Eine Entschädigungszahlung von 21 Millionen Pfund in Großbritannien hat einen Präzedenzfall geschaffen.
Deutsche Institutionen haben sich bisher nicht für ihr Handeln gegenüber einer ganzen Generation verantworten müssen.
In einem wegweisenden Moment, der auch jenseits des Ärmelkanals für Aufsehen sorgen dürfte, hat das University College London zugestimmt, 21 Millionen Pfund zur Beilegung einer Klage von 6.500 ehemaligen Studierenden zu zahlen.
Diese hatten geltend gemacht, dass ihre Ausbildung durch die Corona-bedingten Schließungen massiv beeinträchtigt wurde.
D.h. abgesagte Vorlesungen, mangelhafter Online-Unterricht, geschlossene Bibliotheken und Labore.
Und das ist erst der Anfang.
Anwälte gehen nun im Namen von 194.000 Klägern gegen 36 weitere britische Universitäten vor.
Im Erfolgsfall könnten die Entschädigungszahlungen für den britischen Hochschulsektor Hunderte Millionen Pfund betragen.
Studierende im Vereinigten Königreich werden für ihre Verluste entschädigt.
Deutsche Studierende hingegen, die dasselbe Schicksal erlitten, denn auch ihnen wurde das Campusleben, für das sie Tausende von Euro bezahlt hatten, verwehrt.
Sie größtenteils auf Schulden und Abschlüssen, die ihre Versprechen nicht einlösten.
Die durch Covid verursachten Beeinträchtigungen von Kindheit und Bildung verschonten niemanden.
Von den jüngsten Kindergartenkindern bis hin zu Doktoranden, die ihre Dissertationen per Zoom verteidigten, wurde eine ganze Generation auf allen Ebenen im Stich gelassen.
Von Schulbehörden, Verwaltungsangestellten, Gesundheitsbehörden und Universitätspräsidenten gleichermaßen.
Keine Altersgruppe, keine Klassenstufe, keine Lernphase wurde geschützt.
Kinder verloren Jahre.
Jugendliche verpassten wichtige Entwicklungsschritte.
Studierende verloren die ihnen versprochene und bezahlte Ausbildung.
Das Urteil in Großbritannien war kein Zufall.
Es entstand, weil sich Studierende organisierten, Anwälte eingeschaltet wurden und die Gerichte die Verpflichtung von Institutionen, ihre Versprechen einzuhalten.
Das University College London (UCL) räumte keine Haftung ein, stellte aber dennoch einen Scheck über 21 Millionen Pfund aus.
Das ist gelebte Verantwortung.
Lesen Sie den vollständigen Bericht der Financial Times hier.
https://archive.ph/2026.02.18-184616/https://www.ft.com/content/a0cfc270-4dcc-46a6-a87d-6f002f889ca2
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