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Zunächst geht der Whisky in Flammen auf und erst später das Geld

Am 4. Juli 2019: Im Lager des Herstellers der Whisky-Marke „Jim Beam“ in Kentucky brannte es lichterloh. Dabei wurden ungefähr 40.000 Whisky-Fässer vernichtet. Ein ähnlicher Flächenbrand im übertragenen Sinn rollt auf Deutschland zu und jeder, welcher sich nur etwas mit dem Thema Wirtschaft anfangen kann, kann das täglich sehen. Doch gerade diese allmählichen Erosionsprozesse machen den meisten Menschen intellektuell zu schaffen, weil sie sich nur sehr langsam entwickeln. Ihre Dynamik entwickeln sie erst in den letzten Stunden, doch dann ist es zu spät. Man muss nicht weit reisen, um diese Vorgänge zu sehen, aber man sollte sein Smartphone in der Reisetasche lassen. Die meisten Städte, Dörfer sowie ganze Landschaften haben sich nachteilig verändert und haben längst nichts mehr mit dem angeblich reichsten Land der Welt zu tun. Die Straßen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg (Hohenlohe) sind bestenfalls noch mit dem Balkan konkurrenzfähig. In diesem Blog geht es nicht um wirre Wirtschaftstheorien, welche in der Regel nichts mit der Praxis zu tun, sondern um die wirtschaftlichen Naturgesetze. Ein Land mit schlechten Straßen und schlechten Zugverbindungen kann einfach nicht wirtschaftlich erfolgreich sein, weil das mit einer unzureichenden Infrastruktur einfach nicht machbar ist. Deutschland ist nur mit einem Planungshorizont über Jahrzehnte hinweg wieder zu sanieren, aber wenn wir weiterhin nur träumen und gar nichts unternehmen, dann war es das für eine viel längere Zeit.

Der Iran kündigte anscheinend schon wieder an, dass er am kommenden Sonntag die Menge des vertraglich vereinbarten angereicherten Urans überschreiten würde. Das hört sich ziemlich dumm an, weil dann die Strafe auf dem Fuß folgen würde. Man sollte deshalb insbesondere diese Nachrichten über den Iran nicht besonders ernst nehmen. Sie werden in erster Linie zur verbalen Manipulation der Rohstoffmärkte (Erdöl) in die Welt gesetzt und nebeln darüber hinaus auch noch die Bevölkerung ein. Ähnliches gilt für den Waffenstillstand im Handelskrieg. Auch der sollte nur die Aktienmärkte beflügeln, was aber nicht mehr richtig gelang. Wer deshalb schon glaubte, dass Donald Trump mit seinen Zollerhöhungen aufgehört habe, der wurde ganz schnell eines Besseren belehrt. Weil Stahlhersteller aus Südkorea und Taiwan gerne ihren Stahl zur Endbearbeitung nach Vietnam verschifften und diese ihn unter der Marke „Made in Vietnam“ in die USA weiterreichten, erheben die US-Zollbehörden ab sofort Importzölle von zum Teil über 400 %. Die positiven Auswirkungen der Zölle auf das Handelsbilanzdefizit der USA stehen aber noch aus, weil es sich zum Beispiel mit Mexiko sowie China im Mai sogar noch einmal beschleunigt ausweitete. Das lag vermutlich im Fall von China daran, dass sich noch einige Händler rechtzeitig mit Waren versorgten. Auch ein anderes Thema wird von den Leitmedien in jüngster Zeit wieder madig gemacht und das sind die Kryptowährungen. Sie sind den Zentralbanken ein Dorn im Auge und selbst wenn sie nicht restlos perfekt sind, handelt es sich dabei um die Auswahl zwischen einem Trabi und einem Tesla. Wer würde da nicht auch den mit zahlreichen Mängeln behafteten Tesla nicht auch stehen lassen? Selbst Kuba arbeitet am Thema Kryptowährungen zur Umgehung der US-Sanktionen und das ist völlig in Ordnung.

Der Umstrukturierungsplan der Deutschen Bank soll angeblich 5 Milliarden Euro kosten und das wäre fast ein Drittel ihrer Marktkapitalisierung. Weil sich die Deutsche Bank also nicht mehr leisten kann, dürfen Sie nur ein einziges Mal raten, wer diese Rechnung wieder einmal begleichen darf. Der gegenwärtige Verlauf der Aktien lässt der Deutschen Bank noch einmal etwas Luft. Aber spätestens beim nächsten Aktiencrash im Herbst, benötigen die wieder frisches Kapital. Und nicht nur die Deutsche Bank. Diese Liste wird ziemlich lang sein und keiner kann sie mehr bezahlen. Die große Krise ist einzigartig und noch in tausend Jahren wird man den Kopf über unsere Naivität schütteln. Der von den USA unterstützte libysche General Khalifa Haftar wird für die Bombardierung eines Flüchtlingszentrums bei Tripolis verantwortlich gemacht, bei welchem 44 Menschen starben. Hätte man Libyen in Ruhe gelassen, dann hätten wir 2015 keine Flüchtlingskrise gesehen. Man wollte sich lediglich der libyschen Ölquellen bemächtigen und hat in seiner Gier nur ein gigantisches Chaos angerichtet. Das Zinsthema ist ein ganz wichtiges Wirtschaftsthema und deshalb ist es wichtig zu wissen, dass die Zinsen der dreißigjährigen italienischen Staatsanleihen gestern so stark wie seit 7 Jahren nicht mehr sanken, nachdem Rom sein Budget zumindest vorerst nicht überzogen hatte. Negative Zinssätze werden wir bei diesen Staatsanleihen indes nicht mehr sehen, ansonsten war es das Letzte, was wir sehen werden.

Damit kommen wir zum langweiligen Überblick über die Aktienmärkte

Diese Meldungen sind deshalb so langweilig, weil sie vollkommen manipuliert sind. Die Aktienmärkte sind schon lange keine echten Märkte mehr. Die chinesischen Aktien waren gestern wieder einmal schwach, verblieben aber auf die Woche gesehen noch im grünen Bereich. Nur die europäischen Aktien stiegen wieder einmal wie verrückt an, weil sich in den Augen der Börsianer die Italiener angeblich an die Regeln der Mindestverschuldung in der EU halten werden und die Vorfreude auf Christine Lagarde als EZB-Chefin noch anhält. Doch dies wird sich noch ändern, weil die Italiener unberechenbar bleiben und Lagarde zur Durchführung einer Währungsreform abkommandiert wurde. In den USA stiegen die Aktien ebenfalls ohne Grund weiter an und lieferten damit neue Rekordwerte für den Dow, S&P und Nasdaq. Dabei half wieder ein großer Short-Squeeze, d.h. in einer normalen Welt müssten die Aktien seit Jahren sinken und die Leute, welche darauf setzten, wurden wieder einmal betrogen. Doch die Schere zwischen den US-Staatsanleihen und den US-Aktien öffnete sich weiter als das Maul eines Krokodils in der Sonne und wer glaubt, sich dazwischen ausruhen zu können, landet ganz sicher in dessen Magen. Das wird man dann als die Opfer eines Aktiencrashs bezeichnen. Ein weiteres Omen ist die Tatsache, dass sich die Verzinsung der dreißigjährigen US-Staatsanleihen jetzt unterhalb des Leitzinses der Federal Reserve befindet und damit ist die ganze Ertragskurve der US-Staatsanleihen invertiert. Dies entspricht dem Ton der Sirene auf dem Raumschiff Enterprise, beim Anflug der Klingonen.

Last but not least:

90 % der Feuerwerkskörper in den USA stammen übrigens aus China. Das trübte aber scheinbar gestern das Vergnügen am 4. Juli (amerikanischer Unabhängigkeitstag) nicht. Die königliche Familie kostet den britischen Steuerzahler in diesen Tagen so viel Geld wie noch nie zuvor. Die Kosten stiegen im Zeitraum 2018/2019 von 67 Millionen Pfund auf 86 Millionen an oder um ordentliche 41 %. Deshalb würde ich diese Tradition sofort abschaffen. Donald Trump gab wieder einmal sein ökonomisches Unwissen bekannt, indem er zum Mitmachen bei der großen Geldabwertung im Wettbewerb mit China und Europa ermunterte, was schon seit über 60 Jahren der Fall ist und als Währungskrieg bezeichnet wird. Die Wirtschaftslage in Großbritannien ist nicht nur wegen der unersättlichen königlichen Familie mittlerweile derart prekär, dass schon die Lebenserwartung der Briten darunter leidet. Und das sollte jeder beim öffentlichen Bejubeln dieser königlichen Figuren bedenken.

Am 5. Juli 2019: Auch wenn die Börsen gestern am Unabhängigkeitstag geschlossen waren, ging es mit dem Wahnsinn an den Aktienmärkten sowohl in der restlichen Welt als auch mit den Futures in den USA trotzdem munter weiter. Irgendwie muss eben noch die Zeit bis Ende August für die Aktien überbrückt werden und das sind noch knappe zwei Monate. Schließlich gab es in den Sommerferien noch nie einen Krisenstart, weil sich die Krisenmacher ihren Urlaub nicht vermiesen lassen. Im Kapitel der Zinsen war zu verzeichnen, dass gestern erstmals in der Wirtschaftsgeschichte die Zinsen der deutschen Staatsanleihen unter den Zinssatz der EZB hinab gingen. Beide befinden sich in einem bislang als unmöglich bezeichneten negativen Bereich und zeigen damit den alltäglich gewordenen wirtschaftlichen Irrsinn an. Das ist wie in den früheren Fernsehshows der Gang über die glühenden Kohlen, bei welchen sich alle Kandidaten ihre Füße verstümmelten und das auch noch in vollen Zügen genossen hatten.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen musste sich weiterhin bei 320 Milliarden Dollar konsolidieren, bevor er zu weiteren Höhen hinaufgehen kann. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Machthabenden auch hier ihre Manipulationen zum Einsatz brachten. Augenblicklich ist diese Auseinandersetzung als unentschieden zu bewerten und erst über das kommende Wochenende könnte sich diese Situation klären. Der Bitcoin kostet 11.221 Dollar und sein Marktanteil beträgt nach wie vor beeindruckende 62,3 %. Der Silberpreis stagniert weiterhin bei 433 Euro pro Kilo und der Goldpreis wurde mühsam auf 1.398 Dollar pro Unze heruntergedrückt. Der WTI-Ölpreis steht heute bei 56,89 Dollar pro Fass und ohne eine große Show ist die Luft vorerst komplett heraus, was in dieser Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich ist. Man konnte gestern in Süddeutschland noch immer etwas günstiger als vor wenigen Wochen tanken. Zwar nicht zu jeder Tageszeit und auch nicht an jeder Tankstelle, aber Super E 10 gab es gestern im Schnitt für 1,41 Euro pro Liter.

Last but not least:

Auf der italienischen Insel Stromboli bei Sizilien brach der gleichnamige Vulkan aus und tötete einen Rucksacktouristen. Scheinbar bekommt der türkische Staatspräsident Erdogan in der nächsten Woche seine S-400 Waffensysteme aus Russland geliefert, aber nicht seine F-35 Kampfjets aus den USA. Er bezeichnet die USA deshalb kurzerhand als Diebe, welche ihren Kunden die bestellten Waren vorenthalten.

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