entspannte. Er sieht in den nächsten beiden Tagen weiterhin erhebliche Probleme auf unser Finanzsystem zukommen. Es ist deshalb weiterhin ratsam, den Zinssatz für diesen Pfandmarkt genau zu beobachten. Vielleicht wurde die FED durch ihn auf ein echtes Problem aufmerksam gemacht und hat es mit ihren Mitteln der Liquiditätsspritzen noch einmal für einige Zeit aufhalten können. Gelöst hat sie es trotzdem nicht, weil dies in der Kürze der Zeit gar nicht möglich ist. Unser Finanzsystem lebt seit Jahrzehnten von der Aufschiebung aller sich auftürmenden Probleme auf einen gigantischen Haufen toxischer Scheinwerte. Nachhaltige Lösungen werden überhaupt nicht angestrebt, weil sie in einer Raubwirtschaft nur kontraproduktiv wären. Man kickt deshalb die leere Suppendose einfach immer weiter die Straße hinunter, weil das viel einfacher ist.  

Waren es bislang immer alternative Ökonomen, welche einen Bruch des Finanzsystems prophezeiten, handelte es sich bei Zoltan Pozsar um einen aktiven Vertreter dieser Veranstaltung. Das war ein Novum. Es gibt inzwischen zwar eine ganze Reihe von offiziellen Vertretern des Systems, welche unisono wirtschaftliche Probleme am Horizont sehen. Aber keiner von ihnen äußerte sich so dezidiert wie Zoltan Pozsar zu einem aktuellen Problem. Falls er also kein gelangweilter Wichtigtuer ist und das will ich an dieser Stelle noch nicht einmal in Betracht ziehen, dann stellt langsam aber sicher die Frage, ob dieses Finanzsystem überhaupt noch in seiner ursprünglichen Form existiert? Angesichts der jüngsten Vorgänge um die sogenannte erste Phase des Handelsvertrags mit China wäre das eine durchaus mögliche Wendung der Dinge. Wir befinden uns in einem noch nie dagewesenen Schwebezustand der Weltwirtschaft, in welchem nur noch sehr weniges einen echten Sinn ergibt. Falls Zoltan Pozsar aber tatsächlich Gegenmaßnahmen bei der FED auslöste, um seine Prophezeiung zu konterkarieren, dann handelt es sich lediglich um ein Hinauszögern des Unvermeidlichen von ein paar wenigen Wochen. Die von Pozsar beschriebenen wirtschaftlichen Kausalitäten lassen sich nur kurzfristig verschieben. Mittelfristig werden sie dennoch eintreffen, insofern sollte er an dieser Stelle einfach nur etwas geduldiger sein. Der Ruhm für seine Analyse ist ihm trotzdem schon sicher. In dieser Finanzkrise hat noch keiner den richtigen Zeitpunkt erahnen können, aber die vorhergesagten Ereignisse traten später dennoch mit den notwendigen Abänderungen ein. Wir haben es mit einer Planwirtschaft zu tun, welche nicht im Detail gesteuert werden kann und deshalb immer leicht über- oder untersteuert wird. Exakte zeitliche Prognosen sind dabei völlig unmöglich, aber trotzdem gehorcht sie wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

Ein ruhiges Weihnachtsfest hat noch keinem geschadet und danach sieht es in diesem Jahr im Gegensatz zum letzten Jahr immer mehr aus. Im Januar dürfte es dafür deutlich lebhafter zugehen, weil sich einiges aufgestaut hat, welches sich auch entladen wird. Das Impeachment-Verfahren hat jedenfalls Donald Trump mächtig mit politischer Energie aufgeladen. Selbst einer seiner ärgsten Kritiker, der selbst ernannte Filmemacher Michael Moore, gab jüngst zu, dass Donald Trump haushoch gewinnen würde, wenn die Wahlen jetzt anstehen würden. Unser derzeitiges Finanzsystem baut viel zu stark auf dem Thema Kommunikation auf, weil in der jüngeren Vergangenheit der Wohlstand zu stark angestiegen war. Man musste nur ein paar dumme Sprüche machen und schon konnte man damit im Handumdrehen Millionen verdienen. Diese Zeiten sind aber seit der Jahrtausendwende endgültig vorbei und künftig werden nur noch Taten zählen. Die Demokraten wussten, dass sie das Impeachment-Verfahren nicht gewinnen konnten. Sie wollten Trump damit nur kommunikativ in Grund und Boden rammen. Diese Rechnung ging absehbar überhaupt nicht auf und jetzt können sie schon fast ein Jahr vor der Wahl einpacken. Hätten sie hingegen etwas Sinnvolles für die US-Wirtschaft getan, dann stünden sie heute ganz anders da und wären ein ernstzunehmender Gegner.

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