Neue Gesetze in den USA verpflichten Kinder, Bibeltexte in der Schule zu lernen.
Die neueste Regelung besagt, dass Schüler der Klassen 3 bis 12 einige Teile der heiligen christlichen Schrift behandeln müssen.
Schüler in Utah müssen nun im Sozialkundeunterricht Bibelstellen studieren, auf die in amerikanischen Geschichtsdokumenten Bezug genommen wird.
Das neue Gesetz, das letzte Woche von Gouverneur Spencer Cox unterzeichnet wurde, verpflichtet die öffentlichen Schulen, bestimmte Bibelpassagen zu behandeln und die Bibel als historisches Dokument zu kennzeichnen.
Welche Textpassagen die Schüler genau studieren müssen, steht noch nicht fest.
Der Bildungsrat des Bundesstaates Utah hat bis zum Schuljahr 2028/29 Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Das Gesetz verpflichtet Schülerinnen und Schüler zu einer vergleichenden Analyse bestimmter philosophischer Traditionen, darunter die Philosophie der Aufklärung, protestantisches und katholisches Gedankengut, Deismus und Naturrechtslehre.
Jennifer Wadsworth, eine politische Beraterin des USBE, erklärte gegenüber dem Salt Lake Tribune, dass Lehrkräfte lediglich einzelne Bibelstellen und nicht die Bibel als Ganzes behandeln müssten.
„Es geht nur um die spezifischen Passagen, die auf Gründungsdokumente Bezug nehmen“, erläuterte sie.
Laut Gesetzestext sollen nur religiöse Konzepte gelehrt werden, die einen historischen Kontext aufweisen und nachweislich Einfluss auf das amerikanische staatsbürgerliche Denken hatten, wie beispielsweise die Bezugnahme in der Unabhängigkeitserklärung auf „Gott der Natur“, „Schöpfer“, „Obersten Richter der Welt“ und „göttliche Vorsehung“.