Eine wachsende „Kontaktabbruch“-Bewegung erfasst soziale Medien und Therapiekreise.
Erwachsene Kinder brechen in nie dagewesenem Ausmaß die Kommunikation mit ihren Eltern ab.
Laut einem Bericht der Sendung „Relatable“ von The Blaze hat sich dieser Trend, oft als wichtig für die psychische Gesundheit dargestellt, zu einer regelrechten Epidemie entwickelt, angeheizt durch soziale Plattformen und eine Kultur der Selbstbezogenheit.
Das Phänomen umfasst die bewusste, vollständige Trennung von der Familie, häufig von Therapeuten empfohlen, als Reaktion auf wahrgenommene toxische Beziehungen oder gegensätzliche Ideologien.
Statistiken zeichnen ein düsteres Bild:
Eine Umfrage der New York Post ergab, dass 38 % der Amerikaner den Kontakt zu einem Freund oder Angehörigen abgebrochen haben.
Die Reddit-Community „EstrangedAdultChild“ wächst stetig, während TikTok rund eine halbe Million Beiträge unter dem Hashtag #nocontact verzeichnet, die über eine Milliarde Aufrufe erzielen.
In einer kürzlich ausgestrahlten Folge von „Relatable“ untersuchte Moderatorin Allie Beth Stuckey diesen Trend aus biblischer Perspektive und brachte ihn mit der breiteren „Therapiekultur“ in Verbindung, die die Selbstverwirklichung über alles stellt.
„[Kontaktabbruch] ist eine besondere Ausprägung dessen, was ich den Kult der Selbstbestätigung nenne“, sagte Stuckey und beschrieb, wie dieser verspricht, dass tiefe Selbsterkenntnis persönliche Träume freisetzt.
Das ist eine Denkweise, die sie mit Einflüssen der New-Age-Bewegung in Verbindung bringt.
Sie stellte dies den christlichen Lehren von Selbstverleugnung und Familienehre deutlich gegenüber.
Stuckey zitierte Jesus:
„Wer sich selbst finden will, verliert sich selbst.
Wer leben will, muss sterben.“
Der Ansatz des Kontaktabbruchs, argumentierte sie, drehe dies jedoch um:
„Es geht nicht darum, sich selbst zu verleugnen, sondern darum, andere zu verleugnen.
Die Anbetung des Ego-Gottes.“
Stuckey räumte ein, dass echter Missbrauch klare Grenzen erfordern kann.
Sie warnte jedoch davor, dass Rechtfertigungen mittlerweile auch kleinere Vergehen, politische Meinungsverschiedenheiten, vermeintliche Vorurteile oder den Tonfall umfassen.
Das sind Gründe, die ihrer Meinung nach für eine dauerhafte Entfremdung nicht ausreichen.
Unter Bezugnahme auf die Heilige Schrift und einen Ausschnitt aus einem Vortrag von Charlie Kirk betonte sie den unerschütterlichen biblischen Aufruf, Eltern ohne Vorbehalte hinsichtlich Höflichkeit oder Übereinstimmung zu ehren.
Für Christen, die mit schwierigen Familienverhältnissen konfrontiert sind, erfordert dies eine radikale, aufopfernde Liebe, die dem Beispiel der Vergebung Christi am Kreuz folgt.
Selbst gegenüber denen, die Leid verursacht haben.